Arbeitertum

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Ostgebiete – Warum wir nicht ablassen

…und nicht verzichten wollen, mag für viele Personen unverständlich sein. Spricht man heute von den ehemaligen Gebieten Ostdeutschlands – Schlesien, Ost-Preußen, Pommern, etc. -, dann meist vorsichtig und mit duckmäuserischem Unterton, mahnend, daß wir Deutschen es selbst in Schuld seien, daß wir diese Gebiete verloren haben; weil wir Deutschen es ja waren, die den Krieg gegen Polen anzettelten und somit fast schon berechtigterweise einen großen Teil des Heimatbodens des deutschen Volkes an die SU abdrücken mussten.

Wir kennen die Rhetorik. Das Thema Ostgebiete soll von bürgerlicher Seite aus verwässert und gemäßigt gehalten werden, sodaß der Diskurs darüber höchstens in romantischen Erinnerungen und heimatverbundenem Schwall gipfelt, niemals aber kritische Fragen stellt und stets unterfüttert ist mit jenem politisch korrekten Ungeist vom deutschen Tätervolk, welches all das verdient habe.

Erst kürzlich gab es wieder eine Debatte, die übrigens auch perfekt auf unsere beschriebene →Metasprache der Volksbeseitigung passt, in welcher dieses mal Erika Steinbach, Funktionärin des Bund der Vertriebenen, durch den Kakao gezogen wurde. Ausgangslage war eine Aussage Steinbachs über die unmittelbare Lage vor dem Ausbruch des Krieges Deutschland gegen Polen, nämlich daß die Polen bereits im März 1939 Kräfte mobil machten, die sich an der Grenze zu Deutschland positionierten. Dieser Fakt ist zunächst einmal unstrittig, die politisch korrekte Riege jedoch biegt es sich wie gewohnt dahingehend zurecht, daß die Polen lediglich Furcht hatten vor der Expansionspolitik Hitlers und aus diesem Grund offenbar zu Präventivmaßnahmen griffen. Wie auch immer, erwähnt wird nicht, daß die Regierung Hitler im diplomatischen Bereich hohe Anstrengungen in Verhandlungen mit der polnischen Regierung steckte, die im Umkehrzug aber nicht beantwortet wurden, ebenso wenig wird berücksichtigt, daß die Polen gerade unmittelbar vor dem Ausbruch des Krieges die Unterdrückung ihrer deutschen Minderheiten mehr und mehr forcierten, was zu weiteren Spannungen führte. (Weitere Informationen gibt es gut zusammengefasst hier.)

Uns geht es nicht darum, den zweiten Weltkrieg nachtragend zu gewinnen. Ebensowenig ist es uns ein Anliegen, irgendwem den schwarzen Peter zuzuschieben, wo wir doch genau wissen, daß ein Krieg niemals dem Verhältnis Gut gegen Böse entspringt, sondern stets Resultat ist von unzähligen politischen Ereignissen im In- und Ausland, somit in gewissermaßen vielen Quellen entspringt und kaum auf seinen Ursprung zurückgeführt werden kann. So kommt es, daß die Kriegsschuldfrage weniger wissenschaftlicher oder analytischer, dafür umso mehr politischer Natur ist. Es wird ein ähnliches Prinzip angewandt, wie es auch bei Sarrazin oder Hermann seinen Platz fand, nämlich eine Verzerrung des Sinninhalts der Aussagen des jeweiligen Opfers:

Hermann -> Autobahnen -> Nazipropaganda
Sarrazin -> Juden-Gen -> Nazipropaganda
Steinbach -> polnische Truppenmoblisierung -> Nazipropaganda

Die politische Korrektheit bezieht also auch die Meinung oder Sichtweise zum Beginn des 2. Weltkriegs mit ein, formt sie dementsprechend politisch korrekt, d.h. vom „Tätervolk“ ausgehend, und diktiert sie der Masse. Jeder, der eine andere Sichtweise vertritt, gar eine Sichtweise, die uns Deutsche auch von falsch auferlegter Schuld reinwaschen würde, wird dann entsprechend in der Politlandschaft und Journaille aufs Übelste der Hetze preisgegeben. Das führt dann in der Regel dazu, daß gänzlich ahnungslose Witzfiguren ihre oftmals unsinnigen Ansichten der breiten Öffentlichkeit präsentieren, vor allem aber kritische Fakten außen vor lassen, können. Es zählt in unserer Post-Demokratie nicht mehr, wie richtig die geäußerten Worte sind, sondern von welcher Seite sie kommt.

Kommen wir aber zurück zu den Ostgebieten. Warum schmerzt es uns so, daß Erika Steinbach aufgrund ihrer Aussage zum 2. Weltkrieg politisch und medial zerrissen wird? Nun, wie bereits angemerkt, dürfen wir Deutschen deswegen nicht denken, daß wir eben keine Alleinschuld am Krieg haben, weil mit diesem Mythos auch das restliche Fundament, auf dem das Lügenkonstrukt BRD aufgetürmt ist, nach und nach anfangen würde zu bröckeln. Das, was vorher Entnazifizierung und Umerziehung war, ist mit der in der BRD am stärksten ausgeprägtesten Political Correctness mittlerweile ein trauriger Selbstläufer geworden. Das, was die besiegten Eliten Deutschlands erst eingetrichtert bekommen mussten, wird von den meisten heutigen Eliten wohlwollend in missionarischer Art und Weise verkündet – und diktiert.

Würden wir also die Kriegsschuldfrage noch einmal stellen, und zwar mit dem Ziel der objektiven Aufarbeitung selbiger, die – nach unserer Überzeugung – letztlich dazu führen muss, daß der zweite Weltkrieg ähnlich wie der erste Weltkrieg Resultat manigfaltiger politischer Spannungen war, dann würden wir gerade als Nationalisten nichts Falsches tun. Damit haben wir sogar den moralischen Anspruch: Schließlich liegt nach unserer Auffassung und Bewertung die Kriegsschuld im Gesamten, während nach Auffassung der volkszersetzenden Eliten ausschließlich wir Schuld tragen würden.

Somit erklärt es sich auch von selbst, daß die Ostgebiete für uns „tabu“ sind. Warum aber möchten wir nicht ablassen von diesen Gebieten? Warum wollen wir nicht verzichten?

1950 wurden zusammen im Gebiet der der BRD und DDR ingesamt 11.935.000 Flüchtlinge aus den Ostgebieten gezählt, wobei hiermit spätere Aussiedler sogar noch ausgenommen sind. Diese schiere Menge an Landsleuten, die dort ihren Boden, ihr soziales Umfeld und ihre Scholle verloren, ist genügend Anlass, sich auch heute noch nähergehend mit der Vertreibungsthematik zu beschäftigen. Immernoch gibt es lebende Vertriebene, die vermutlich gern mit ihren Familien auf ihren alten Hof, in ihr altes Dorf oder in ihre alte Stadt zurückkehren würden, dies jedoch aus bekannten Gründen nicht können. Nicht zu vergessen die Nachkommen, die in nicht wenigen Fällen aufgrund von Erzählungen und weiterem direkten Bezug zu Ostdeutschland ebenfalls um den Verlust ihrer Heimat wissen. Die Tatsache, daß jene, die direkt von den barbarischen Vertreibungen in den Ostgebieten und Tschechien betroffen waren, noch heute fleischgeworden vor uns stehen, sollte Grund genug sein, den Osten Deutschlands nicht aufzugeben.

Denn ein Volk hat dann Anrecht auf Boden, sodenn es auch eine direkte emotionale Verbindung zu diesem Boden hat. Eine solche Verbindung kommt aber nicht von ungefähr, sondern entwickelt sich über Generationen hinweg. Und solange es in Restdeutschland nach wie vor Vertriebenenfamilien gibt, die sich überall obligatorische Dörfer bauten, insofern sie nicht urban weiterlebten, solange werden wir Nationalisten die Ostgebiete als Heimatgebiete ansehen.

Natürlich ist es uns im Umkehrschluss aber völlig klar, daß dort, wo damals Deutsche lebten, heute Polen beheimatet sind. Es liegt uns somit völlig fern, neue Vertreibungen und somit eine neue Brutalität zu entfesseln, viel mehr muss der Diskurs um diese Gebiete wiederaufgenommen und vernünftig geführt werden, wobei hier insbesondere eine klare Umstellung der deutschen Außenpolitik die Folge sein muss, nämlich hin zu einer selbstbewussten, deutschen Politik. Angriffskriege jeglicher Couleur lehnen wir ab, gerade auch weil Stahl und Tod niemals die wahren Gefühle von Heimatliebe und Geborgenheit ersetzen können.

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3 Antworten zu “Ostgebiete – Warum wir nicht ablassen

  1. blacksun87 September 11, 2010 um 9:32 pm

    Toller Artikel!

    Natürlich sollte man versuchen Gebiete zurück zu bekommen aber eben ohne Krieg 🙂

    Königsberg wollten sie uns ja schon zurück geben… aber wir haben ja nur Verräter an der Spitze Deutschlands -.-„

  2. Nowak Frank September 12, 2010 um 3:36 am

    Wir müssen auf unsere Geisteshöheren wieder aufmerksam hören!!!“Man muß das Wahre immer wiederholen,weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen,sondern von der Masse,in Zeitungen,und Enzyklopädien,auf Schulen und Universitäten.Überall ist der Irrtum obenauf,und es ist Ihm,wohl und behaglich im Gefühl der Majorität,die auf seiner Seite ist.“Goethe zu Eckermann.Feiger Gedanken bängliches Schwanken,weibliches Zagen,ängstliches Klagen wendet kein Elend,macht dich nicht frei.Allen Gewalten zum Trutz sich erhalten,nimmer sich beugen,kräftig sich zeigen,rufet die Arme der Götter herbei,Johann Wolfgang von Goethe Geheimrat zu Weimar.Aus dem Neugablonzer Museum und dem Löwenberger Heimatgruß :“ Wer einem Volk die Heimat raubt,/Der ist von Gott verflucht./Der findet keinen Frieden mehr,so sehr er ihn auch sucht!!!/Kein Segen ruht auf seinem Werk!!!,/kein Blühen und Gedeihen./Denn Heimatraub ist mehr als Mord,den kann Gott nie verzeihen.

  3. Nowak Frank September 12, 2010 um 4:33 am

    Vertreibung/ Unendliche menschliche Qualen,Pferdefuhrwerk an Pferdewagen,Viehwaggon,an Viehwaggon,/Menschenschlangen gedemütigt,ausgeraubt,geschlagen,geschändet,und erniedrigt,/aus dem menschlichen Leib,die Lebensenergie,die Lebenskräfte gesaugt,/ zum Weiterleben kaum noch Kraft,schleppen sich Menschenmassen,ziehen mit Handwagen,beladen mit kläglichen Besitztümern,einen kargen übrig belassenen Hausrat,der kaum ausreicht,zum Überleben in diesen elenden Tagen,Kriegs,-und Nachkriegsjahren./Menschenschlangen die sich ihren Weg in eine ungewisse Zukunft bahnen./Sie fahren und fahren,getrieben und getragen,/getrieben von der Furcht und Todesangst,gefoltert zu werden,um qualvoll zu sterben,/vom Himmel mit Tiefflieger,durch Gewehrsalben beschossen,/vom russischen Sieger aus dem Osten,liegen unzählige Tote Greise,Kinder und Frauen am Strassenrand,/von Hunger,Not,Armut gezeichnet,/von Krankheit und Kälte verendet,erschlagen und geschändet./Oh Gott,oh weh,welch unendliches menschliches Leid,/eine mörderische,unmenschliche,grausige,blutig Todbringende Wilde Vertreibung in dieser Nachkriegszeit.Gewidmet meinen Urgroßeltern und Großeltern der Familien Karl und Elisbeth Nowak,geborene Brunner aus dem Egerland in Waltsch,letzte Wohnung vor der Vertreibung,Sudeten,Podersam-Kreis,Neudorf Nr:3 /Der Autor dieses Gedichtes ist der Ur/Enkelsohn der Vertriebenenerlebnisgeneration und gehört der Bekenntnisgeneration an,um das Ahnenerbe von Generation zu Generation zu bewahren und weiter zu tragen.Frank Nowak ist seit über 15 Jahren der 1.Vorsitzende vom Dessauer Kultur,-und Heimatkreisarchiv zur Förderung und Erhaltung des materiellen,geistigen und kulturellen Erbes der deutschen Heimatvertriebenen und der Heimatverbliebenen aus Mittel,-Ost;-und Südosteuropa und des Bundes der Vertriebenen,Ehrenmitglied der Sudetendeutschen Landsmannschaft und des Bundes der Vertriebenen der Kreisgruppe Mannheim-Stadt,Archiv,-und Ausstellungsleiter der auszuleihenden Wanderausstellung:“ Die Vertreibung der Deutschen-ein unbewältigtes Kapitel europäischer Zeitgeschichte,“zu bestellen oder anzufordern über Frank Nowak,PF 1541 06813 Dessau-Roßlau,E.-Mail:frankderfreie@hotmail.de/Im 65.Jahr der Flucht und Vertreibung ist es geschichtsbewußten,und geschichtsinteressierten Kameraden/innen,Kameradschaften,Heimatgruppen und Verbänden besonders zu empfehlen diese Ausstellung unter ihrer Schirmherrschaft anzumieten,und mit unsrerer Leitung zu präsentieren.Austellungskataloge und Präsentationsmappen erhalten Sie beim 1.Vorsitzenden Frank Nowak.

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