Arbeitertum

Für eine klassenlose Gesellschaft | Gegen die imperiale Weltordnung | Für Volkstümlichkeit und Tradition

Kategorie-Archiv: Dokumente

Bodo Uhse: Die Revolution als literarische Angelegenheit. Ein Briefwechsel

(„Das Dritte Reich“ vom 15. Februar 1928)

Mein lieber Kamerad und Genosse, der Du bist, seit wir wissen, dass wir nicht nur zusammen marschieren einem Ziel entgegen, sondern, dass wir, Du und ich, ein Schicksal gemeinsam tragen und dass wir gemeinsam – gemeinsam mit den Millionen Unterdrückten – einmal gestaltende und schaffende Kräfte dieses Schicksals sein werden.

Darum darf ich Dich Kamerad nennen, weil wir beide die große Liebe in uns tragen, aus der die Bereitschaft wächst und der junge gewaltige Glaube und die Macht zur Hingabe – bis zum Opfertod.

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Gustav Sondermann: Arbeitertum – Soldatentum

(„Das Dritte Reich“ vom 01.06.1926)

Wir suchen den neuen Menschen, der fertig werden soll mit der Not unseres Volkes. Immer muss es klar vor uns stehen: Es wird nur der Mensch sein, der in sich deutsche Art in klarer Wesenheit verkörpert – immer derselbe, der in der großen, schicksalsschweren Geschichte des Deutschtums gekämpft und gelitten, gebetet und gearbeitet hat – aber heute in seiner zeit- und aufgabebedingten Form. Deutsches Blut und bewusst erlebtes persönliches Schicksal geben ihm sein Gesicht und seinen Namen.

Winnig nennt dieses neue deutsche Menschentum: Arbeitertum, Jünger nennt es Soldatentum. In Winnig schwingt deutsche Art zusammen mit dem Schicksalserlebnis der Maschine und der an sie gefesselten Millionen und formt die glaubenskühne Forderung: Arbeitertum, in Jünger ballt sich deutsche Art zusammen mit dem Erlebnis der Stahlgewitter zu der ebenso glaubenskühnen Forderung: Soldatentum.

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Bodo Uhse: Von der Parole zum Programm!

(„Das Dritte Reich“ vom 1. Dezember 1927)

Vor einigen Tagen hat Dr. Rosikat-Breslau in seinem tieferschütternden Vortrag vor den Kameraden der Münchener Ortsgruppe unter anderem auch auf die historisch erwiesene Tatsache hingewiesen, dass die großen politischen Umwälzungen niemals herbeigeführt wurden durch die Idee allein – und sei sie noch so groß – sondern durch ihre Verbindung mit der aktiven politischen Tat, die, was betont sein muss, wenn sie revolutionär ist, sich durch den Erfolg legalisiert oder scheitert und verdammt wird. Diese politische Tat bedarf einer gewissen Macht als Mittel, mit dem sie durchgeführt wird. Bei einer revolutionären Tat aber ist das einzige zur Verfügung stehende Machtmittel – die Volksbewegung.

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August Winnig – Intellektuelle und Arbeiter

(Die Kommenden, 8. Juni 1928)

Parteisozialismus ist ein widerspruchsvolles Wesen. Parteisozialismus ist eine arbeitertümliche Masse und eine kleinbürgerliche intellektuelle Oberschicht. Die arbeitertümliche Masse gibt die Kraft, und die intellektuelle Oberschicht gibt den Geist. Diese vom Geist des kleinbürgerlichen Intellektuellen geführte und verfälschte Masse – das ist der Parteisozialismus.

Dieser Parteisozialismus lebt nicht aus dem Geiste des Arbeiters, sondern aus dem Geiste des Intellektuellen. Und dieser Intellektuelle weiß nichts vom Arbeiter. Das heißt: er weiß vom Arbeiter, dass er aus vielerlei Gründen unzufrieden ist. Doch geht es ihm nicht darum, dieser Unzufriedenheit Genüge zu tun, sondern sie im Gegenteil wachzuhalten, anzustacheln und nie stumpf werden zu lassen. Denn der eigentlichen geschichtlichen Sendung des Arbeiters ist sich der Intellektuelle nicht bewusst. Er bemüht sich auch nicht darum, er will ihrer gar nicht bewusst werden. Er hat seine eigene Sendung, und nur dieser dient er. Er denkt vom Arbeiter viel zu gering, als dass er ihm gestatten würde, eine eigene Meinung vom geschichtlichen Wesen und Ziel der Arbeiterbewegung zu haben.

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Feminismus und heroische Tradition

Von Julius Evola, in: Der Ring, 6. 6. 1933.

Von der Prämisse ausgehend, daß als Vollkommenheit das Qualitative und Differenzierte, als Unvollkommenheit das Quantitative und Formlose anzusehen ist, wurde bereits von gewisser Seite der Beweis versucht, der vielgepriesenen abendländischen Kultur die Bedeutung nicht einer Evolution, sondern eines Rückgangs, einer Involution zuzusprechen.

Heute haben verschiedene tragische Ereignisse endlich die meisten von den Mythen eines billigen Optimismus abgebracht, so daß wir imstande sind, die Wahrheit dieses scheinbaren Paradoxes zu empfinden. Schon seit Jahrhunderten unterliegt die westliche Welt einem furchtbaren Vorgang der Nivellierung. Seine politischen Erscheinungsformen – vom Liberalismus und Demokratismus hinüber bis zur bolschewistischen Massenmenschenkultur – sind nur besondere und schon äußerliche Phänomene.

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