Arbeitertum

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Zu Ernst Jüngers nationalrevolutionärer Phase

Ernst Jünger wird bei Teilen der „nationalen Rechten“ zwar noch immer ab und an zitiert, aber zumeist unter einem national- und rechtskonservativen Aspekt. Dabei wird oftmals vergessen, dass Ernst Jünger, als einer der vielleicht bedeutendsten Dichter und Schriftsteller der Deutschen im abgelaufenen 20. Jahrhundert, eine lange nationalrevolutionäre Phase hatte. Diese kann hier zwar nicht zur Gänze beleuchtet werden, allerdings sollte wenigstens in Eckpukten auf diese eingegangen werden.

Heute haben einige ein Problem mit der Definition des Wortes Nationalrevolutionär. So halten sich Leute wie Thomas „Steiner“ Wulff und ein Axel Reitz oder Thomas Brehl für „nationalrevolutionär“, zumindest sagen sie es so oder schreiben es in Kommentaren nieder. Sicherlich ist die genaue politwissenschaftliche Einordnung und Definition auch zu diesem Begriff zu Weimarer Zeiten nicht ganz einfach. Jünger selbst muss als Vertreter eines „neuen Nationalismus“ eher zu den „rechten“ Nationalrevolutionären gerechnet werden. Grundsätzlich lag das Nationalrevolutionäre nicht „rechts“ oder „links“ im politischen Parteienspektrum. Das „Konservative“ an der „Konservativen Revolution“ lag begründet in der unabdinglichen Haltung zur deutschen Nation. Laut Jünger hatte man nicht links oder rechts zu stehen sondern außerhalb der Republik. Daran würden sich die weltanschaulichen Fronten klären.

Der Tausendsassa Jünger kann durchaus als Prototyp der Nationalrevolutionäre der Weimarer Zwischenzeit in vielfacher Hinsicht herhalten. An ihm lässt sich durchaus der Wille und das Wollen einer ganzen Generation studieren. Jüngers Appelle an das geistige Soldatentum der Deutschen zielten auf die geistige Mobilmachung des deutschen Volkes gegen das System von Weimar, ein Antibürgertüm, das den Liberalismus als Gift für das deutsche Volk benannte. Die bürgerliche Gesellschaft galt ihm, wie vielen anderen „konservativen Revolutionären“, wie auch großen Teilen der damaligen deutschen Linken, etwa in der KPD als zu überwindendes Grundübel der Zeit. Jüngers publizistisches Wirken schlug sich damals in den verschiedensten Zeitschriften des „neuen Nationalismus“ und des „Jungkonservatismus“, aber auch den Blättern linkerer Nationalrevolutionäre nieder. Da wären der „Stahlhelm“, die „Standarte“, „Arminus“, „die Kommenden“ oder aber auch „Widerstand“ zu nennen. Hierbei handelte es sich zumeist um nationalistische Theorieorgane, die von einer eher kleinen und elitären theoriehungrigen Lesezirkeln gelesen wurden. Massenverbreitung sollten diese Blätter nie finden.

Im Heft „Widerstand“ sollten sich dann auch die Wege von Jünger und dem anderen großen Nationalrevolutonär der Weimarer Zwischenzeit – Ernst Niekisch – kreuzen. Niekisch und sein „preußischer Sozialismus“ forderten eine Todesfeindschaft des deutschen Nationalismus zum Schandvertrag von Versailles und dem Weimarer System, sowie eine Ostorientierung der deutschen Außenpolitik, also vor allem ein Bündnis mit der Sowjetunion. Damit standen die „Nationalbolschewisten“ vor allem in Gegnerschaft zu der NSDAP und der bürgerlichen deutschnationalen und nationalliberalen Rechten.

Jünger sollte wie viele aus seiner Generation vom Fronterlebnis des 1. Weltkrieges geprägt werden. Jünger wurde mit dem höchsten Tapferkeitsorden des Reiches, dem „Pour le Merite“ ausgezeichnet. Der Krieg, das Fronterlebnis, erschienen Ernst Jünger als reinigendes „Stahlgewitter“, als inneres Erweckungserlebnis. Die Kriegsniederlage wurde von Jünger schon bald als Ausdruck der bürgerlichen Ordnung des Reiches gedeutet, die an sich schon das Faulige und Morsche in sich trug. Die Ordnung des alten Reiches bestehend aus konservativen Junkertum, Liberalismus und einer bürgerlichen Ordnung müsse durch etwas völlig Neues ersetzt werden. Dieses „Neue“ könne sich durch die Lebenswirklichkeit des deutschen Volkes: Durch den Nationalismus begründen. Jünger sollte diesen „neuen Nationalismus“ bald schon durch seinen Text „Das Sonderrecht des Nationalismus“ begründen. Darin schrieb Ernst Jünger: „Wir Nationalisten glauben an keine allgemeinen Wahrheiten. Wir glauben an keine allgemeine Moral. Wir glauben an keine Menschheit als an ein Kollektivwesen mit zentralem Gewissen und einheitlichem Recht. Wir glauben vielmehr an ein schärfstes Bedingtsein von Wahrheit, Recht und Moral durch Zeit, Raum und Blut. Wir glauben an den Wert des Besonderen.“

Später sollte Jünger gar behaupten, er habe den Begriff des „Nationalismus“ erst in den politischen Raum in Deutschland ernsthaft eingeführt. Es sei darum gegangen den unbedingten und unabdinglichen Willen einer jungen und rebellischen Generation Ausdruck zu verleihen. Laut Jünger sollte die Frontgeneration Träger dieser neuen nationalistischen Ordnung sein, da sie sich im Weltkrieg für das Volk aufgeopfert hätte und am ehesten der bürgerlichen und liberalistischen Welt von Weimar entfremdet sei. Der Frontsoldat wäre der Prototyp eines neuen Deutschland. Nun war dies damals aber keinesfalls nur eine Auffassung die sich bei Jünger finden lässt, zum Teil reichte dieses Denken tief in die damals noch national aufgestellte Sozialdemokratie.

Jünger wollte daneben auch die soziale Frage aufgreifen, die auch für ihn mit der Klassenfrage fiel und stand. Das Klassendenken von Kaiserreich und Weimarer Republik sollte überwunden werden, die Arbeiterschaft und deren berechtigte Anliegen sollten mit einem neuen antibürgerlich und nationalistischen deutschen Staat in Einklang gebracht werden. Der Klassenstaat des Weimarer Bürgertums sollte „durch den Nationalismus vernichtet werden“. Jünger weiter: „Dessen Fragestellungen gehen quer hindurch durch Marxismus und Kapitalismus, durch die Revolution von 1918 und die Reaktion“. Grundthesen Jüngers drehten sich vor allem um den neuen nationalistischen Staat, der an sich autoritär, sozial und soldatisch sein sollte. Trotzdem schaffte es Jünger aber nie seinem Staatsentwurf eines konkretes Antlitz zu geben. Jünger blieb hier im Ungefähren, im Wagen und nie Festgelegten.

Später sollten sich die Jünger Gegner darüber ärgern, diesen nie wirklich mit dem Antisemitismus der NSDAP in Verbindung bringen zu können. Auch hatte sich Jünger bereits 1927 von der NSDAP abgegrenzt, so etwa in seinem Aufsatz über „Nationalismus und Nationalsozialismus“. Das „Realpolitische“ des Nationalsozialismus, war ihm dem Geistesmenschen stets zuwider, da „sein“ Nationalismus welchen er zum Nationalsozialismus als Gegensatz setzte, tief und eingehend zu analysieren hätte.

Nun sollten sich aber gerade die Jünger-Freunde der „neuen Rechten“ um die „Junge Freiheit“, die „Sezession“, die „Blaue Narzisse“, das „Institut für Staatspolitik“, die „Konservativ-Subversive Aktion“ und andere fragen, welchen Sinn eine Bezugnahme auf Jünger und auch explizit auf seine nationalrevolutionäre Phase in Weimar machen soll, wo man sich dort doch dem sogenannten „Grundgesetz“ und der bundesrepublikanischen Scheindemokratie wie einem Fetisch und Heiligtum verschrieben hat. In jenen Kreisen bezieht sich die Nostalgie der „Konservativen Revolution“, auf Personen wie Jünger, Moeller van den Bruck, Ernst von Salomon oder Oswald Spengler auf das Sammeln historisch-literarischer Werke, auf Debatten im Feuilleton, jedoch nicht auf die Übertragung der Gedankengänge der Konservativen Revolution auf die Gegenwart. Die Parlamentarismuskritik, eine umfassende Kritik des Liberalismus und die antiwestliche Stoßrichtung bleibt bei den deutschen „neuen Rechten“ das große Tabu. Man mag sich zwar auf einen Ernst Jünger in Form von literarischen Reflexionen berufen, inhaltlich bleibt man aber bei Thilo Sarrazin und einem westlerischen Rechtspopulismus hängen.

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38 Antworten zu “Zu Ernst Jüngers nationalrevolutionärer Phase

  1. Sympathisant Juni 7, 2010 um 4:30 pm

    Sers

    Wärt ihr einverstanden, wenn ich Beiträge von hier auf Indymedia und Linksunten veröffentliche?

    Bin sehr gespannt auf die dortigen Reaktionen und ob die Beiträge gelöscht werden…

    Am besten Antwort hier als Kommentar geben.

    Grüße
    Sympathisant

  2. Thomas Brehl Juni 7, 2010 um 4:52 pm

    Da namentlich erwähnt, erlaube ich mir einen kurzen Kommentar zu obenstehendem Bericht:

    Begriffe, zumal politische Kampfbegriffe, unterliegen fast immer unterschiedlichen Deutungen und Interpretationen. Viel wichtiger als rein theoretische Überlegungen und diesbezügliche Dispute war mir immer verstanden zu werden. Ich bin Nationalist und ich bin Revolutionär, denn mir liegt nichts an der Reformierung der von Beginn an ungerechten und mein Vaterland benachteiligenden Nachkriegsordnung. Ich strebe die Umwertung aller Werte an, mithin eine Revolution. Daher habe ich kein Problem, mich als „nationalrevolutionär“ zu verorten oder verortet zu werden.

    Den Kampf um die Deutungshoheit über Begriffe wie „nationalrevolutionär“ oder gar „sozialistisch“, überlasse ich gerne dem kleinen Zirkel der intellektuellen Vordenker, die sich bereits zu Zeiten der Weimarer Republik im Besitz der alleinseligmachenden Wahrheit wähnten, bis sie völlig überraschend von dem lange nicht ernstgenommenen „arbeitslosen Maler vom Männerheim in der Meldemannstraße“ an die Wand gespielt wurden, um danach in der völligen Bedeutungslosigkeit zu versinken. Daß man sich heute noch ihrer erinnert, verdanken sie allein dem machtpolitischen Scheitern des ersten nationalsozialistischen Volksstaates auf deutschem Boden.

    Es macht in meinen Augen wenig Sinn heute zur Lösung aktueller Probleme auf die Rezepte von vorgestern zurückzugreifen. Die zitierten Jünger, Moeller van den Bruck, Ernst von Salomon oder Oswald Spengler verdienen unsere Aufmerksamkeit als historische Persönlichkeiten, über deren Denken und Wirken wir informiert sein sollten, ihre für eine weit zurückliegende Zeit entworfenen politischen Konzepte können aber nur sehr bedingt als Handlungsanleitungen für die Gegenwart oder gar für die Zukunft dienen.

    Den Nationalisten unserer Tage -gleichgültig ob sie nationale Sozialisten, Nationalsozialisten, Nationalrevolutionäre oder gar nationale Demokraten sind- ist allesamt noch keine überzeugende Antwort auf die Schicksalsfragen der Nation gelungen. Das macht -neben staatlicher Repression- ihr bisheriges Scheitern aus.

    Inwieweit uns hier Ernst Jünger weiterhelfen kann, bleibt abzuwarten, jedenfalls ist eine Fixierung auf historische Vorbilder zumindest bedenklich, vor allem dann, wenn dadurch der Blick auf Probleme verstellt wird, die diese Vorbilder nicht kannten, weil es sie zu deren Lebzeiten noch gar nicht gab.

    Beste Grüße an alle Leser

    Thomas Brehl

  3. Lex Luger Juni 7, 2010 um 6:32 pm

    @ Sympathisant

    Kannst Du gern tun – wir glauben zwar, daß das nicht sehr große Früchte tragen wird, aber einen Versuch ist es immerhin wert.

  4. sozrev Juni 7, 2010 um 7:10 pm

    Thomas Brehl:

    Es ist nun schon so das politische Begriffe (Nationalsozialist, Nationalliberal, Nationalkonservativ und Nationalrevolutionär) schon aus ganz bestimmten weltanschaulichen Gründen verwendet werden. Wenn sich jemand als Nationalliberaler bezeichnet, so wird man erwarten das dieser auch weltanschaulich ein solcher ist. Nun ist es natürlich so das eine Umdeutung der Begriffe stets auf der politischen Agenda steht – aus welchen Gründen auch immer. Es ist aber schon darauf hinzuweisen das Nationalrevolutionär auch in der Fachliteratur ein relativ bestimmter Begriff ist, ebenso wie Nationalsozialist. Ich bin auch Nationalist und Sozialist, bezeichne mich aber nicht als „Nationalsozialist“.

    Aber ja! Nationalrevolutionär sollte sich nicht in erster Linie auf die Vergangenheit beziehen. Also nicht nur auf historische Rückschau! Nicht nur auf Personen wie Niekisch, Paetel, Scheringer, Jünger, usw. Es geht doch vor allem um die Frage wer heute eine sozialrevolutionäre Wirtschafts- und Sozialordnung in einem souveränen deutschen Nationalstaat anstrebt. Dabei geht es in der Hauptsache ja gar nicht um historische Personen, Vorlieben, um ehemalige Parteien und Gruppen sondern, um die Ausgestaltung eines revolutionären Nationalismus der Sozialismus im Nationalstaat der Deutschen anstrebt. Bei dir hat mir bislang die sozialistische Komponente gefehlt. Zumindest sind mir keine wirklich sozialistischen oder sozialrevolutionären Forderungen von Thomas Brehl bekannt. Die Frage ist doch ob Thomas Brehl bereit ist die Macht der Banken und Konzerne durch entsprechende Eingriffe am Privateigentum zu brechen. Ist Thomas Brehl bereit die Verstaatlichung von Banken und Kreditinstituten einzufordern? Ob Thomas Brehl den Klassenkampf aufnehmen will?

  5. Sache des Volkes Juni 7, 2010 um 8:10 pm

    Was „Nationalrevolutionär“ ist, darüber gibt es im NW zumindest zwei Definitionen:

    1. Dem Wortsinne nach geht es um eine nationale Revolution.

    2. Ideengeschichtlich ist damit ein Spektrum von Zeitschriften, Autoren und Gruppen gemeint, die in der Weimarer Republik nationalistische und echte sozialistische Inhalten verbunden hatten. Oswald Spengler und Moeller van den Bruck gehörten nicht dazu (zur Konservativen Revolution schon, zur Untergruppe der Jungkonservativen).

    Adolf Hitler war in einem sehr allgemeinen Sinne „Nationalrevolutionär“, aber ein Feind der sozialen Revolution, eines echten Sozialismus. Hitler war ein großer Freund der Privatbanken, der Börse, Aktiengesellschaften – all dies staatlich reglemtiert. Hitler wurde im Einvernehmen des Großkapitals, des Großgrundbesitzes und der Reichswehrführung – also der bürgerlichen und adeligen Oberschicht – von Hindenburg die politische Macht übertragen (keine „Machtergreifung“. Nur in der Propaganda!). Zunächst in Übereinstimmung mit den Herrschenden machte er eine „Revolution von oben“, die er nach dem „Röhmputsch“ und dem Tod Hindenburgs in eine Diktatur ausbaute.
    Eine soziale Revolution, wie von der Gruppe 2 befürwortet, lehnte Hitler entschieden ab, siehe sein Gespräch mit Otto Strasser im Jahr 1930. Hitler war Anhänger der bürgerlichen Ordnung, wollte diese nur nationalfaschistisch zuspitzen. Mussolini war sein Vorbild.

    Diejenigen, die heute eine nationale Revolution wollen, aber ohne soziale Revolution, sollen mal erklären, wie das funktionieren soll? Warum sollte das deutschen Großkapital an einem neuen Nationalfaschismus gelegen sein? An einem neuen nationalen Führer? Wollen diese Herrschaften die Globalisierung zurückdrehen?

    Sollte demnächst Axel Reitz einen Vortrag vor dem Düsseldorfer Industrieklub halten dürfen, könnte er doch Recht behalten. Ich glaubs aber nicht.

  6. Thomas Brehl Juni 7, 2010 um 8:29 pm

    @ sozrev

    Natürlich gibt es auch bei mir eine Traditionslinie, ich wurde nicht als nationaler Sozialist geboren aber da mein Großonkel, der vormalige Gauleiter und Reichsstatthalter Rudolf Jordan, erheblich zu meiner Politisierung beigetragen und mir ein von meinem Schulwissen völlig abweichendes Geschichtsbild vermittelt hat, sah ich meine frühen Überzeugungen am ehesten bei Gregor Strasser und Ernst Röhm, also dem sog. „linken Flügel“ der NSDAP verwirklicht.

    Natürlich kann ich weder erwarten noch voraussetzen, daß man all meine Artikel, Broschüren, Gedichte oder politische Stellungnahmen kennt, deshalb sei jeder hier versichert, daß die sozialistische Komponente einen großen Stellenwert in meinem politischen Denken und Wollen hat und jede Maßnahme meine Zustimmung findet, die die internationalen Kapitalsverbrecher entmachtet und in ihre Schranken verweist.

    Auch jedes Privateigentum muß dem Volke dienen und jede Dienstbarmachung der Kapitalsströme für volksfeindliche, internationalistische Zwecke muß unterbunden werden. Eine völlige Neuordnung der Finanzmärkte ist unabdingbar und Enteignungen zur Verhinderung weiterer Ausplünderungen nicht nur des eigenen Volkes scheinen mir dabei noch eine der moderateren Lösungen zu sein.

    Oder wie ich es mal etwas sarkastisch vermerkte:
    „Bei der Rettung Deutschlands kann es möglicherweise zu einigen Ordnungswidrigkeiten kommen!“

    Was ich bin, bin ich ganz und gar und ohne wenn und aber. Und als nationaler Sozialist weiß ich, daß mit der internationalen Raubfinanz kein Arrangement möglich ist. „Die oder wir!“ lautet schon jetzt die Frage, die allerdings erst einige Mutige zu stellen wagen. Ihr aus dem Wege gehen wird allerdings langfristig keinem gelingen…

    Erneut beste Grüße

    Thomas Brehl

  7. Axel W. Reitz Juni 7, 2010 um 11:10 pm

    Es ist doch stets auf´s Neue amüsant miterleben zu dürfen, wie bestimmte Gruppen und/oder Ideenträger, die sich zum Teil als „Gralshüter“ einer allein selig machenden Deutungshoheit von Begriffen verstehen, gegen jene polemisieren, die nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen aber – oh Schreck oh Graus – dennoch Bezeichnungen für sich verwenden, auf die man selbst gerne ein Copyright hätte.

    Während der Autor „Sozrev“ in seinem Beitrag noch relativ dezent und mehr zwischen den Zeilen zu verstehen gibt, daß er Leuten wie Thomas Wulff, Thomas Brehl und mir den Gebrauch des Begriffes „Sozialrevolutionär“ nicht so recht zugestehen mag, fährt „Sache des Volkes“ andere Geschütze auf, indem am Ende einer historisch doch sehr einseitigen Analyse der ebenso polemisch wie verleumderische Satz folgt „Sollte demnächst Axel Reitz einen Vortrag vor dem Düsseldorfer Industrieklub halten dürfen, könnte er doch Recht behalten“.

    Dieser Satz wirkt – und soll es wohl auch – auf den unbedarften Leser so, als würde ich den geäußerten Ansichten von „Sache des Volkes“ über die Notwendigkeit einer sozialen Revolution etc. ablehnend gegenüberstehen und statt dessen das genaue Gegenteil vertreten. Dabei ist Herrn Schwab, den ich hinter dem Pseudonym „Sache des Volkes“ vermute, sehr wohl bekannt, daß ich mit vielen Gedankengänge der sich selbst als „authentisch“ nationalrevolutionär verortenden Kreise durchaus konform gehe und zu keiner Zeit nationalliberale oder gar konservativ-reaktionäre Standpunkte eingenommen habe.

    Erst kürzlich habe ich in einem Interview zum Thema „Nationaler Sozialismus“ ausgeführt, daß u.a. die Umsetzung von Forderngen wie

    • Verstaatlichung aller Banken, Versicherungen und sonstiger geldwirtschaftlicher Unternehmen
    • Gewinnbeteiligung an Großbetrieben
    • Umfassende wirtschaftliche Neugestaltung
    • Wahl eines Ständeparlamentes

    von mir für notwendig erachtet werden, um die Zustände in Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik einer positiven Neuordnung unterziehen zu können.

    Wer darin ein Kuschen vor oder ein Anbiedern an die Hochfinanz erblicken kann, der wird auch aus der Forderung die völkische Identität zu bewahren einen Aufruf zur Etablierung eines nordischen Blutadels unter Niederhaltung aller anderen Volksgruppen in unserem Volk erblicken können. Man versteht halt immer nur das, was man verstehen will, damit das eigene doktrinäre Weltbild nicht erschüttert wird und alles so bleibt, wie man es sich vermeintlich stimmig zurecht gelegt hat.

    Nun, weder historische Entwicklungen noch politische Zusammenhänge sind aber derart vereinfacht auf einen Nenner zu bringen, wie es immer mal wieder versucht wird, wenn eine scharfe Trennungslinie zwischen Begriffen und deren Definitionen gezogen werden soll.

    Wenn „Sozrev“ in seinem Beitrag beispielsweise ausführt

    „Niekisch und sein „preußischer Sozialismus“ forderten eine Todesfeindschaft des deutschen Nationalismus zum Schandvertrag von Versailles und dem Weimarer System, sowie eine Ostorientierung der deutschen Außenpolitik, also vor allem ein Bündnis mit der Sowjetunion. Damit standen die „Nationalbolschewisten“ vor allem in Gegnerschaft zu der NSDAP und der bürgerlichen deutschnationalen und nationalliberalen Rechten.“
    lässt er dabei völlig außer Acht, daß auch in der NSDAP ein nicht unerheblicher Teil der Anhänger für eben diese Forderungen eintrat. Die Artikel von Dr.Goebbels, Gregor und Otto Strasser aber auch anderen namhaften Parteigenosse, die sich im schroffen Gegensatz zu Alfred Rosenberg und der sog. „Müncher Richtung“ befanden, beispielsweise in den „Nationalsozialistischen Briefen“ legen davon Zeugnis ab.

    Auch bei der Deutung der „Sozialismus-Tauglichkeit“ Adolf Hitlers gibt es durchaus unterschiedliche Standpunkte. Rainer Zittelmann etwa kommt in seiner umfassenden Ausarbeitung „Hitler: Selbstverständnis eines Revolutionärs“ zu dem Schluß, daß Hitler sehr wohl als national- und auch sozialrevolutionär verstanden werden muß, was freilich je nach ideologischem Standpunkt kontrovers diskutiert werden mag.

    Stellen wir uns aber heute die Frage „Was ist eigentlich Nationalrevolutionär?“ muß man sich zuerst einmal darüber klar werden, ob man die Antwort darauf primär an historisch-traditionalistischen oder politisch-weltanschaulichen Eckpunkten festmacht. Wobei eine politische Gruppe natürlich ein auf der Historie fußendes Selbstverständnis braucht, wenn sie für sich explizit und bewußt in eine geschichtliche Tradition zu stellen versucht. Allerdings sollte dieser Rückgriff auf das Gewesene nicht soweit gedeihen, daß man sich selbst jeder Handlungsfähigkeit und Interpretationsmöglichkeit beraubt und zu einer dogmatisch veranlagten Sekte verkommt, die alles was heute ist nach Maßstäben von gestern beurteilt.

    Nationalrevolutionär ist heute m.E. jeder, der Deutschland von allen fremden Einflüssen befreien und als Nation stark und unabhängig machen will, Sozialrevolutionär jedermann, der für eine umfassende wirtschaftliche Neugestaltung zum Wohle des Volkes unter konsequenter Ablehnung der kapitalistischen Gesellschaftsform und Ausbeutung eintritt, ganz gleich ob er sich dabei ideengeschichtlich auf Jünger oder Strasser, NS oder Nationalbolschewismus beruft.

    Mit dem besten Gruß,

    – Axel Reitz –

  8. Axel W. Reitz Juni 8, 2010 um 1:36 am

    Es muß in Zeile 14 natürlich National- und nicht Sozialrevolutinär heissen.

    Mea culpa!

    – A. R. –

  9. sozrev Juni 8, 2010 um 3:57 am

    Thomas Brehl:

    Dann scheinst du aber eine dezidiert andere Meinung zu vertreten als noch zu Zeiten des KDS oder in deinen Altermedia-Beiträgen. Was nun aber als höchst positiv zu bewerten sei! Jedenfalls glaube ich dies aus deinem Beitrag ablesen zu können.

    Sache des Volkes:

    Nationalrevolutionär ist ein wohlklingendes Wort und wird deswegen von einigen Personen zweckentfremdet. Das gilt auch für den Begriff eines sozialrevolutionären Nationalismus! Dieser Begriff wird ja neuerdings von Holger Apfel und der sächsischen NPD gebraucht. Also ein Patent auf Begrifflichkeiten gibt es natürlich nicht, allerdings sollte schon ersichtlich sein das Begriffe auch halbwegs richtig eingeordnet werden. Wenn Holger Apfel nun von der NPD als „sozialrevolutionäre Schutzmacht des kleinen Mannes“ spricht, so meint er eher einen mit Jürgen Elsässer vereinbaren sozial-marktwirtschaftlichen und nationalen Kapitalismus.

  10. Thomas Brehl Juni 8, 2010 um 8:07 pm

    Da es hier ja in erster Linie um Ernst Jünger geht, erlaube ich mir noch ein Zitat anzufügen, welches meine Wand ziert, ebenso wie ein Bild Jüngers mit persönlicher Widmung:

    „Die echte Revolution hat noch gar nicht stattgefunden, sie marschiert unaufhaltsam heran. Sie ist keine Reaktion, sondern eine wirkliche Revolution mit all ihren Kennzeichen und Äußerungen, ihre Idee ist die völkische, zu bisher nicht gekannter Schärfe geschliffen, ihr Banner das Hakenkreuz, ihre Ausdrucksform die Konzentration des Willens in einem einzigen Punkt: die Diktatur! Sie wird ersetzen das Wort durch die Tat, die Tinte durch das Blut, die Phrase durch das Opfer, die Feder durch das Schwert.“

    Der Philosoph und Schriftsteller Ernst Jünger im „Völkischen Beobachter“ vom 23. September 1923

    Erneut beste Kampfesgrüße

    Thomas Brehl

  11. Kloppsmöhre. Juni 8, 2010 um 9:13 pm

    Herr Reiz aber as uns der Führer vom Himmel gesand wurde glauben sie nach wie vor oder?

  12. Axel W. Reitz Juni 8, 2010 um 10:31 pm

    @Kloppsmöhre

    Wieder jemand, der unkommentiert und ohne zu hinterfragen Behauptungen aus der Systempresse übernimmt?

    Tz, tz, tz, dabei habe ich im Jahre 1998 (!) doch lediglich Dr. Ley zitiert, als ich die von Dir hier angedeutete Äußerung tätigte.

    Als Atheist habe ich es überdies persönlich nicht so mit pseudo-religiöser Rhetorik, weshalb ich Deine Frage einfach mal als damit beantwortet betrachte.

    – Axel Reitz –

  13. Lex Luger Juni 8, 2010 um 11:24 pm

    Kurze Zwischenmeldung:
    Persönliche Streitgespräche und Diskussionen können hier nach Belieben geführt werden, insofern man sich insbesondere im rechtlichen, aber auch in einem gewissen sittlichen Rahmen bewegt.
    arbeitertum

  14. Kloppsmöhre. Juni 9, 2010 um 7:43 am

    Herr Reitz

    Entweder man tätigt eine Aussage oder man tätigt sie nicht. Wenn das ganze dann noch auf Band gefilmt wird, ist es doch recht schwer sich da raus zu reden und wie ein schnödes Zitat zur wissenschaftlichen Darstellung des Reichstrunkenboldes sah das eher nicht aus, sondern doch schon viel mehr wie das leidenschaftliche Rezitieren eines Gläubigen.

    Machen sich die Kampfgefährten eins Axel Reitz eigentlich manchmal Sorgen, das seine Affinität bzw Gutheißung von politischem Mord auch mal ie treffen könnte?

  15. sozrev Juni 9, 2010 um 4:35 pm

    Axel Reitz:

    Sich auf Zitelmann bei der Frage zu berufen ob Hitler „sozialrevolutionär“ gewesen sei, halte ich persönlich für eher zweifelhaft. Für den Nationalliberalen und das FDP-Mitglied Zitelmann erscheint natürlich Hitler als „sozialrevolutionär“, ebenso wie solche Personenkreis ausgerechnet Angela Merkel vorwerfen, sie sei darauf aus „uns“ in eine neue DDR zu führen. Die Nationalliberale Definition von sozialrevolutionären Wirtschaftsmodellen halte ich nun kaum für geeignet um diese zum Maßstab einer eigenen Definition zu machen.

    Es sei darauf aufmerksam gemacht das du unter anderem selbst das Vorgehen gegen Ernst Röhm gutgeheißen hattest. Von daher kann ich nicht davon ausgehen das du für einen wie auch immer gearteten sozialrevolutionären Ansatz stehst. Historisch gesehen stehst du nicht einmal auf dem Standpunkt der NS-Linken. Es sei denn du hättest deinen Standpunkt hierzu komplett verändert.

    Aber richtig! Die Ostorientierung gab es auch bei der NS-Linken, was aber bei der Parteiführung in München auf breite Ablehnung stieß.

  16. Axel W. Reitz Juni 9, 2010 um 11:14 pm

    @sozrev

    Nun, mir ist der politische Hintergrund des national-libertär gepolten Herrn Zitelmann natürlich nicht verborgen geblieben, schon alleine deshalb nicht, weil er in seiner Ausarbeitung gleich zu Anfang deutlich darauf verweist.

    Allerdings ist sein Buch eine wissenschaftliche Studie und keine ideologisch motivierte Betrachtung, weshalb die zitelmann´schen Thesen nicht so einfach mit Verweis auf seine politischen Überzeugungen vom Tisch gewischt werden können.

    Andernfalls könnte man den Ball auch ganz einfach zurück spielen und jeden, der sich selbst als Sozialrevolutionär verortet und Hitler als Reaktionär bezeichnet, als „zweifelhat“ ob seines gedanklichen Hintergrundes abklassifizieren, ohne sich überhaupt die Mühe machen zu müssen, sich mit den Studien der Betreffenden unvoreingenommen auseinander zu setzen.

    Dass ich selbst aber das Vorgehen gegen Ernst Röhm gutgeheissen hätte, ist eine Unterstellung, die Du schwerlich wirst belegen können. Im Gegenteil habe ich stets und zu jeder Zeit den 30.Juni 1934 nicht als einen sondern als DEN entscheidenden Geburtsfehler des 3. Reiches bezeichnet.

    Vermutlich hast Du meine Ausführungen zum Röhm-Putsch (der in Wahrheit ein Putsch gegen Ernst Röhm und den revolutionären Flügel der NS-Bewegung gewesen ist) in der Reportage „Nebenan der braune Sumpf“ aus dem Jahre 2005 fehlinterpretiert. Darin habe ich sinngemäß geäußert, daß, wenn ein Putschist einen Staatsstreich vorbereitet, es für ein Staatsoberhaupt notwendig ist, diesen Störfaktor zu beseitigen.

    Damit habe ich die Beweggründe für die Handlung Hitlers – der m.E. einer massiven Täuschung unterlag und im Glauben handelte die SA bereite einen unmittelbar bevorstehenden Putsch vor – gedeutet und meine Haltung dazu erklärt, nicht aber die Tat als solche gutgeheissen.

    Aber unabhängig davon wie ich zum Mord an Ernst Röhm und den geschichtlichen Entwicklungen insgesamt stehe, ist Deine Aussage

    „Von daher kann ich nicht davon ausgehen das du für einen wie auch immer gearteten sozialrevolutionären Ansatz stehst. “

    geradezu ein Beleg für die Richtigkeit meiner Aussage:

    „Allerdings sollte dieser Rückgriff auf das Gewesene nicht soweit gedeihen, daß man sich selbst jeder Handlungsfähigkeit und Interpretationsmöglichkeit beraubt und zu einer dogmatisch veranlagten Sekte verkommt, die alles was heute ist nach Maßstäben von gestern beurteilt.“

    Denn ganz gleich wie ich historisch komplexe Vorgänge auch beurteilen mag, es fehlt völlig eine Beschäftigung mit den von mir vorgebrachten Gedankengängen, die in keinem Kontext zur Deutung geschichtlicher Vorgänge stehen.

    Hier wird ein rein historisch-dogmatischer Maßstab angelegt, der eine sozialrevolutionäre Positionsbestimmung alleine davon abhängig macht, wie man Geschehnisse der Vergangenheit interpretiert.

    Welchen Standpunkt ich historisch gesehen einnehme, vermagst Du ebenfalls wohl nur schwerlich zu beurteilen, wenn Du schon der irrigen Auffassung huldigst, ich würde den 30.Juni 1934 für gut und richtig befinden.

    Darüber hinaus wäre es auch weitaus wichtiger sich damit auseinanderzusetzen, welche Standpunkte ich im hier und jetzt einnehme, als darüber zu sinnieren, in welche historische Schublade ich denn gesteckt werden könnte.

    – Axel Reitz –

  17. Axel W. Reitz Juni 9, 2010 um 11:18 pm

    @Kloppsmöhre

    Ich habe auf Deine Frage geantwortet und zum besseren Verständnis der Leserschaft die damalige Situation dargestellt.

    Rausreden (woraus denn eigentlich?) sieht anders aus.

    – Axel Reitz –

  18. sozrev Juni 10, 2010 um 4:00 am

    Axel Reitz:

    Das sollte heißen „Von daher kann ich nicht davon ausgehen das du für keinen wie auch immer gearteten sozialrevolutionären Ansatz stehst.

    Deine Aussage zum Mord an Röhm gibt es hier.
    Ungefähr bei 7:00.

  19. Axel W. Reitz Juni 10, 2010 um 4:16 am

    @Sozrev

    Ich kenne meine Aussage zum Mord an Ernst Röhm und wenn Du richtig zuhören würdest, würdest Du bemerken, daß ich zu keinem Zeitpunkt den Mord als solchen begrüßt oder gutgeheissen habe, sondern lediglich – wie von mir in meinem vorherigen Beitrag an Dich ausgeführt – erläutert habe, daß ich es für völlig legitim erachte, wenn ein Hoch- und Landesverräter für geplante Putschabsichten, die der Nation zum Nachteil gereichen, als Störfaktor beseitigt wird. Ich habe NICHT gesagt, daß ich Ernst Röhm als einen solchen Hoch/Landesverräter/Putschisten/Störfaktor betrachte.

    In dem Videobeitrag wird ja vor meiner Ausführung zum Thema sogar explizit darauf hingewiesen, daß ich Ernst Röhm verehre. Was ja dann doch ziemlich schizophren wäre, wenn ich den 30.Juni 1934 und seine Ermordung für gut befinden würde.

    Schade übrigens, daß Du abermals eine – auch noch völlig falsch von Dir interpretierte – Betrachtung historischer Vorgänge ausschlagebend für Deine Beurteilung weltanschaulicher Standpunkte machst.

    – Axel Reitz –

  20. sozrev Juni 10, 2010 um 2:16 pm

    Axel Reitz:

    Du wirst zugeben müssen das dieser Eindruck wohl zwangsläufig bei den meisten Zusehern entstehen wird. Im Bericht wird jedenfalls der Eindruck vermittelt das sich das Gesagte auf Ernst Röhm bezog. Einmal ganz davon abgesehen sehe ich den politischen Soldaten Röhm nicht als „Sozialisten“ an. Röhm muss sich wie andere vorwerfen lassen zu lange der „Heilsgestalt“ Adolf Hitler vertraut zu haben.

    Also zu Zitelmann und seinen Thesen zum „Sozialrevolutionär“ Hitler würde ich stark widersprechen wollen. Zitelmann hat aber sehr wohl damit recht das Hitler auf „Modernisierung“ und technologischen „Fortschritt“ setzte. Hitlers Sozial- und Wirtschaftspolitik war aber darauf aus gewesen auf Vollbeschäftigung unter den Vorzeichen von Lohn- und Gehaltskürzungen zu setzen. „Sozialismus“ wird dem Nationalsozialismus zumeist nur von überzeugten Antisozialisten zugestanden, die den Regierungs-Nationalsozialismus benutzen um so ihren Antibolschewismus zu begründen. Das es in der NSDAP auch einen marginalisierten sozialistischen und sozialrevolutionären Flügel gab ist klar. Allerdings musste dieser bei und schon vor der Machtübernahme ausgeschaltet werden. Wer sich auf die Politik des Regierungs-NS beruft ist für mich logischerweise kein „Sozialist“.

    Wenn wir darüber reden was Heute die Punkte eines sozialrevolutionären Nationalismus wären so wären bezogen auf die Sozial- und Wirtschaftspolitik zu nennen:

    – Verstaatlichung aller Banken und Kreditinstitute
    – Verstaatlichung aller Großunternehmen und Monopole
    – Betriebe in Arbeiterhand
    – Enteignung der Milliardäre und Mehrfachmillionäre
    – Verfügungsgewalt des Volkes über die Produktionsmittel
    – Gerechte Verteilung des erwirtschafteten Mehrwertes
    – Bejahung des Klassenkampfes

  21. Sache des Volkes Juni 10, 2010 um 3:39 pm

    @-SozRev

    Nun kann man die Meßlatte sehr hoch legen, was Nationalrevolutionär ist.
    Würde Reitz das ernst meinen, was er in einem Interview gesagt haben soll, Verstaatlichung aller Banken, Gewinnbeteiligung bei Großbetrieben, so wäre er sehr wohl in dem Spektrum, wie es von Karl O. Paetel bezüglich der 1930er Jahre als NR beschrieb. Vergleichbar mit Kurt von Schleicher, Tat-Kreis, Röhm, Gregor Strasser.
    Der Schlag, der 1934 gegen Röhm-Strasser-Schleicher erfolgte, richtete sich gegen Verstaatlichungspläne (Schwerindustrie, Banken usw.) aus diesem Spektrum. Hiergegen sind Göring und Himmler als verlängerte Arme der Hochfinanz und Schwerindustrie vorgegangen. Siehe: Kurt Gossweiler: Die Röhm-Affäre.
    Was Reitz betrifft, so sehe ich in diesem einen unsicher wirkenden „Politiker“, der nach Aufmerksamkeit und Anerkennung sucht, sie kaum findet. Weil er unsicher ist, wechselt er Woche für Woche seine Meinung. Auf Altermedia bezeichnet er kleinbürgerliche Sozialisten als „Krypto-Marxisten“, weil er dort zurecht viele Hitleristen vermutet, auf Arbeitertum, wo er viele Nationalrevolutionäre vermutet, gibt er sich als Privatbankenverstaatlicher aus. Am Ende nimmt ihn keiner ernst.

  22. sozrev Juni 10, 2010 um 4:59 pm

    SdV:

    „Nun kann man die Meßlatte sehr hoch legen, was Nationalrevolutionär ist.“

    Ich bin schon mit wenig zufrieden. Also wenn Brehl und Reitz das auch umsetzen was sie hier verkünden, dann können doch alle mehr als zufrieden sein. Der Aktivist Axel Reitz hätte doch bei seinen zahlreichen Auftritten als Demo-Redner alle Möglichkeiten entsprechende antikapitalistische Positionen auch offensiv zu vertreten. Es wird ihn ja niemand daran hindern zur Bankenverstaatlichung, Griechenland und Euro-Krise, Finanzmarktkrise und ähnlichen Themen zu sprechen.

    Aber Reitz hat sich wirklich dementsprechend geäußert. Siehe:
    http://axelreitz.wordpress.com/2010/05/24/axel-reitz-im-gesprach-mit-arialds-blog/

  23. Sache des Volkes Juni 10, 2010 um 7:17 pm

    @SozRev

    Viel wirres Zeug. Also das Interview auf der Seite enthält NR-Positionen, im Video bedient Reitz weiter die Legende vom „Röhm-Putsch“. Gegen wen sollte „geputscht“ werden? Doch nicht gegen Hitler, allenfalls gegen die Reichswehrführung. Sind das die Kreise, in deren Tradition Reitz steht?
    Also ein Putsch gegen Hitler fand nur nachträglich in der Propaganda statt – vor allem von Goebbels, der dann den Schwulen Röhm herausstellte, dessen Homosexualität schon lange bekannt gewesen war.
    Auch von Gregor Strasser war kein Putsch gegen Hitler geplant, Hitler sprach noch Anfang Juni 1934 mit Gregor Strasser über dessen Eintritt in die Regierung Hitler.
    Also gegen wen wurde geputscht? Der Schlag gegen Röhm-Strasser-Schleicher ging von Göring und Himmler aus. Die Hintermänner waren aus der Hochfinanz (Schacht) und Schwerindustrie (Thyssen usw.).
    Hitler lavierte bis zum Schluß zwischen allen Fronten, bekam dann von der Reichswehrführung die Pistole auf die Brust gesetzt. Entwaffnungen der SA mit oder ohne Hitler! So stimmte Hitler, dessen eigene Entmachtung drohte, schweren Herzens der Ermordung Röhms und der anderen SA-Führer zu, die Ermordung von Gregor Strasser und Kurt von Schleicher ging auf die Kappe von Göring und Himmler, das erfuhr Hitler erst danach.
    Parallel wurden noch Rechtsabweichler beseitigt. Von Papens Redenschreiber Edgar Julius Jung, weil diese Leute zurück in die Monarchie wollten (Hitler wollte aber das Amt des Reichspräsidenten/Staatsoberhaupt mit Vereidigung der Wehrmacht für sich).
    Reitz vertritt einen NS, den es nur in seiner Phantasie gibt: Hitler, Göring, Himmler, Röhm, Strasser – alle harmonisch vereint!

  24. Axel W. Reitz Juni 11, 2010 um 1:34 am

    @Sache des Volkes

    Junge, Junge, Du vollbringst es wirklich in so wenig Text soviele Unwahrheiten und Verleumdungen unterzubringen, daß Du problemlos den Chefredakteur der Bild mimen könntest…

    Aber mal der Reihe nach:

    „Was Reitz betrifft, so sehe ich in diesem einen unsicher wirkenden „Politiker“, der nach Aufmerksamkeit und Anerkennung sucht, sie kaum findet.“

    Das ist ein gerne bemühter Anwurf, der all jenen entgegen schlägt, die aus dem Schatten der Anonymität heraustreten und es sich auch leisten unpopuläre Ansichten zu vertreten.

    Wenn es mir um Aufmerksamkeit gehen würde, hätte ich in diesem Jahr nicht schon drei Anfragen der Journaille abgelehnt, Porträts und Interviews mit mir zu machen. Würde es mir darum gehen mich selbst in den Vordergrund zu stellen, beispielsweise um Anerkennung zu erhalten, würden nicht 2/3 der Texte, die ich verfasse/mitverfasse, seit Jahren ohne jeden Bezug zu meiner Person publiziert werden. Also bitte, verwechsel nicht Publizität, über die ich mich nun wahrlich nicht beklagen kann, mit Selbstdarstellertum und Profilneurotik.

    „Weil er unsicher ist, wechselt er Woche für Woche seine Meinung.“

    Tatsächlich? Gibt es dafür auch konkrete Beispiele? Führ die doch mal an, Behauptungen aufstellen kann ja schließlich jeder.

    „Auf Altermedia bezeichnet er kleinbürgerliche Sozialisten als „Krypto-Marxisten“, weil er dort zurecht viele Hitleristen vermutet,“

    Falsch. Ich habe Jürgen Schwab in einer Rezension einer Zeitschrift, in dem sich einer der Artikel mit seiner Person beschäftigt, als solchen bezeichnet. Diese Rezension wurde von Altermedia übernommen, nicht von mir für Altermedia geschrieben. Ein Unterschied, der für sich genommen nicht viel bedeuten mag, allerdings klar ersichtlich macht wie hier versuchst wird Nebelkerzen zu werfen, um frecheVerleumdungen möglichst glaubhaft erscheinen zu lassen.

    „auf Arbeitertum, wo er viele Nationalrevolutionäre vermutet, gibt er sich als Privatbankenverstaatlicher aus“

    Ich habe auch auf Arbeitertum keine speziell auf die Leserschaft zugeschnittenen Aussagen getätigt, sondern in einer Replik auf Deine Verleumdungen auf Aussagen von mir in einem Interview verwiesen, das ich Wochen zuvor einem eher konservativ ausgerichteten Blog gegeben habe. Einem, dessen Stammleserschaft sich eher als völkisch und nationalliberal versteht.

    Würdes Deine Verleumdung zutreffen, hätte ich doch gerade auf einem solchen Blog jede national- und sozialrevolutionäre Bezugnahme verweigern und mich als libertären Deutschnationalen gerieren müssen.

    „Am Ende nimmt ihn keiner ernst.“

    Das liegt glücklicherweise im Auge des Betrachters und nicht in der Hand von Personen, die bewußt Falschbehauptungen aufstellen und somit im Stile der Dirnenjournaille agieren.

    „(…)im Video bedient Reitz weiter die Legende vom „Röhm-Putsch““

    Auch die andauernde Wiederholung von Lügen macht diese nicht wahrer. Ich habe hier deutlich ausgeführt, daß ich eben NICHT die Legende eines geplanten Putsches von Röhm und Co. Weiterverbreitet habe und auch keinesfalls an eine solche glaube oder je glaubte, sondern lediglich meine Annahme dargelegt habe, wie Adolf Hitler m.E. die Situation damals beurteilte und wie meiner Ansicht nach mit Hoch/Landesverrätern umgegangen werden sollte, wenn das Schicksal der Nation auf dem Spiel steht.

    „Reitz vertritt einen NS, den es nur in seiner Phantasie gibt: Hitler, Göring, Himmler, Röhm, Strasser – alle harmonisch vereint!“

    Entspringt diese Behauptung einem Wunschtraum von Dir oder ist das abermals eine bewußte Falschdarstellung, die mich in den Augen unbedarfter Leser diskreditieren soll?

    Ich habe mich noch nie in positiver Art und Weise über den Schädelvermesser Himmler oder den Kapitalisten Göring geäußert, ganz im Gegenteil. Auch habe ich stets betont, daß der historische NS sich aus verschiedenen Strömungen manifestierte und nicht die Ansichten oder Handlungen einer einzelnen Strömung und deren Vertreter als repräsentativ und verbindlich für die gesamte Idee begriffen werden sollte.

    Wer Zeit, Lust und Laune hat und nicht so recht weiß, ob er nun „Sache des Volkes“ oder mir glauben mag, kann sich ja mal den Hack des damaligen Forums des „Freien Widerstandes“ besorgen. Dort habe ich in den Jahren 2004/2005 sehr viel geschrieben und mich auch umfassend zum Thema Sozialismus, Verstaatlichung, Che Guevera, Ernst Röhm, Gregor Strasser und dem Begriff der Revolution geäußert.

    Wohlgemerkt, das ist nun 5, 6 Jahre her und meine damaligen Grundüberzeugungen sind noch immer die gleichen, auch wenn einige meinen ich würde meine Ansichten wöchentlich ändern. Wie gesagt, wer sich die Mühe machen möchte, kann gerne entsprechende Vergleiche anstellen.

    Was nun die Darstellung der Vorgänge des 30.Juni 1934 anbetrifft, hat „Sache des Volkes“ vieles ausgeführt, was ich sofort unterschreiben würde, beispielsweise die Rolle von Göring und Himmer betreffend, allerdings gehe ich nach wie vor davon aus, daß Hitler tatsächlich an einen bevorstehenden Putsch der SA glaubte und nur deshalb zu seiner Aktion getrieben werden konnte.

    Sei es wie es sei, so oder so versucht „Sache des Volkes“ auch hier erneut wider besseren Wissens mir Äußerungen zuzuschreiben, die ich nicht nur nicht getätigt habe, sondern denen ich in der Vergangenheit sogar deutlich – auch unaufgefordert und aus eigenem Antrieb heraus ohne äußeren Anlaß – widersprach.

    Und der nationale Sozialismus, den ich vertrete, das möchte ich hier am Rande nur anfügen, ist als organische Idee zeitlos. Ich brauche dafür keinen Rückgriff auf die Historie oder Details der Zeitgeschichte, um ihn zu formulieren oder mich selbst politisch zu positionieren, sondern bloß gesunden Menschenverstand.

    Von daher: Nationaler Sozialismus ist das, was daraus gemacht wird und nicht das, was ewiggestrige Berufsvergangenheitsbewältiger jeglichen politischen Coleurs aus der Vergangenheit herauslesen wollen.

    – Axel Reitz –

  25. Axel W. Reitz Juni 11, 2010 um 1:46 am

    @Sozrev

    „Der Aktivist Axel Reitz hätte doch bei seinen zahlreichen Auftritten als Demo-Redner alle Möglichkeiten entsprechende antikapitalistische Positionen auch offensiv zu vertreten.“

    Oft genug geschehen, zuletzt bei einer Ansprache beim „Tag der deutschen Zukunft“ in Hildesheim.

    Wer mag, kann sich auch mal das Mobilisierungsvideo zum Arbeiterkampftag in Berlin ansehen, in dem ich zu Wort komme: http://www.youtube.com/watch?v=0ttR3MZvaHA&feature=player_embedded

    oder einen kleinen Redeausschnitt von mir in einem Wahlkampfvideo der NPD für die zurückliegende NRW-Landtagswahl (Minute 5):

    Das sind natürlich alles nur der propagandistischen Tätigkeit entnommene Schlaglichter ,die freilich keine umfassende national- und/oder sozialrevolutionäre Positionsbestimmung darstellen können oder sollen. Sie zeugen aber davon, daß es keiner Aufforderung an mich bedarf, entsprechende Positionen auch öffentlich zu vertreten.

    „Es wird ihn ja niemand daran hindern zur Bankenverstaatlichung, Griechenland und Euro-Krise, Finanzmarktkrise und ähnlichen Themen zu sprechen.“

    Natürlich nicht. Die Frage ist nur, ob man derartige Äußerungen dann überhaupt zur Kenntnis nimmt. Manch ein Aktivist – und das gilt für alle Seiten – hört und liest dann eben doch nur das, was er hören und lesen möchte.

    – Axel Reitz –

  26. Sache des Volkes Juni 11, 2010 um 11:37 am

    Reitzsche Phrasendrescherei ohne Substanz. Kann sich jeder sein Urteil drüber bilden. „Historischen“ Müll erzählen und dafür Adolf Hitler die Schuld geben. Das hat der Führer aber auch wirklich nicht verdient. Hitler wußte genau, daß der „Röhm-Putsch“ Propaganda war.

  27. Axel W. Reitz Juni 11, 2010 um 4:58 pm

    @Sache des Volkes

    Typisch Schwab, weiß mal wieder mehr als angesehene Historiker und Zeugen der Erlebnisgeneration.

    Man bemerke auch, daß außer stupiden Plattitüden keinerlei gehaltvolle Antwort auf meine inhaltliche Erwiderung abgegeben werden konnte.

    Armeselig…

    – Axel Reitz –

  28. sozrev Juni 12, 2010 um 6:01 am

    Axel Reitz:

    Die entsprechenden Redeausschnitte waren mir bekannt. Aber was hat das alles mit sozialrevolutionären oder gar sozialistischen Positionen zu tun? Was hat die Parole „Volksgemeinschaft statt Klassenkampf“ mit einem sozialrevolutionären Nationalismus zu tun und zwar gerade in einer Phase wo dieser Klassenkampf vermehrt und gesteigert gegen die Arbeiter, Angestellten, Arbeitslosen und Unterschichten geführt wird. Also ich halte Holger Apfel auch nicht für einen Sozialrevolutionär, nur weil er nun auf einer Internetseite die NPD als „sozialrevolutionär“ bezeichnete. Ich halte auch die allermeisten „nationalen Sozialisten“ keineswegs für „Sozialisten“. Also „Sozialist“ soll ich nur nennen wer das Privateigentum an den Produktionsmitteln aufheben oder beträchtlich einschränken will. Vielleicht sollte man auch einmal einen national gedachten Sozialismus von einer sozialrevolutionären Haltung deutscher Nationalisten trennen.

    Also sozialrevolutionäre Kleinbürger wie die Brüder Strasser oder Ernst Röhm sind für mich keine „Sozialisten“, sehr wohl aber sozialrevolutionäre Nationalisten. Bei diesen wäre doch in Wahrheit der kapitalistische Staat in den Grundzügen, wenn auch unter Einschränkung erhalten geblieben. Bei diesen war ja keineswegs davon die Rede den Kapitalismus als solchen aufzuheben. Bei ihnen gab es zwar sozialistische Elemente, trotzdem wäre es nicht zur Aufhebung des Kapitalismus gekommen. Es gilt aber zu bemängeln das eine solche weltanschauliche Position- anders wie du in einem Interview zum „nationalen Sozialismus“ meintest – im NW eher schwach ausgebildet ist. Es ist ja keineswegs so das sozialrevolutionäre Nationalisten den NW dominieren würden. Das mag insbesondere für den NW in NRW gelten, wobei es natürlich auch hier löbliche Ausnahmen gibt.

    Aber das ausgerechnet Axel Reitz hier davon redet das man seine politische Anschauung nicht auf die Vergangenheit beziehen soll zeichnet ihn als humorige Person aus. Also nicht das er grundsätzlich unrecht hätte, schließlich sollte man sein eigenes Hirn benutzen und nicht in erster Linie historische Schriften, aber eine solche Aussage von der betreffenden Person getätigt, wirkt sehr komisch und humoristisch. Vielleicht wird uns ja Thomas Brehl über Kostümfetischismus aufklären – wäre zumindest möglich.

    Möglicherweise besteht eine Definitionsunterschied zum Thema „soziale Revolution“. Also darunter verstehe ich keineswegs mit dem NPD-Parteiprogramm kompatibles Phrasengeschwätz – welches keine konkreten und sichtbaren antikapitalistischen Forderungen erhebt. Also bei Reitz ist es wie bei der NPD. Zwar fordert das Spitzenpersonal der NPD zu Beginn der Finanzkrise opportunistisch die Verstaatlichung von Banken ein. Das Problem ist nur, dass man von dieser Forderung nichts vor dem Ausbruch der Finanzkrise gelesen hatte und leider auch kaum mehr etwas nach der Aufstellung dieser Forderung. Stattdessen redet man von einem „freien Unternehmertum“ und einer „nationalen Marktwirtschaft“ – also einem national grundierten Kapitalismus. Es handelt sich also mehr um Lippenbekenntnisse.

    Axel Reitz selbst redet wenn es um nationale Antikapitalisten geht von „Krypto-Marxisten“. Da hilft auch die Behauptung nicht weiter er habe ja Explizit nur Jürgen Schwab gemeint. Ja sicherlich ist es das gute Recht von Reitz wenn auch immer als „Krypto-Marxisten“ zu bezeichnen und es ist auch sein gutes Recht mit den reaktionärsten Elementen im NW zusammenzuarbeiten und sich hier als „Sozialrevolutionär“ darzustellen, allerdings sollte schon auf die „Logik“ solcher Behauptungen eingegangen werden. Schließlich legte sich Axel Reitz an anderer Stelle bravourös für die größten Reaktionäre ins Zeug – für die Zinssektierer und Eurosibirier um „Volk in Bewegung“. Diesen geht es vor allem darum die deutschen Kapitalisten vor den „Bolschewisten“ zu schützen und Antikapitalismus auf den Zins bzw. die Kritik des Zinssystems zu minimieren.

    Die Behauptung von Reitz, er sei „sozialrevolutionärer“ Nationalist ist also logisch nur sehr schwer nachzuvollziehen, um nicht zu sagen unglaubwürdig. Also wären dann die einen von Reitz negativ gedacht zu Krypto-Marxisten umgedeutet werden gibt es ein dickes Lob für jene „nationale Sozialisten“ bei denen nichts am Bankensystem geändert werden würde, wo Milliardäre und Millionäre nichts zu fürchten hätten, wo der Feind vor allem auf Seiten der Arbeiter erkannt wird, schließlich steht der Klassenkampf dem Interesse des deutschen Großkapitals im Wege. Also wer sich als „Sozialist“ bezeichnet und sich auf die Seite solcher Kreise schlägt, der hat nun wirklich ein starkes Glaubwürdigkeitsproblem. Das alles passt rein logisch überhaupt nicht mit der Forderung zusammen das Banken, Versicherungen zu verstaatlichen seien.

  29. Sache des Volkes Juni 12, 2010 um 11:10 am

    Axel Reitz ist ein Clown, der derzeit bestrebt ist, einen auf seriösen bürgerlichen NPD-Politiker zu machen. Deshalb will er sich auf Kosten von „Krypto-Marxisten“ profilieren, macht sich dabei aber nur selbst lächerlich. Er ist eben ein Clown. Dabei hetzt er noch gegen Ernst Röhm, in dem er diesem einen Putsch (gegen wen?) andichtet. Da hätte schon längst Thomas Brehl gegen ihn einschreiten sollen!

  30. Axel W. Reitz Juni 13, 2010 um 5:32 am

    @Sache des Volkes

    „Dabei hetzt er noch gegen Ernst Röhm, in dem er diesem einen Putsch (gegen wen?) andichtet.“

    Die dauernde Wiederholung einer Lüge macht diese nicht wahrer.

    Aber bezeichnend zu sehen, wie Schwab noch immer zu arbeiten pflegt.

    Die BILD-Zeitung lässt grüßen.

    – Axel Reitz –

  31. Axel W. Reitz Juni 13, 2010 um 6:29 am

    „Die entsprechenden Redeausschnitte waren mir bekannt. Aber was hat das alles mit sozialrevolutionären oder gar sozialistischen Positionen zu tun?“

    Wenn Du im Sozialismus wie weiland die Marxisten lediglich am Anteil der Menschen an den Produktionsverhältnissen festmachst, dann ist es logisch, daß Du Aussagen wie die von mir getätigte weder als sozialistisch noch als sozialrevolutionär verortest.

    Für mich ist Sozialismus bereits die Lehre der Gemeinschaft. Einer Gemeinschaft, in der jeder Schaffende gleiche Berechtigung und gleiche Achtung erfährt,, in der alles und jeder ausschließlich danach beurteilt und entlohnt wird, ob er an seinen Platz entsprechend seinen Fähigkeiten Einsatz und Leistung erbringt und nicht nach der Art seiner Arbeit.

    „Was hat die Parole „Volksgemeinschaft statt Klassenkampf“ mit einem sozialrevolutionären Nationalismus zu tun und zwar gerade in einer Phase wo dieser Klassenkampf vermehrt und gesteigert gegen die Arbeiter, Angestellten, Arbeitslosen und Unterschichten geführt wird.“

    Die Volksgemeinschaft stellt die natürlich gewachsene Gemeinschaft des Volkes in das Zentrum allen Denkens und politischen Handelns. Dadurch wird das krass egozentrische Denken, welches heute im Kapitalismus und Materialismus ausufert, überwunden und die Bahn frei für eine gerechte Ordnung nach innen wie gleichsam eine souveräne Position nach außen.

    Da aber schrankenloser Individualismus, Dekadenz, Standesdünkel, Neid und Besitzgier nicht auf eine Schicht oder Klasse alleine zutrifft, wäre es falsch sozialrevolutionäre und sozialisitsche Positionen alleine auf eine einzelne derzeit unterdrückte Schicht zu focusieren. Es muß im ganzen Volk ein Wandel eintreten, nicht nur bei den derzeit ausgebeuteten Arbeitern und Angstellten. Deshalb muß sich der Gedanke der Gemeinschaft an alle Angehörigen des Volkes richten, ganz gleich ob sie zum „Prekariat“ zählen oder derzeit noch im Vorstand der FDP.

    Die Schaffung einer Volksgemeinschaft soll den Klassenkampf beenden und ihn nicht negieren oder gar eine Neuordnung der Verhältnisse verhindern.

    „Aber das ausgerechnet Axel Reitz hier davon redet das man seine politische Anschauung nicht auf die Vergangenheit beziehen soll zeichnet ihn als humorige Person aus. Also nicht das er grundsätzlich unrecht hätte, schließlich sollte man sein eigenes Hirn benutzen und nicht in erster Linie historische Schriften, aber eine solche Aussage von der betreffenden Person getätigt, wirkt sehr komisch und humoristisch. “

    Ja, ja, man hängt eben gerne liebgewonnenen Vorurteilen nach, selbst wenn diese einer objektiven Überprüfung nicht standhalten können.

    Es entbehrt dabei allerdings nicht einer gewissen Komik, daß ausgerechnet jene, die glauben mich als „Ewiggestrigen“ hinstellen zu können, in ihren Beiträgen andauern und ständig die Vergangenheit bemühen, um auf Aussagen zu antworten, die ohne jeden Bezug zur Vergangenheit getätigt wurden.

    Erinnert ein wenig an das alte „Halter den Dieb“-Verfahren…

    „Schließlich legte sich Axel Reitz an anderer Stelle bravourös für die größten Reaktionäre ins Zeug – für die Zinssektierer und Eurosibirier um „Volk in Bewegung“. Diesen geht es vor allem darum die deutschen Kapitalisten vor den „Bolschewisten“ zu schützen und Antikapitalismus auf den Zins bzw. die Kritik des Zinssystems zu minimieren.“

    Die hier gegen „Volk in Bewegung“ erhobenen Vorwürfe, sind sowohl oberflächlich als auch sinnentstellend.

    Aber so verhalten sich Sektierer jeglichen Coleurs.

    Auf der einen Seite die Schädelvermesser, die jedes Abweichen von ihrer „reinen Lehre“ als schändlichen Verrat brandmarken und auf der anderen Seite die patentierten Sozialrevolutionäre, die in ihrem doktrinären Weltbild jede abweichende Meinung als „reaktionär“ und „kapitalistisch“ geisseln.

    „gibt es ein dickes Lob für jene „nationale Sozialisten“ bei denen nichts am Bankensystem geändert werden würde, wo Milliardäre und Millionäre nichts zu fürchten hätten, wo der Feind vor allem auf Seiten der Arbeiter erkannt wird, schließlich steht der Klassenkampf dem Interesse des deutschen Großkapitals im Wege.“

    Abermals eine freche Unterstellung, in der eigene Schlüsse glatt als feststehende Tatsache verkauft werden.

    „Das alles passt rein logisch überhaupt nicht mit der Forderung zusammen das Banken, Versicherungen zu verstaatlichen seien.“

    Diese Forderungen werden von mir seit geraumer Zeit in Reden und Beiträgen erhoben, übrigens anders als bei der NPD und Vertretern wie Apfel schon vor der Bankenkrise. Ein Problem hatten die von Dir erwähnten „reaktionären“ Kreise nationaler Sozialisten damit allerdings nicht, zumindest fühlte sich niemand dazu bemüßigt mir zu widersprechen oder ins Wort zu fallen.

    Im Gegenzug habe ich auch noch nie einen Einsatz für Millionäre, Bonzen oder Großkapitalisten von diesen politischen Zusammenhängen vernommen – auch wenn die patentierten Sozialrevolutionäre eine solche Parteinahme immer wieder versuchen aus unterschiedlichen programmatischen Auffassungen heraus abzuleiten.

    – Axel Reitz –

  32. sozrev Juni 13, 2010 um 9:04 am

    Axel Reitz:

    „Wenn Du im Sozialismus wie weiland die Marxisten lediglich am Anteil der Menschen an den Produktionsverhältnissen festmachst, dann ist es logisch, daß Du Aussagen wie die von mir getätigte weder als sozialistisch noch als sozialrevolutionär verortest.“

    Also solcherlei Aussagen dienen bei vielen Nationalsozialisten („nationalen Sozialisten“) im NW für gewöhnlich dazu, um sich um sozialistische Positionen herumzudrücken. Wer im NW von „lediglich“ und „nur“ spricht und schreibt meint damit im Regelfall das dieses Thema ausgeklammert werden sollte. Also dem Wortsinn nach sollte „lediglich“ bedeuten das es um eine über darüber hinaus gehende Definition und Forderung gehen sollte. Dem ist aber bei Reitz und Konsorten kaum so.

    „Für mich ist Sozialismus bereits die Lehre der Gemeinschaft. Einer Gemeinschaft, in der jeder Schaffende gleiche Berechtigung und gleiche Achtung erfährt,, in der alles und jeder ausschließlich danach beurteilt und entlohnt wird, ob er an seinen Platz entsprechend seinen Fähigkeiten Einsatz und Leistung erbringt und nicht nach der Art seiner Arbeit.“

    Also das ist doch die im Grunde 50.000 mal wiederholte Phrase die nichts konkret bedeutet. Hört sich rhetorisch nicht schlecht an, nur ergibt sich daraus kein Inhalt, keine Forderung.

    „Die Volksgemeinschaft stellt die natürlich gewachsene Gemeinschaft des Volkes in das Zentrum allen Denkens und politischen Handelns. Dadurch wird das krass egozentrische Denken, welches heute im Kapitalismus und Materialismus ausufert, überwunden und die Bahn frei für eine gerechte Ordnung nach innen wie gleichsam eine souveräne Position nach außen.“

    Also wieder mal die ewigen Phrasen. Also wer schon „Volksgemeinschaft statt Klassenkampf“ fordert, der müsste damit zumindest den Klassenkampf von Oben meinen. Gemeint ist aber etwas völlig anderes und dies ergibt sich aus dem Hintergrund der Veranstalter und Gruppen für die Reitz als Redner auftritt. Diesen geht es darum das angeblich klassenkämpferische Arbeiter den Kapitalismus und die Marktwirtschaft stören und dafür sorgten das dieser nicht völkisch gedacht „funktioniert“. Die Arbeiter werden nur von den „Roten“ aufgehetzt. Also der Kapitalismus könnte doch schon so schön sein wenn die Arbeiter und Lohnabhängigen endlich aufhören würden die guten Unternehmer zu kritisieren. Also das ganze führt so weit das ein Horst Mahler in einem Internet-Vortrag dafür warnte das sozialrevolutionäre Nationalisten angeblich deutsche Manager erschießen wollten. Also bevor die nationalen „Bolschewiken“ zu solchen Taten schreiten müssen sie natürlich entsprechend daran gehindert werden. Das steht ganz in der Tradition des Regierungs-NS: Gewerkschaften und linke Parteien müssen zerschlagen werden, auch die „Nationalbolschewisten“ wären zu beseitigen oder zumindest als Kritiker auszuschalten. Dabei glaubt man doch bei gewissen Gruppen und Personen doch ernsthaft noch von dem Großkapital gebraucht zu werden. Darum signalisiert man auch gegen Klassenkämpfer vorzugehen, sich zur Verfügung zu stellen, nur wird man nicht gebraucht. Diesen Typus des Nationalsozialismus wirst du vermehrt in NRW finden. Also bei denjenigen Kräften bei welchen du als Redner auftrittst.

    „Deshalb muß sich der Gedanke der Gemeinschaft an alle Angehörigen des Volkes richten, ganz gleich ob sie zum „Prekariat“ zählen oder derzeit noch im Vorstand der FDP.“

    Ja nun ist auch klar warum Axel Reitz ein sozialrevolutionärer Nationalist ist und zwar weil er die Herren Westerwelle und Brüderle für die Volksgemeinschaft gewinnen möchte. Also 1933 sollten vor allem Großkapital, bürgerliche und rechtsliberale für die Volksgemeinschaft gewonnen werden. Kommunisten, Sozialdemokraten und Nationalrevolutionäre durften nicht dazugehören und waren im Zweifelsfall zu beseitigen. Nun gehören natürlich auch Neoliberale der Geburt nach zumeist zum deutschen Volk, zur Abstammungsgemeinschaft der deutschen Nation, allerdings richtet sich ein Angebot eines sozialrevolutionären Nationalismus nicht an Neoliberale, Wirtschaftsradikale und die kapitalistischen Oberschichten. Wer ein solches Angebot errichten möchten, der hat sich für jeden ganz klar erkennbar selbst enttarnt.

    Aber es bleibt dabei der Demagoge Reitz ist ein Scherzbold! Nachdem er den Gestapo-Mantel mit einem sauberen bürgerlichen Anzug gewechselt hat scheint er hier auch noch den „Undogmatischen“ zu mimen. Dabei wird jedem klar der sich eine Rede des Herrn Reitz ansieht, dass es sich um reine Demagogie handelt, ohne Inhalt und Substanz. Antibolschewistisches Gekeife macht noch nicht unbedingt einen ernsthaften politischen Ansatz aus und erst recht keinen Sozialrevolutionären.

    „Die hier gegen „Volk in Bewegung“ erhobenen Vorwürfe, sind sowohl oberflächlich als auch sinnentstellend.“

    Diesen Leuten auf deren Seite Reitz steht geht es darum den „guten“ deutschen Kapitalismus vor Verstaatlichungen zu schützen. Deshalb bedienen sie ja auch demagogisch einen Pseudo-Antikap, auf welchen außerhalb des NW NIEMAND hereinfallen würde. Da würde man sogar in der FDP erkennen, dass die Haltung von Volk in Bewegung rein gar nichts mit Antikapitalismus zu tun hat. Der „Antikapitalismus“ solcher Kreise tut niemanden weh. Schließlich wird dort echter Antikapitalismus als „bolschewistisch“ gebrandmarkt, da führt man auch gerne das „Schwarzbuch des Kommunismus“ an um vor den „Nationalbolschewisten“ zu warnen. Reitz selbst stellt sich inhaltlich auf die Seite der Zinssektierer. Damit ist schon alles über den „Sozialismus“ eines Axel Reitz gesagt.

  33. Reichskofferträger Juni 13, 2010 um 2:50 pm

    Kritik:

    Reitz „Scherzbold“ oder „Clown“ zu nennen kommt einer Herabwürdigung dieser Personengruppen gleich. Scherzbolde und Clowns wissen nämlich um ihre Rollen. Bei Reitz dürfte es eher auf Realsatire hinauslaufen.

  34. Thomas Brehl Juni 13, 2010 um 5:22 pm

    „Da hätte schon längst Thomas Brehl gegen ihn einschreiten sollen!“

    Mal ganz davon abgesehen, daß ich gar nicht wüßte wie -und vor allem in welcher Funktion- ich gegen Axel Reitz „einschreiten“ sollte, gibt dieser mir auch gar keinen Grund dafür.

    Ich weiß um die tiefe, antikapitalistische Grundeinstellung von Axel Reitz, ich weiß, daß er Ernst Röhm verehrt und ich bin mit ihm -und mit einer Fülle von Persönlichkeiten der Zeitgeschichte- darin einig, daß der „Röhm-Putsch“ ein Putsch gegen Röhm war und zwar angezettelt ausgerechnet von jenen Männern, die der Führer noch kurz vor Toresschluß aller Ämter enthob und sie aus der Partei ausschloß.

    Gauleiter Jordan z.B., der es als Zeitzeuge vielleicht ein klein wenig besser weiß als Herr Schwab, schreibt über den „Röhm-Putsch“, den er nicht umsonst als den „Schicksalstag der deutschen Revolution“ bezeichnet:

    „„Am 30. Juni (1934) wurden die Weichen gestellt, um die nationalsozialistische Revolution von ihrer Spur ab und in die Falle jener Mächte zu bringen, die ihr reaktionäre Rache geschworen hatten.“

    „Die Volksgemeinschaft stand im Zeichen einer nachrichtendienstlichen Überwachung durch rassensektiererische Fanatiker, die meistens nicht zur „Alten Garde“ gehörend, ihren Opportunismus durch 200%ige Übertreibungen zu tarnen und zu kompensieren versuchten. Und das meistens mit Erfolg.“

    „Die wirklichen Idealisten in der Parteiarbeit empfanden von Tag zu Tag immer mehr, daß eine neue Spannung im Leben der Bewegung wirksam geworden war, die das Gleichgewicht der politischen Arbeit in Ideologie und Praxis irgendwie tangierte. Sie erkannten als Exponenten dieser Spannung Himmler, der als rassenfanatischer Sektierer seine Hierachie in allen Bereichen des Lebens voranzutreiben begann und alle Erscheinungen nur nach Wertungen seines Ideals eines nordischen Herrenmenschentums maß und wertete.“

    Soviel dazu und falls jemand an meiner sozialistischen und/oder antikapitalistischen Grundhaltung zweifeln sollte, so empfehle ich ihm meine ungezählten Artikel zu diesem Thema.

    Darin spreche ich immer wieder die Ursache für unsere Misere an, nämlich

    „…der völkervernichtende Globalisierungswahn der Plutokraten, der auf einer Zinseszins-Politik fußt, die einige wenige unvorstellbar reich macht, während sie Millionenheere entwurzelter und an Geist, Seele und Körper geschädigte Arme zurückläßt.
    Es ist ein geradezu hirnrissiger Blödsinn z.B. die Forderung nach Brechung der Zinsknechtschaft als nationalsozialistische Parole unter Strafe zu stellen.“

    Ich hoffe noch ein wenig zur Klärung meines Standpunktes und dem des Kameraden Reitz beigetragen zu haben, wobei ich froh bin, Axel Reitz auf unserer Seite des politischen Spektrums zu wissen, sowohl was seine Überzeugungen, als auch seine Einsatzbereitschaft betrifft.

    Einmal mehr beste Kampfesgrüße

    Thomas Brehl

    NS: Bevor jetzt ein Schlaumeier schreibt, daß die Forderung nach Brechung der Zinsknechtschaft in der BRD gar nicht strafbewehrt sei, so möchte ich vorsichtshalber darauf hinweisen, daß der § 86 StGB nicht umsonst so wachsweich formuliert wurde, daß er allumfassend gegen die Verbreitung jener Propagandamittel eingesetzt werden kann, die „Bestrebungen einer ehemals nationalsozialistischen Organisation“ fortsetzen. Spätestens wenn die Forderung nach Brechung der Zinsknechtschaft auf breiter Basis erhoben wird, werden die Gerichte das nach § 86 zu ahnden wissen.

  35. Mut zum Abgrund Juni 13, 2010 um 11:13 pm

    Sozialismus ruht auf 2 Säulen.
    1. Überführung der Produktionsmittel in Eigentum der Arbeiter.
    2. Primat der Politik gegenüber der Wirtschaft.
    Wo diese Säulen errichtet sind, herrscht Sozialismus, wo sie nicht errichtet sind, herrscht kein Sozialismus.
    Das Geschwätzt von Sozialismus als bloßer undefinierter „Gemeischaft“ ist Nebelkerzenzünderei.
    Auch eine Bande von Raubrittern oder eine Freimaurer-Loge sind Gemeinschaften, das macht sie nicht sozialistisch.

    btw Mit welchen Millionen unterstützt das deutsche Unternehmertum eigentlich den nationalen Befreiungskampf?

  36. Reichskofferträger Juni 14, 2010 um 10:46 am

    Ist ja schön, daß Herr Brehl seinem Zögling Reitz „Verehrung“ Röhms attestiert. Aber ist Reitz wirklich ein Röhmling? Oder schwindelt er uns nur was vor? Reitz hatte doch in seinem Video davon gesprochen, daß Hitler den „Putsch“ so niederschlagen mußte, wie am 30. Juni 1934 gehandelt wurde. Also mußten Reitz zufolge Röhm und die anderen SA-Führer ermordet werden. Aber warum?
    Brehl nennt wenigstens einen der Drahtzieher: Himmler. Göring war mindestens ebenso wichtig. Beide waren die Vertreter der Hochfinanz (Schacht) und der Schwerindustrie (Thyssen). Bitte den gesamten Hintergrund ausleuchten!

  37. Simon Friedrich Juni 15, 2010 um 8:10 am

    Bitte, können wir jetzt nach Jahrzehnten nicht mit Ernst Jünger ein Bischen weiter gehen? Er hat seit seiner kurzen nationalrevolutionäre Phase so viel Anderes und Besseres geschrieben. Sie ist nur ein relativ unwichtiger Bruchteil seines Gesamtwerk.

    Mit seinem Anarch (Eumeswil) ist der Staat und das ganze Politische völlig überwunden, wichtig nur als verdächtiger Gegenmacht, Naturmacht.

    Move forward, you Germans!

    Simon

    • Bakterius Juni 15, 2010 um 6:13 pm

      …nicht zu vergessen den „Waldgänger“…Allerdings gibt es in der Tat den Versuch konservativer Kreise (und nicht zu vergessen Jüngers selbst!), diese nationalrevolutionäre Phase mal eben so unter den Tisch fallen zu lassen und den Uralten für so eine Art Verfassungspatriotismus zu instrumentalisieren. Das fiel schon anlässlich seines Todes bei den ganzen rechtsbourgeoisen Nachrufen bis hin zur „Jungen Freiheit“ auf.

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