Arbeitertum

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Wenn der Rubel rollt, soll’s gut und recht sein

TS | Brüderle lädt China als Partnerland zu Industriemesse ein. Bei einem Treffen mit dem chinesischen Vize-Regierungschef Li Keqiang in Berlin hat Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen gewürdigt. 2010 habe der Handel ein Allzeit-Hoch erreicht, sagte Brüderle nach seinem Gespräch mit Li. In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres seien die deutschen Exporte nach China um 45 Prozent gewachsen und die chinesischen Exporte nach Deutschland um 34 Prozent. Brüderle verwies auf die vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten beider Länder „zum Beispiel im Energiebereich und bei der Elektromobilität“. Technologietransfer biete „hier für beide Seiten die größten Chancen, wenn er freiwillig und zu fairen Bedingungen erfolgt“. Außerdem sei er „überzeugt, dass alle profitieren, wenn China einen offenen, gerechten und berechenbaren Zugang zu seinen Rohstoffen“ gewähre, erklärte Brüderle.

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Mit China hat die westliche Welt ein ambivalentes Verhältnis. Zum einen ist es immernoch der kommunistische Barbar in den Fußstapfen Maos, der sich weigert an der Heiterkeit der westlichen Wertegemeinschaft teilzuhaben. Auf der anderen Seite ist nicht von der Hand zu weisen, daß gerade jenes kommunistische China, welches dem Westen so ein Dorn im Auge ist, mittlerweile ein beachtliches Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hat, welches ganz klar auf überstaatliche Expansion aus ist, wie man an diversen Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent beobachten kann.

Im Gegensatz zu anderen Staaten also ist China ein „Schurkenstaat“ mit einiger Macht im Petto; das macht es den Westmächten umso schwieriger, ihr aufgebackenes moralisches Gedöns als Grund und Sinngabe für alles vorzuschieben. Die Medien thematisieren hier und dort irgendwelche diktatorischen Aspekte des chinesischen Staates, während der Staat von der guten wirtschaftlichen Zusammenarbeit schwärmt. Hier stoßen eine seltsame moralische Ratio und eine kalkulierend ökonomische Ratio aufeinander und der doppelte Boden dieses ganzen ethischen Bluffs wird offensichtlich. Er dient nur der ökonomischen Vernunft und seinen Vertretern, sie für sich allein ist völlig wertlos. Da wird der ärgste Feind auf einmal zum nützlichsten Freund und alle Werte, alle ach so notwendigen Moralismen werden blass und unnütz.

Heute richtig, morgen nichtig, übermorgen umgekehrt.

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