Arbeitertum

Für eine klassenlose Gesellschaft | Gegen die imperiale Weltordnung | Für Volkstümlichkeit und Tradition

Die selbsternannten Feinde des deutschen Nationalismus. Teil 1

Einleitung

Nationalisten haben ein schweres Los in dieser Republik gezogen. Keine andere politische Geistesströmung ist in der Heimat so in Verruf, wie die des Nationalismus. Sowohl Medien, etablierte Politik als auch linke radikale Gruppen wollen den Nationalismus zum Grundübel dieser Welt erklären, ihm an allem die Schuld geben und dementsprechend seine Vertreter im Jetzt mundtot machen.

Ein gerne ins Feld geführte Schlagwort ist der Rassismus. Die moderne westliche Definition jenes Wortes behandelt zunächst einmal die durchaus sinnige Einteilung der menschlichen Spezies in biologische Rassen, verknüpft diesen Grundgedanken allerdings – in den allermeisten Lexika, sowie auch in offiziellen Organen wie der Bundeszentrale für politische Bildung – mit einer angeblichen Auf- und Herabstufung bestimmter Rassen, wobei die eigene Rasse in der Regel die Überlegene sein soll.

Als Deutsche Sozialisten und Nationalrevolutionäre sind wir natürlich auch Nationalisten und sehen uns tagtäglich mit solcherlei Vorwürfen, meist von oben genannten politischen und medialen Akteuren, konfrontiert. Dieser Eintrag soll helfen, unsere Gedanken besser zu verstehen – und dazu beitragen, daß man als progressiver Nationalist nicht gleich als der Menschenfeind schlechthin angesehen werden muss.

Deutsche nationale Strömungen stehen einer manigfaltigen Feindseligkeit gegenüber, die sich aus ganz unterschiedlichen Quellen speisen kann, im Endeffekt aber auf das Gleiche hinaus läuft: Die kategorische Einordnung von Völkern in die menschliche Gesamtpopulation sei nicht möglich, da Völker an sich perse gar nicht existieren würden, nur geistig konstruiert seien. Obschon man Diskussionen auch zwischen den Antinationalisten – insbesondere darüber, was nun Nationalismus sei und was nicht – durchaus beobachten kann, ist man sich im Großen und Ganzen darüber einig, daß das traditionelle Volksmodell überholt, gar reaktionär sei. In pseudoantikapitalistischen Kreisen auf der radikalen Linken geht man z.B. davon aus, daß der Nationalismus stets Spielball der herrschenden Klassen war, um das patriotisch aufgeputschte Volk besser ausnutzen zu können. Hierbei wird insbesondere der Krieg herangezogen, als nahezu sinnbildlichster Nationalismus. Selbstverständlich handelt es sich bei einer solchen Betrachtung nur um die halbe Miete. Nationalismus und Klassenherrschaft können miteinander verküpft werden, bedingen aber in keiner Weise einander.

Die Bundesrepublik

Realpolitisches Musterbeispiel für unser angesprochenes Thema ist die Bundesrepublik Deutschland selbst, die die deutsche Volksangehörigkeit verfassungsrechtlich und verbindlich an die deutsche Staatsangehörigkeit knüpft. In Artikel 116 des Grundgesetzes heißt es:

(1) Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat. (Hvhb. d. d. R.)

Wir erkennen hier – ob gedanklich nun richtig oder nicht, soll an dieser Stelle zunächst vernachlässigt werden – eine klare Verneinung des Abstammungsprinzips, mit welchem etwa noch im Kaiserreich die Volkszugehörigkeit erfasst wurde. Nun wird das Prinzip der Abstammung auch in gewisser Weise im Grundgesetz verwirklicht, stellt jedoch nicht die Messlatte dar, sondern muss an dieser Stelle als simpler Zusatz gewertet werden, der gewährleistet, daß alle Nachkommen von Staatsangehörigen – laut Grundgesetz also „Deutsche“ – ohne weitere Probleme ebenfalls zu „Deutschen“ werden. Daß also Menschen, die tatsächlich auch deutscher Abstammung sind, die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, ist demnach nur ein Nebeneffekt. In erster Linie geht es der Bundesrepublik darum, die Volksangehörigkeit eins zu eins mit der Staatsangehörigkeit gleichzusetzen. Dies Szenario sehen wir dann mehr und mehr verwirklicht, betrachten wir die etablierte Politik mit all seinen Trabanten, wie sie versuchen, die deutsche (Pseudo-)Kultur in willkürlicher Art und Weise über den gesamtausländischen Lebensstil zu stülpen, in dem naiven Glauben, allein ein seelenloses Staatspapier würde das Innenleben eines Nichtdeutschen ohne Weiteres verändern.[1]

Bundeskanzlerin Merkel mit "neuen Deutschen".
Bundeskanzlerin Merkel mit „neuen Deutschen“.

Wie wir also sehen, ist eine Ablehnung des eigentlich Deutschen bereits im Grundgesetz verankert. Daher ist der Schritt zu der Erkenntnis nicht schwer, daß diese Bundesrepublik zwar auf ihre Weise nationalistisch sein mag – sie betreibt zumindest „Standort-Nationalismus“, treibt sich auf imperialistischen Schlachtfeldern herum und steht beim Zapfenstreich mit stolz im Wind flatternden Pleitegeier auf schwarz-rot-goldenem Grund geeint und stramm – in jedem Fall jedoch handelt es sich dabei nicht um eine deutsche Variante des Nationalismus, sondern um eine Variante, die weder völkische Identität, noch die Völker an sich anerkennt, wie der kurze Ausschnitt aus Art. 116 des Grundgesetzes veranschaulicht. Weitere Ausflüge in die Staatsjuristerei sollten wir uns aber sparen, um den Rahmen nicht restlos zu sprengen.

Wie schon mit dem vielleicht nicht geläufigen Begriff „Standort-Nationalismus“ angeschnitten, handelt es sich im Falle der Bundesrepublik Deutschland um eine Spielart des liberalistisch-kapitalistischen Nationalismus, der seine Prioritäten in den globalisierten Markt setzt und sich selbst als „deutschen Wirtschaftsstandort“ versteht. Globale wirtschaftliche Interessen stehen im Vordergrund, während das Interesse für das Volk und insbesondere für die Arbeiter -und Angestelltenklasse im besten Falle nur rudimentär, in den allermeisten Fällen aber nur geheuchelt ist.

_____

[1] Siehe auch: http://www.youtube.com/watch?v=oAE8RI1o9hg

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4 Antworten zu “Die selbsternannten Feinde des deutschen Nationalismus. Teil 1

  1. Frank August 22, 2010 um 9:54 am

    „Als Deutsche Sozialisten und Nationalrevolutionäre sind wir natürlich auch Nationalisten“

    Sozialist und Nationalist schließen einander aus wie Vegetarier und Allesfresser. Die Begründung ist ganz einfach:

    Als Sozialist, insbesondere als Arbeiter, unterteilt man die Welt nicht vertikal anhand der Ländergrenzen, sondern horizontal in ökonomische Klassen: Arbeiter und Unternehmer; Kapital und Arbeit. Der Nationalist ignoriert die Klassenstruktur und will sich über andere Nationen stellen. Folglich entbehren eure Beiträge jeder realen Grundlage – oder ihr seid notwendigerweise Nationalsozialisten. Bin ich hier etwa unter die Nazis geraten?

    Ich bitte um schnellstmögliche Antwort.

    • Lex Luger August 22, 2010 um 10:12 am

      Deinen Nazi-Keulen-Fail lasse ich freundlicherweise mal unberücksichtigt.

      Ich habe jetzt auch einfach keine Lust, dich darüber zu belehren, daß deine Wikipedia-Definitionen nichts taugen. Es gibt „den Nationalisten“ nicht, genauso wenig wie „den Sozialisten“ gibt. Es gibt ja noch nicht einmal „den Nationalsozialisten“. Dein Denken in Kategorien führt zu nichts, vereinfacht fatal und ist schlicht falsch.

      Einzige allgemeine Eigenart aller Nationalismen ist der Fokus, in den die Nation gestellt wird. Das ist völlig legitim. Was darüber hinaus in Erwägung gezogen werden soll, steht auf einem ganz anderem Blatt. Wir jedenfalls gedenken innerhalb unserer nationalen Grenzen einen Rätesozialismus zu etablieren, außerhalb möchten wir kooperativ sein, antiimperialistische Politik machen. Wir wollen die natürliche Ordnung, wie sie seit dem Cromagnon-Menschen gewachsen ist, vor allem für Europa, wiederherstellen und mit anderen Völkern auf identitärer Grundlage in den gleichberechtigten Disput treten. Damit Sozialismus und Völkerverständigung überhaupt möglich sein kann, muss es zunächst eine nationale Ordnung wiederhergestellt sein.

      Darüber hinaus solltest du dir mal Gedanken darüber machen, daß das Kapital selbst erzinternationalsitisch ist. Benutzte es damals einige Nationalismen als Steigbügelhalter (ähnlich, wie es heute die linksliberale LINKE mit dem Sozialismus macht), so positioniert es sich heute transnational, ja sogar antinational.

  2. Rossbach November 21, 2010 um 6:05 pm

    Der Nationalist geht davon aus das der soziale Schutzraum des Menschen die Nation
    ist und niemals eine (Arbeiter)Klasse seine kann. Auf dem Fundament des Nationalismus wird der Sozialimus aufgebaut. Sozialismus als sittliches Prinzip und
    nicht als ökonomisches. Nationaler Sozialismus ist die Antithese zu Kapitalismus und
    Imperialismus. Klassensolidarität ist erdacht und nicht erfahrbar.

    Kommunismus und Kapitalismus sind 2 vulgäre Kinder der Aufklärung und beide sind
    Internationalisten. Kommunismus ist Staatskapitalismus.

    • landvolk November 21, 2010 um 6:09 pm

      Nicht ganz richtig. Sittengesetze mögen zwar nicht der Ökonomie unterliegen, jedoch wird eine widersprüchliche ökonomische Systematik jegliche Sitte und Anständigkeit blockieren, wenn nicht sogar untauglich machen. Daher ist auch die Eigentumsordnung einer genauen Prüfung zu unterziehen!

      Daß der Nationalist sich damals wie heute kaum mit Ökonomie beschäftigt, ist ein Missestand, der uns in Zukunft nicht mehr anhaften darf.

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