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Bundesrepublik nun offiziell an Krieg gegen Libyen beteiligt

Der „Libyen-Krieg“ tobt jetzt schon einige Monate. Meldungen darüber liegen nun schon einige Zeit zurück und seit dem ist es in Presse und Rundfunk auffällig ruhig um das Thema geworden. Dennoch zeichnete sich damals schon ab, daß der Krieg gegen Libyen nicht so einfach von der Hand gehen wird, wie es sich die Nato-Aggressoren eventuell vorgestellt haben könnten. Während dem Westen eine Kanalisierung der „Arabischen Revolution“ zu ihren Gunsten weitestgehend gelungen zu sein scheint, scheitert die militärische Intervention in Libyen bisher am Widerstand Gadaffis und seiner Truppen. Die Tatsache, daß die bundesdeutschen Medien gar nicht bis kaum Informationen rausrücken, hängt unverkennlich damit zusammen, daß es schlicht nichts (in ihrem Sinne) Positives zu berichten gibt.

Dieser Meldung etwa ist nur das übliche Propaganda-Geschreibe zu entnehmen, das den Sieg schon bald herannahen sieht und die Rebellen in die Position des klar Überlegenden rückt. Auf gleiche Art und Weise gingen die Medien auch während des us-amerikanischen Angriffes auf den Irak vor, bis sich dann herausstellen sollte, daß die wirklich verlustreichen Kampfhandlungen erst nach der Besetzung anfingen. Daher ist den Medien über den wahren Verlauf des Krieges dort nur wenig Information zu entnehmen.

Nun tauchte aber auf spiegel-online eine interessante Meldung auf, die uns über eine Beteiligung der Bundesrepublik am Libyen-Krieg unterrichtet. Nach offenbar unzähligen Bombardements auf die Städte Libyens sind der Nato die Bomben ausgegangen; laut Spiegel hat sich die Bundesregierung „dazu bereit erklärt“, die Durchführung weiterer Bombenteppiche zu gewährleisten und zeigt sich mit der Lieferung von Waffentechnik zum Bauen von Bomben kooperativ. Als Kopf des Ganzen wird Verteidigungsminister Thomas de Maiziére genannt.

Der Spiegel schreibt in diesem Zusammenhang von „Zugeständnissen“, die das Verteidigungsministerium zu machen habe, weil es aufgrund der bisherigen militärischen „Enthaltung“ massenweise Kritik einzustecken hatte. Einer „Isolierung Deutschlands“ solle dadurch Einhalt geboten werden. Letztlich auch eine Art und Weise, die Beteiligung an einem imperialistischen Wirtschaftskrieg zu rechtfertigen; niederträchtig und falsch, aber sicherlich wirkungsvoll genug, daß nicht Wenige dies als legitimen Anlass erachten werden. Wer am Ende für diese Waffentechnik finanziell aufzukommen hat, braucht an dieser Stelle wohl nicht erwähnt werden.

Video eines gezielten Bombenabwurfs auf einen Mob nicht identifizierbarer Personen – hier wird klar, warum der späte Ernst Jünger dem Krieg und der Technik immer misstrauischer gesinnt war. Vernichtungsschläge wie diese werden von der Bundesregierung unterstützt.

Eigentlich braucht man sich nicht der Illusion hingeben, daß die BRD nicht schon von Anfang irgendwie – und sei es über verschiedenste Ecken – mit dem Angriff auf Libyen zu tun hatte. Es ist wohl einer dieser glücklichen Zufälle, daß die spiegel-online-Blogger diese an sich brisante Meldung für nicht brisant genug hielten. Denn was diese augenscheinliche Randnotiz über die wahren wirtschaftlich-politischen Verstricktungen der Nato-Staaten, insbesondere aber auch über Deutschlands Unterwürfigkeit aussagt, ist jenen ersichtlich, die einen Blick hinter die Kulisse tun. Und wenn auch nur einer aufgrund dieser Meldung plötzlich erkennt, welches Spiel die westlichen Staaten wirklich spielen, daß die BRD Teil einer größeren „globalisierten“ Vernichtungsindustrie ist, die den Tod dort hinbringt, wo  es ihr wirtschaftlich passt, dann muss das als Erfolg verbucht werden.

Diese Meldung, genauso wie unzählige weitere vor ihr auch, beweisen, daß die BRD an einem imperialistischen Spiel teilnimmt, aus welchem sie mit ihrem Vasallenstatus nur als Verlierer hervorgehen kann. Während es in Libyen „nur“ technische Unterstützung ist, sterben im von den USA unterjochten Afghanistan regelmäßig deutsche Soldaten – für Interessen, von denen sie nicht einmal einen Schimmer haben. Nur ein Idiot wird abstreiten, daß dies erst der Anfang ist.

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