Arbeitertum

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EU-Krise verschärft sich weiter

Die EU- und Euro-Krise, die gleichzeitig auch eine Dollar-Krise ist, schreitet unaufhaltsam voran. Monate ist es nun schon her, als die EU-Größen, darunter maßgeblich auch die derzeitige Papp-Christdemokratin und Bundeskranzlerin Angela Merkel, das sogenannte „Euro-Rettungspaket“ schnürten, ein mehrere hundert Milliarden schwerer Fonds für überschuldete und zahlungsunfähige Staaten, deren Wirtschaftslage so desolat ist, daß die dort lebenden Völker sie nicht mehr mit eigener Arbeitskraft verbessern können. Daß ein System,das laut  der europaweiten liberalistischen Lobgesänge für das materielle Wohl des Volkes errichtet wurde, an seiner eigenen Last zusammenbricht, ist eines der vielen perfiden Symptome des Globalkapitalismus; nun zeigt sich, wie katastrophal verstrickt die Lage nicht für den in den Medien an den Pranger gestellten „Pleitestaat“ Griechenland ist, sondern für alle Mitgliedsstaaten der EU sowie für die Vereinigten Staaten von Amerika, die die Euro-Krise erst mit dem Wertverlust des Dollars eingeleitet haben. Man sah von Anfang an deutlich, wie eng auf internationaler Ebene zusammengearbeitet wird, um den befürchteten Zusammenbruch doch noch abzuwenden.

Perverserweise versinkt somit jener Staat, den man zu „retten“ vorgibt, aufgrund der eigenen für die Kapitalisten nutzlose Stellung in der totalen Abhängigkeit. Wir erleben derweil, in diesem Augenblick, wie ein europäisches Land zu einem absoluten Vasallenstaat umgeformt wird. Nicht durch Besatzung, sondern durch die Macht des Geldes.

Nachdem Griechenland, insbesondere in der BRD-Presse, als „Pleitestaat“ verunglimpft wurde – und es taten sich nicht wenige schwer daran, den Griechen eine Alleinschuld für die Krise aufzubrummen -, folgten recht schnell weitere Staaten, die auf die Gelder des Rettungsschirm und IWF (Internationaler Währungsfonds) angewiesen sind. Portugal, Spanien und Irland sind offiziell auf Hilfsgelder angewiesen. Genauso wie für Griechenland bedeutet das für diese Staaten die völlige Niederlegung der ohnehin schon sperrlich verbleibenden Souveränitätsrechte auf innen- und außenpolitischer Ebene. Inbesondere in Spanien und Portugal ist aufgrund der riesigen Arbeitslosenquote unter der Jugend daher schon bald mit spürbaren Protesten zu rechnen. Irland ist als „Bürgerkriegsland“ ohnehin nie wirklich im Ruhezustand gewesen, was durch die Euro-Inflation gewiss nicht besser, sondern schlimmer werden wird.

Viele dachten, daß als nächstes Land Italien an der Reihe wäre. Auch der italienische Staat unter dem mafiös wirkenden Staats- und Wirtschaftsmann Silvio Berlusconi leidet unter den gleichen Problemen wie alle vorangegangenen „Pleitestaaten“. Wider Erwarten scheint es aber nun ein anderer Staat zu sein, der noch vor Italien zu kippen droht: Die Republik Slowenien.
„Slowenien sollte sich bewusst sein, dass es nur einen kleinen Schritt von einer kritischen Situation entfernt ist“, so Marko Kranjec, Chef der Slowenischen Notenbank. Neben seiner Slowenischen Notenbank sitzt er gleichzeitig noch als Ratsmitglied bei der EZB (Europäische Zentralbank) – seine kleine „Warnung“ wird also wohl durchdacht sein. Zwar macht Kranjec den Ausbruch der Krise in Slowenien von der dort noch bevorstehenden Rentenreform abhängig, jedoch ist wohl davon auszugehen, daß diese Krise von keiner Reform der Welt aufgehalten werden kann.

Slowenien wird kippen, genauso wie nach und nach alle in den Euro involvierten Staaten. Der Euro basierte von Anfang an auf völlig ungleichen Währungsniveaus. Dies soll sich nun, in weniger als 20 Jahren, bereits krisenhaft bemerkbar machen.

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