Arbeitertum

Für eine klassenlose Gesellschaft | Gegen die imperiale Weltordnung | Für Volkstümlichkeit und Tradition

Block Identität: Die geistig-politische Schnittstelle – Diskurs statt Stagnation. ERGÄNZT!

Der nachfolgende Text entstand in Zusammenarbeit mehrerer Autoren, die sich selbst verschiedenen nationalen Strömungen zuordnen, jedoch einen identitären Grundsatz befürworten. Diese Stellungnahme soll Akzente in dieser Frage setzen, sie soll Wind aufwirbeln, auch empören und einen längst nötigen Diskurs in der nationalen ,,Szene“ möglich machen. Sicherlich gab es in der Vergangenheit mehrere solcher Versuche, doch leider wurden diese lediglich von einer Gruppe, und bestimmten Strömung, getragen. Als Beispiele sind dort ,,Arbeitertum“ oder ,,Sache des Volkes“ zu nennen, letztere Netzpräsenz ist übrigens auch maßgeblich an der Organisation der 1. Mai-Demonstration in Heilbronn beteiligt. Wir wollen versuchen, ohne Wertung historischer Vorgänge, Bewegungen und Personen, einen modernen und zeitgemäßen Grundsatz zu schaffen. Das bedeutet nicht, dass wir damit verschiedenen Strömungen eine Absage erteilen – auch Personen jener Spektren haben aktiv am Schreiben mitgewirkt – sondern es soll als Aufruf gesehen werden, das eigene Weltbild von vergangenheitsorientierter Nostalgie zu lösen, um als zukunftsvisierte Bewegung agieren zu können. Bitte verbreitet den Text, bitte behandelt ihn in euren Gruppen, und ruft zum Diskurs um unsere Weltanschauung auf.

 Bereits in der Vergangenheit war das nationaldenkende Spektrum geteilt in unterschiedliche Richtungen und Strömungen, die zwar einen gemeinsamen Grundkonsens beherzigten, die aber in Ausführung und Prioritätensetzung auseinander drifteten. Prägnant für den Lauf der deutschen Geschichte waren hier insbesondere der nationalrevolutionäre, sowie nationalsozialistische Flügel. Letzterer errang, wie bekannt sein dürfte, 1933 die politische Macht in Deutschland, auch durch die Unterstützung oder Tolerierung anderer Strömungen, denen man sich allerdings später entledigte.

Wir wollen an dieser Stelle keine Debatte über die Notwendigkeit dieser oder jener Strömung führen, und ebenso nicht geschichtliche Strömungen, Personen oder Abläufe bewerten oder in unsere Standortbestimmung mit einbeziehen. Zu den Differenzen unter den historischen Strömungen kommt nämlich heute noch eine gravierende dazu: Die unterschiedliche Auffassung historischer Geschehnisse und die Deutung verschiedener Strömungen wirkt zusätzlich als trennendes Merkmal neuzeitlicher Gruppierungen.

Im Gegensatz zu den 20er Jahren, als die nationalistischen Bestrebungen angeführt wurden von ehemaligen Frontsoldaten, und man nach dem ersten Weltkriege vor dem völligen Nichts stand, und somit ein genereller Diskurs über die Position Deutschlands in der Welt entbrannte, stehen wir heute als Nationalisten in einem Staat, der sich über 60 Jahre etabliert und gefestigt hat. Zudem können wir nicht behaupten Kämpfer oder Soldaten zu sein, geschweige denn einen Krieg geführt zu haben. Wir haben, als junge Bewegung, nicht einmal mehr ein anderes Deutschland miterlebt. Wir sind also, ob wir das wollen oder nicht, Kinder der Bundesrepublik und ihres Zeitgeistes.

Es gilt also zu aller erst festzustellen, dass wir in diesem Staat geboren wurden, in ihm leben und noch länger leben werden. Alles andere ist Utopie. Er ist also unsere Ausgangsbasis, vor allem da auch wir bereits die vom Staat installierte Erziehung genossen haben, und allen westlich-kapitalistischen Umgangs- und Lebensformen ausgesetzt wurden. Wir haben unseren widerständischen Sinn also aus diesem Leben heraus entwickelt, und sind keine zu spät geborenen Nachkommen einer ausgestorbenen Generation.

Es ist daher wichtig, auch eine weltanschauliche Basis zu schaffen, die diese Realität akzeptiert. Es kann nicht richtig und zielführend sein, die weltanschaulichen Grundsätze, aber auch die kulturellen und völkischen Tugenden, von vergangenen Tagen zu kopieren. Natürlich soll dies nicht bedeuten, dass wir ein gänzlich neues Volk gestalten sollten, sondern lediglich ganzheitliche Lebensgrundsätze der normalen Evolution auszusetzen haben.

Das nationale Spektrum heute, egal welcher Strömung, teilt ein Wesensmerkmal: Entweder die Menschen ziehen sich in eine träumerische Welt zurück, die aus alten Bräuchen besteht, und keinerlei Modernisierung zulässt. Das bewirkt zwar die Bewahrung historisch-völkischer Identität, und kann so als Brauchtumspflege vermarktet werden, kann aber niemals den Anspruch haben die Masse, und somit das Volk, zu erreichen. Es bleibt, und das ist nun mal die Realität, auf einen auserwählten und interessierten Personenkreis bezogen. Die Anderen wiederum vergessen sich, und somit auch ihre nationale Identität, im Rausch der Zeit. Man gibt sich vollends der neuzeitlicher Lebensgestaltung hin, und entfernt sich somit immer weiter von seinem weltanschaulichen Gefüge, welches letztendlich nicht mehr kompatibel ist mit der Lebensführung. Daraus resultiert die Distanzierung von ehemaligen politischen Zielen.

Fetischismus oder Ideale? – Inhalte zählen, nicht Symbole oder Namen

Die Wurzel dieser Problematik ist leicht zu erfassen, allerdings eher schwer zu begreifen und zu beheben. Aus ihr folgt nämlich Selbstkritik, bzw. die Reflexion eigener Taten und Gedanken. Generell ist dies heute problematisch innerhalb der nationalen Bewegung.

Die neu aufkommenden nationalistischen Bewegungen in Deutschland haben allesamt versäumt eine moderne geistig-politische Grundlage zu schaffen, die Tradition und Moderne verbindet. Es wurde niemals der Versuch unternommen durch den Diskurs ein Manifest zu erschaffen, welches den Anspruch erfüllt das deutsche Volk – wie es heute existiert – zu erreichen. Weiterhin bestimmen die Manifeste vergangener Tage die Rhetorik einer angeblich modernen Bewegung.

Natürlich gab es Unternehmungen in diese Richtung, man erinnere sich an die ,,Neue Rechte“, allerdings blieb es immer bei kleinen Zirkeln oder Publikationen. Es wurde niemals der Versuch unternommen aktiv auf die bestehenden Gruppen und Parteien einzuwirken. Gerade auf jene Organisationen und Kader, die die Möglichkeit besitzen auf eine breite Masse rhetorisch einzuwirken. In der Linken hingegen gibt es seit langer Zeit unterschiedliche Lösungen für dieses Problem, wobei man bedenken muss, dass die Linke zum ,,Mainstream“ wurde und sich etliche sozialkritische Bewegungen einverleibte und dadurch wesentlich größere Differenzen besitzt als die nationale Bewegung. Es gibt dort bspw. im autonomen Sektor sogenannte ,,Vollversammlungen“, oder überparteiliche Kongresse. Besonders DKP, KPD und Linke agieren hinter den Kulissen geschlossen durch derartige Diskursveranstaltungen.

Während verschiedene Kreise in Deutschland anderen europäischen Bewegungen frenetisch zujubeln, weil diese in ihrer Heimat beachtliche Erfolge verbuchen können, die nicht grundsätzlich parlamentarischer Natur sind, vergibt man hier die Möglichkeit zur Reflexion. Was macht man dort anders, als hier?

Beispiel Italien – Ohne besondere Vorauswahl nehmen wir einfach mal den ,,Casapound“ unter die Lupe. Eine klar faschistisch-ausgerichtete Organisation, die besonders durch soziale Hilfsmaßnahmen von sich Reden macht. Anstatt allerdings einfach vergangene Strömungen zu kopieren, hat man das eigene Weltbild – und vor allem die Außendarstellung der Gruppe – modernisiert und zeitgemäß angepasst. Was nicht bedeutet, dass man sich dem Zeitgeist unterworfen hat, sondern lediglich die Realität als solches akzeptiert hat. Der Casapound kann so durchaus politische Akzente im Alltag setzen. Hinzu kommt, dass man – angelehnt an den Futurismus – ein jugendliches, frisches und rebellisches Aussehen erschaffen hat.

Nun kommt in Deutschland allerdings ein Faktor hinzu, der in Italien kaum spürbar ist. Und zwar vollzieht sich seit über 60 Jahren eine Umdeutung von politischen Begriffen und Strömungen in Deutschland, in Italien hingegen ist der Faschismus auch heute noch gesellschaftsfähig. Es mag für diverse Nostalgiker, die sich an Namen statt an Inhalten ergötzen, zwar schwer zu akzeptieren sein, doch auf verbrannter Erde wächst kein blühendes Gras.

Doch wider dieser Erkenntnis sehen große Teile des nationalen Spektrums ihre Hauptaufgabe darin, dieser Umdeutung entgegenzuwirken. Die Idee ist edel, aber vergebens. Wenn wir die Augen nicht verschließen, und wir unsere politische Arbeit analysieren, müssen wir erkennen, dass die nationale Bewegung zu einem Sammelbecken von Provokateuren, Rabauken und Fetischisten verkommt. Während die einen – wie gesagt aus edlem Motiv – unermüdlich versuchen Begriffe entgegen jahrzehntelanger Umerziehung reinzuwaschen, gefallen sich andere in der Rolle des Querulanten. Der politische Widerstand wird so nicht selten nur zu einem Ausdruck persönlichen Unbehagens, bzw. dient er der konsequenten Distanzierung Einzelner von der Gesellschaft.

Ein Blick zurück – Nach dem ersten Weltkriege formierten sich mehrere nationalistische Fronten, eine dieser Fronten übernahm bekanntlich 1933 die Macht. An der Ausrichtung dieser Strömung erkennen wir, dass es sich hinsichtlich des Namens und Außendarstellung um etwas einmaliges gehandelt hat – eine Neuheit. Man erkannte, dass gerade der Sozialismus durch die Räterepublik, die Durchsetzung mit Fremdkörpern, sowie aufgrund der ausländischen Einwirkungen, nicht alleine zum Ziel führen konnte. Ebenso war die nationale Grundeinstellung bei den Frontsoldaten sowieso gegeben, und gehörte fest zum weltanschaulichen Gefüge der Mehrheitsgesellschaft. Das allerdings führte auch dazu, dass viele Gruppen sich diesen Namen als Anhängsel beifügten. Die logische Schlussfolgerung war also: Etwas Neues, etwas einzigartiges musste her. Jede bestehende politische Richtung hatte bereits tiefe Kerben in die eigene Fassade geschlagen, der Boden war schlichtweg verbrannt. Auf verbrannter Erde wächst – wie gesagt – nichts. Wenn diverse Gruppen oder Parteien also meinen, durch die Kopie einer Idee heute noch Menschen erreichen zu können, dann verkennen sie die historische Ausgangslage – bei der es sich wahrlich um keine Kopie handelte.

Wir müssen also bereit sein historische Namen, Kürzel und Definitionen abzulegen, um die Einmaligkeit zu erreichen. Nur eine Neuheit verfügt über Ausstrahlung und Anziehungskraft, die zu den Motoren eines neu entstehenden Deutschlands werden könnten.

Eine weitere Notwendigkeit im Ringen um eine moderne Bewegung, ist die Überwindung von Gräben im nationalen Spektrum. Die unterschiedlichen Deutungen historischer Vorgänge nicht überzubewerten, ist hier ein verheißungsvoller Anfang. Wir stehen an einer bedrohlichen Stelle der deutschen Geschichte, die wohl möglich den Untergang Deutschlands, unseres Volkes und Europas beinhaltet. Diese Situation ist kein Hirngespinst, sondern sicht- und greifbar. Wenn wir die Realität anerkennen, die Geschichte Geschichte sein lassen, und retten was zu retten ist – dann kann die Fassung eines identitären Grundsatzes gelingen. Denn wir benötigen im Jahr 2011 keine Antwort auf die Frage, welche nationale Strömung in der Situation X die richtige Entscheidung trifft, sondern wir benötigen die Zeit und die Möglichkeit überhaupt noch diese Situation X zu erreichen. Denn wenn die nationale Bewegung weiterhin im internen Macht- und Richtungsstreit zerrieben wird, anstatt sich der akuten Problematik Deutschlands zu widmen, wird es kein Morgen geben. Weder ein Morgen für einen Nationalliberalen, Patrioten, Konservativen, Nationalrevolutionären, Nationalsozialisten, Nationalisten, Sozialrevolutionären, und auch nicht für einen Linksnationalen.

Wir fragen daher: Ist es nicht an der Zeit für einen Diskurs aller Lager, zum Wohle Deutschlands, und im Angesicht der Realität? Es sind jene gefragt, die politische Macht besitzen, die rhetorisch auf andere Menschen einwirken in ihrer Funktion als Parteimann oder Kaderfigur. Es muss ein Diskurs der geistigen Elite stattfinden, woraufhin ein moderner, zeitgemäßer und national-identitärer Kurs beschlossen wird, der Grundsatz sein soll für die breite Masse. Erst nachdem diese Entwicklung vollzogen ist, können wir von einer ,,Bewegung“ sprechen, und erst dann den Kampf aufnehmen von dem man allerorts schon so lange spricht.

ERGÄNZUNG:

Block Identität hat relativ schnell Revue passieren lassen und einige Reaktionen aufgelistet. Auch in der Kommentarspalte dieses Artikels wird rege diskutiert:

Vor zwei Tagen veröffentlichten wir den Artikel ,,Diskurs statt Stagnation”, der als Aufruf zu verstehen war alte Grabenkämpfe zu überdenken, und stattdessen an einem identitären Minimum für das nationale Spektrum zu arbeiten. Der Appell beinhaltet natürlich viel negative Kritik, allerdings war dies hinsichtlich einer Reflexion der politischen Agitation dringend nötig, und sorgt auch für die ungeteilte Aufmerksamkeit.

Wir haben daher auch mit viel Gegenwind gerechnet, der allerdings blieb bis jetzt aus. Neben Arbeitertum, dem Fahnenträger, hat auch das eher rechtsbürgerliche Nachrichtenportal DeutschlandEcho, sowie die eher radikale Plattform ,,Altermedia” den Text veröffentlicht. Damit dürfte garantiert sein, dass die Thematik in den größten Strömungen der deutschen Rechten zumindest beachtet wird.

Weiter auf blockidentitaet.info


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Eine Antwort zu “Block Identität: Die geistig-politische Schnittstelle – Diskurs statt Stagnation. ERGÄNZT!

  1. Pingback: Resonanz zum Artikel ,,Diskurs statt Stagnation” – Block Identität – Sprachrohr des metapolitischen Gegenschlags.

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