Arbeitertum

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Silber schießt gen Himmel

In Zeiten der skrupellosesten Totalinflation, die die erstunkene und erlogene Globalwirtschaft – und zudem wohl auch der Wahnsinn der Verantwortlichen – zur Folge hat, wird der Sachwert gegenüber dem Geldwert seine sprichwörtlich goldene Stunde erleben. Edelmetalle, die aufgrund ihrer Seltenheit und der Schwierigkeit, sie zu beschaffen, beim Menschen ein hohes Wertigkeitsgefühl verursachen, werden in Zeiten wie diesen für jedermann attraktiver. Wie gut Informierte zuvor bereits wussten, ist Silber dabei von ganz besonderem Interesse, weil es im Gegensatz zu Gold auch (noch) für die Privatperson ohne allzu großen Aderlass zu erwerben ist. Eine Unze Silber liegt beim gerechten Händler derweil etwa bei 35 Euro (+ / – einige Euro; US-Preis bei 40 Dollar pro Feinunze), während der Verkaufspreis sich in absehbarer Zeit bereits mehrmals verzehnfacht haben könnte. Der Silberwert ist im Gegegnsatz zum Vorjahr um ganze 122 Prozent angestiegen. Das finanzmarkt- und sozialkritische Blog Querschüsse.de schreibt:

“Dank” der Geldentwertung der Papierwährungen, getrieben durch die Liquidität, welche die Notenbanken ins System pressen geht die Rohstoffhausse Hand in Hand mit steigenden Aktienkursen weiter. Sogar das erneute Erdbeben in Japan mit der Stärke 7,1, welches zu umfangreichen Stromausfällen in Japan und bei einem weiteren Atomkraftwerk in Onagawa zu mehreren Rissen und damit Kühlwasserverlust aus Abklingbecken führte,  wurde vom Aktienleitindex Nikkei225 mit einem Anstieg von +1,9% begrüßt. Eigentlich kann niemand mehr ernsthaft den dominierenden Einfluss der Geldpolitik auf die Preise der Assets, ob Aktien oder Rohstoffe ignorieren.

Quelle

In Anbetracht dieses nicht mehr umzukehrenden Trends, der nun auch zusätzlich durch Japans Mutter Natur angefeuert wird, sollte man es sich tatsächlich noch einmal überlegen, ob man sein sicherlich hart verdientes Geld nicht lieber in einen Sack Silbermünzen, statt in anderen Unsinn, den uns der Kapitalismus schmackhaft machen möchte, zu investieren. In Krisenzeiten – und zwar in wirklichen Krisenzeiten, wenn es ums Ganze geht und nur noch die Gesetze des Lebens gelten – würde ein solcher Besitz nur von Vorteil sein.

Und davon abgesehen: Geld kann man in einer kapitalistischen Gesellschaft doch immer gebrauchen, nicht wahr?

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