Arbeitertum

Für eine klassenlose Gesellschaft | Gegen die imperiale Weltordnung | Für Volkstümlichkeit und Tradition

Zwischenstand der gegenwärtigen Euro- und EU-Krise

Auch wenn die Medien kaum berichten – wir können es nicht oft genug sagen -, die Finanzkrise und spezifisch für uns die Eurokrise sind nach wie vor bittere vorherrschende Realität. Wer glaubt, daß sich diese irgendwann einfach in Luft auflösen wird, der ist entweder von Haus aus hoffnungslos gutgläubig oder hat die leeren Phrasen der angeblich Verantwortlichen in Nadelstreifen für zu voll genommen, die Krise könne mit „vereinten Kräften“ und dergleichen „überwunden“ werden. Und morgen kommt der Osterhase.

Es ist schon höchst seltsam, daß man hier von Überwindung spricht, obwohl man sich in den Parlamenten und Chefetagen die Hürde selbst in den Weg gestellt hat. Die Art und Weise, wie hier aus selbstsüchtiger und ausschließlich geldorientierter Politik die Lösung der auf uns zukommenden Probleme wird, ist eigentlich an propagandistischer Plattheit nicht mehr zu überbieten. Wir erleben hier eine soupartige Scharade unserer Beherrscher, die das alles nur so weit haben kommen lassen, weil sie bis ins Mark ehrenlose Menschen sind, denen wir einen Dreck wert sind. Die deutsche Hoffnung in die Hände dieser sich in den gesellschaftsfernen Institutionen herumtummelnden- und vermehrenden krummbuckligen Gierhälse zu legen, gleicht dem kollektiven Selbstmord. Warum eine solch radikale Position am Ende immer Recht behält, zeigt auch die jetzige Entwicklung der ersten wirklichen Existenzkrise der Europäischen Union.

Falls es noch niemandem aufgefallen sein sollte, hat die Währungsreform vor 10 Jahren schon keinerlei Sinn ergeben – zumindest nicht für das Volk. Nicht nur, daß hier alle alltagswesentlichen Waren teilweise um das Doppelte teurer wurden – die ökonomischen Niveaus der Euro-Länder unterschieden sich teilweise erheblich. Man könnte meinen, eine angeglichene kontinentale Wirtschaftskraft wäre die Grundvoraussetzung für eine vereinheitlichende Währungsreform – wenn man schon in den nebeligen Gedanken eines Liberalen denken möchte -, aber da haben wir offenbar weit gefehlt. Weder die haushältlichen noch sozialen Standards waren annähernd auf gleicher Ebene. Es war für die herrschende Elite eben nicht notwendig, denn die hat ihren erstrebten Profit auch so erwirtschaften können. Dabei haben sich ganz sicher nicht wenige so einen stattlichen Geldspeicher anlegen können, daß selbst ein Zusammenbruch der EU letztendlich verschmerzt werden kann, insofern man das viele Papier nur im Handumdrehen in etwas zeitlos Wertvolles umwandeln kann. Machen wir uns nichts vor – egal, was passiert, die Eliten sind abgesichert. Wir sind es nicht. Kein Wunder also, daß die gesamte Währungsreform auf völlig unvorbereitetem Gebiet durchgezogen wurde. Dabei ging es nie um das Wohl der Völker.

Derweil soll der „Rettungsschirm“, der maßgeblich von der bislang erbärmlichsten „deutschen“ Regierung gestützt wird, vergrößert werden. Daß das deutsche Volk die liebste Melkkuh der europäischen Mächte darstellt, sollte jedem mittlerweile hinreichend bekannt sein. Wir erinnern nur an eine im öffentlichen Fernsehen getätigte Aussage des EU-Politikers Gustav Verheugen, der mit einer recht kruden Selbstverständlichkeit anmerkte, daß die Deutschen natürlich von den „europäischen Partnern“ kleingehalten werden müssten, damit diese keine Gefahr mehr für andere darstellten. Wir berichteten bereits darüber und wir kamen auch damals zu dem Schluss, daß das Publikum eigentlich hätte aufstehen müssen, um dem – sagen wir, nicht unbedingt attraktiven – Verheugen seine tiefe Dankbarkeit auszusprechen. Männer solch‘ klarer Worte haben Anerkennung verdient, oder nicht?

Da Deutschland nun also der an der Leine gezähmte barmherzige Samariter Europas  ist, kommen den EU-Eliten natürlich allerhand lustige Ideen. So muss die BRD ohnehin schon Unmengen an Geldern an die EU zahlen, als höchster Beitragszahler, versteht sich und der Rettungsschirm wird, wie bereits gesagt, von der BRD wesentlich mitgetragen. Es reicht eben nicht, sich nur als willenlose Marionette im imperialen Machtspielchen der Europäischen Union missbrauchen zu lassen, hin und wieder muss man bei allem unterwürfigem Gehabe eben auch Bares sprechen lassen. Nun soll der entsprechende Schirm abermals erhöht werden, denn die Krise will sich offenbar ganz einfach nicht überwinden lassen. Der bisher bei angeblich 250 Milliarden liegende Schirm soll auf 450 Milliarden erhöht werden. Die bösen Griechen, bei denen die Arbeitslosigkeit exponentiell gen Himmel schießt und in absehbarer Zeit auch nicht mehr aufzuhalten ist, sollen zinstechnisch entlastet werden, damit sie sich besser um ihren eigenen Trümmerhaufen kümmern können. Wer bei dieser Wohltätigkeit nicht spontan anfangen muss zu prusten, der hat nicht richtig gelesen. Dies ist wohlmöglich noch lächerlicher, als der Vorsatz, den Finanzmarkt von nun ab besser zu überwachen. Es scheint, als wüsste man einfach nicht mehr, was man dem idiotischen Plebs sonst noch erzählen soll.

Übrigens, Löhne sollen gemäß der entsprechenden Wirtschaftskraft angehoben werden. Das, was eigentlich Sonntagskuschelkirche des Liberalismus ist, soll hier nun die Krise überwinden. Wer ab hier nicht erkennt, daß wir es hier mit geschulten Lügnern zu tun haben, der sieht vermutlich auch ganz andere Dinge nicht im Leben. Die Tatsache, daß kein Volk wirklich an all den angeblichen „Booms“, den „Aufschwüngen“ und den „Erholungen“ profitierte, sollte ernüchternd genug sein, daß es sich hierbei um ein System handelt, welches den Arbeiter als Profiteuren kategorisch ausschließlt. Im Kapitalismus hat eben nur der Kapitalist die Macht über das Kapital und kann sich so aufspielen wie ein Sklavenhalter; ob er nun seine eigenen Arbeiter versklavt oder ob er sich Strohmänner in Redaktionen und Parlamenten kauft, spielt dann keine Rolle mehr. Aber aber der Zusammenhang wird dadurch umso deutlicher.

Die Fakten noch einmal zusammengefasst gibt es hier.

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: