Arbeitertum

Für eine klassenlose Gesellschaft | Gegen die imperiale Weltordnung | Für Volkstümlichkeit und Tradition

Freie Nationalisten Bremen: Nationale Solidarität statt Kapitalismus!

FN-BREMEN | Warum gehen wir am 1. Mai 2011 in Bremen auf die Straße?

Um diese Frage beantworten zu können, bedarf es zuallererst eines kurzen geschichtlichen Rückblickes:

Bereits vor zweieinhalb Jahrtausenden verkündete ein römischer Patrizier und direkter Abkömmling eines Plebejers namens Menenius Agrippa erstmalig den Grundsatz der organischen Staatsordnung und richtete damit die soziale Frage nicht nur an die Plebejer.

Die soziale Frage befasst sich mit den Störungen und Krankheiten des sozialen Ganzen; die Lösung aller damit zusammenhängenden Fragen ist Aufgabe der Sozialpolitik.

Sozialistische Bestrebungen gab es im germanischen Einflussgebiet (Nordeuropa) bereits vor etlichen Jahrhunderten. Selbst ehe die sogenannte Naturalwirtschaft durch die Geldwirtschaft abgelöst worden war, sieht man ähnliche wirtschaftliche bzw. politische Strömungen am Werke: so bedeutet z. B. die Periode der Leibeigenschaft und der Hörigkeit den notwendigen Übergang aus der antiken Sklavenwirtschaft zu allgemeiner Freiheit — zweifelsohne eine der größten Errungenschaften germanischer Zivilisation; hier wie anderwärts bei uns hat das egoistische Interesse Einzelner, bzw. einzelner Klassen, das Wohl Aller bereitet. Sobald aber die Geldwirtschaft eingeführt ist (was im 10. Jahrhundert beginnt, bei uns im Norden im 13. schon große Fortschritte gemacht hat und im 15. Jahrhundert vollständig durchgeführt ist), laufen die wirtschaftlichen Verhältnisse wesentlich den heutigen parallel, nur dass natürlich neue politische Kombinationen und neue industrielle Errungenschaften den alten Adam neu aufgeputzt zeigen, sowie auch, dass die Energie, mit welcher die Gegensätze auf einander stoßen, das, was man in der Physik „die Amplitude der Schwingungen“ nennt, abwechselnd zu- und abnimmt. Diese „Amplitude“ war im 13. Jahrhundert mindestens ebenso groß wie im 19., dagegen im 16. bedeutend geringer.

Der Sozialismus war früher ein wichtiger Bestandteil des Lebens; fast fünf Jahrhunderte lang spielte er in der Politik Europas eine bedeutende Rolle, von der Empörung der lombardischen Städte gegen ihre Grafen und Könige an bis zu den vielen Bauernorganisationen und -aufständen in allen Ländern Europas. Wie der Historiker Karl Lamprecht an einer Stelle aufmerksam macht: die Organisation der Landwirtschaft war bei uns von Hause aus „kommunistisch-sozialistisch“. Echter Kommunismus wird auch immer im Landbau wurzeln müssen, denn hier erst, bei der Produktion der unentbehrlichen Nahrungsmittel, erhält Kooperation umfassende und womöglich staatsgestaltende Bedeutung. Darum waren die Jahrhunderte bis zum 16. sozialistischer als das 19., trotz des vielen sozialistischen Geredes und Theoretisierens, das bis heute anhält. Doch auch dieses Theoretisieren ist nicht neu: um nur ein einziges älteres Beispiel zu nennen, gleich der Roman de la Rose, aus dem Jahrhundert des Erwachens (dem 13.) und lange Zeit hindurch das am weitesten verbreitete Buch von Europa, greift alles Privateigentum an; und schon in den allerersten Jahren des 16. Jahrhunderts (1516) erhielt der theoretische Sozialismus in Sir Thomas Mores Utopia einen so wohldurchdachten Ausdruck, dass alles, was seither hinzugekommen ist, gewissermaßen nur das theoretische Anbauen und Ausbauen des von More deutlich abgesteckten Gebietes ist.

Dies gibt sogar der marxistische Führer Kautsky zu (Die Geschichte des Sozialismus, 1895, I, 468) indem er meint, Mores Auffassung sei bis zum Jahre 1847, mit anderen Worten bis zu Marx, für den Sozialismus maßgebend gewesen. Wenn More das Wort Utopia, d. h. „Nirgendswo“, für seinen Zukunftsstaat erfand, so war das auch wieder ein humoristischer Zug; denn in Wirklichkeit fasst er das gesellschaftliche Problem durchaus praktisch an, weit praktischer als manche sozialistische Doktrinäre des heutigen Tages. Er fordert: rationelle Bewirtschaftung des Bodens, Hygiene des Körpers und der Wohnung, Reform des Strafsystems, Verminderung der Arbeitsstunden, Bildung und edle Zerstreuung einem Jeden zugänglich gemacht. Manches davon ist dann später auch eingeführt worden. Nicht allein besitzen wir vor dem Jahre 1800 eine lange Reihe von Sozialtheoretikern, unter denen der berühmte Philosoph Locke mit seinen klaren und sehr sozialistisch gearteten Auseinandersetzungen über Arbeit und Eigentum hervorragt, sondern das 16., das 17. und das 18. Jahrhundert brachten eine vielleicht ebenso große Anzahl Versuche über kommunistische Staatsumbildungen wie das 19. oder 20. Jahrhundert. Der Holländer Peter Cornelius z. B. schlägt schon im 17. Jahrhundert die Abschaffung aller Nationalitäten und die Bildung einer „Centralmagistratur“ vor, welche die Verwaltung der gemeinsamen Geschäfte der in zahlreiche „Aktiengesellschaften“ (sic) vereinigten Menschengruppen besorgen soll, und Winstanley entwickelt in seinem Gesetz der Freiheit (1651) ein so vollendetes kommunistisches System mit Abschaffung alles persönlichen Eigentums, Abschaffung (bei Todesstrafe) alles Kaufens und Verkaufens, Abschaffung aller spiritualistischen Religion, dass er wirklich für Nachfolger wenig übrig ließ.

Der gedankenreiche Sozialist William Morris sagte: „Wir sind die Sklaven der Ungeheuer geworden, die unsere eigene Schöpferkraft geboren hat.“ Die Menge des Elends, das die Industrialisierung im 19. Jahrhundert verursacht hat, lässt sich durch keine Ziffern darstellen, sie übersteigt jede Fassungskraft.

Die übermäßig schnelle Industrialisierung und die dadurch hervorgerufenen Gegensätze zwischen Unternehmern und Arbeitern hatten zur Folge, dass die Sozialpolitik sich bis ins 20. Jahrhundert hinein ganz auf Schutzmaßnahmen für die Industriearbeiter beschränkte. Die deutsche Sozialpolitik setzte, England folgend, im Jahre 1818 in Preußen mit einem militärischen Bericht über die traurige Lage der rheinischen Fabrikkinder an die preußische Regierung ein. Aber erst 1839 verbot der preußische Staat die Annahme von Kindern unter 9 Jahren zur regelmäßigen Arbeit in Hüttenwerken.

1848 begann der Kampf um den Achtstundentag und 1872 wurde der „Verein für Sozialpolitik“ gegründet, der seitdem den Mittelpunkt der wissenschaftlichen Bemühungen um die Lösung der sozialen Fragen bildete.

Als Deutschland 1871 gegen Frankreich siegte, da schwelgte es im Rausch der scheinbaren Verwirklichung eines vielhundertjährigen Traumes. Es wurde reich und vergaß im Genuss dieses Reichtums, worum die Menschen auf dem Schlachtfelde eigentlich gestritten hatten. In der Zeit nach dem Sieg versäumte das Deutsche Reich, auch die Schranken zwischen den Deutschen zu zerbrechen und so zerfiel das Volk wieder in Bürger und Proletarier, in Arbeitgeber und Arbeitnehmer, in Intellektuelle und Ungebildete, und der Klassenkampf war bald keine blasse Theorie mehr, sondern wurde zu einer Tatsache des Lebens.

1878 führte das Deutsche Reich die Fabrikinspektion ein und Bismarck bemühte sich um die Sozialversicherung. Die soziale Frage geriet immer mehr zur innenpolitischen Auseinandersetzung, bedrohte die Staatsordnung und führte im selben Jahr auch zum „Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“.

1891 wurde das Arbeiterschutzgesetz erlassen, das eine Reihe wichtiger Maßnahmen wie die Sonntagsruhe und den Lohnschutz einführte.1903 trat das Kinderschutzgesetz in Kraft. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Achtstundentag eingeführt und am 4. Februar 1920 verfügte die Weimarer Verfassung das Betriebsrätegesetz, durch das der Gedanke der sozialen und wirtschaftlichen Interessenvertretung der Arbeitnehmer verwirklicht werden sollte.

Aber in der Weimarer Republik standen diese Auseinandersetzungen stärker wie nie zuvor unter dem Einfluss des Klassenkampfgedankens – die volksfeindliche Lehre des Marxismus, nach der die politische und wirtschaftliche Geschichte sich im Kampf der Klassen vollzogen habe und zuletzt die Arbeiterklasse die Oberhand gewinnen müsse.

Das Weimarer System stand der sozialen Not aber völlig ratlos gegenüber und musste ideen- und hilflos mit ansehen, wie der demokratische Traum der Republik daran zerbrach. Denn auch Amerika, Frankreich und England stützten das von ihnen geschaffene Weimarer System nicht und überließen es einer Herde von zankenden Parlamentariern.

Demgegenüber stand der Gedanke des Nationalsozialismus, der statt des Klassenkampfgedankens die Idee der Volksgemeinschaft stellte, sich gegen den Marxismus durchsetzte, am 30. Januar 1933 die Macht in Deutschland übernahm und die große Not durch die Behebung der Arbeitslosigkeit behob; diese hatte Ende 1932 die Zahl von 6 Millionen Arbeitslosen überstiegen – Tausende Deutsche hatten sich bis dahin vor Hunger, Armut und Aussichtslosigkeit das Leben genommen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde in der BRD das Sozialstaatsprinzip verankert – danach sollte soziale Sicherheit und Chancengleichheit wichtigste Aufgabe staatlicher Sozialpolitik sein. Die Nachkriegsnot und das darauf folgende „Wirtschaftswunder“ ließ aber diese Fragen in den Hintergrund treten – denn Arbeit war nun genug vorhanden.

Doch schon Mitte der 60er Jahre musste dieser Auftrag aufgrund auftretender Krisenerscheinungen in der Wirtschaft mehr und mehr in Frage gestellt werden. Sozialpolitische und wirtschaftsfordernde Maßnahmen waren gemeinsam nicht mehr zu bewältigen; so mussten sozialpolitische Maßnahmen zurückgeschraubt werden. Seit Anfang der 70er Jahre gesellte sich eine steigende Staatsverschuldung dazu, die bis heute unerhört gestiegen ist – ebenso wie die Arbeitslosigkeit, die die Zahl von 5 Millionen weit überschritten hat. Die Aufgaben der Sozialpolitik können seit vielen Jahren nicht mehr von den Staatseinnahmen gedeckt werden und wurden durch immer neue Schulden finanziert.

1998 übernahm jene Sozialdemokratie die Regierung in Deutschland, die sich aus der Idee des Klassenkampfes heraus noch „Arbeiterpartei“ nannte, und sich daran machte, alle sozialen Errungenschaften bis hin zu Bismarcks Sozialversicherung aus Kostengründen abzuschaffen und zum Spekulationsgeschäft von internationalen Großkonzernen zu machen. Unter dem Staatsschuldendruck wurde nach und nach das gesamte Volksvermögen verschleudert, man nannte es „privatisieren“, doch in Wirklichkeit reichten die Verkaufserlöse nicht einmal für eine Schuldentilgung.

Ebenso haben die Sozialdemokraten begonnen, auch andere staatliche Aufgaben wie die Rentenversorgung, Krankenversorgung und die Gesundheitsvorsorge zu privatisieren und zum Spekulationsobjekt zu machen. Durch „Reformen“ unerhörten Ausmaßes wurden gerade die schwachen und kranken Menschen finanziell immer weiter ausgepresst. Auch die Arbeitslosigkeit wurde nicht bekämpft – sondern die Arbeitslosen. Diese SPD-„Reformen“ waren alle allein nur dazu geeignet, den Arbeitslosen mit neuen Methoden die Arbeitslosenunterstützung zu kürzen und die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen zu verschleiern – die soziale Not aber wurde immer größer.

So ist auch jene Partei gescheitert, die einst das kaiserliche Deutsche Reich und dessen Autorität unterwühlt hatte, die mit der sozialen Frage die Massen aufgepeitscht hatte, um die Macht zu erringen. Seit der Regierungsübernahme durch die koalierenden Blockparteien CDU und FDP hat sich nichts geändert. Der Schuldenberg wurde größer, die Arbeitslosigkeit konnte – trotz aller Verschleierungsversuche – nicht vermindert und die soziale Gerechtigkeit nicht hergestellt werden.

Der kurze geschichtliche Rückblick zeigt deutlich, dass selbst an der Macht es die Demokraten nicht vermochten, ein gerechtes System nach ihren eigenen vorher versprochenen Maßstäben zu errichten – stets wurde als Folge der propagierten „Gleichheit“ die Ungerechtigkeit nur größer; und so driften auch heute „arm“ und „reich“ immer weiter auseinander.

Dem Arbeiter sollte am 1. Mai der Ehrentitel wiedergegeben werden. Das war der dahinter steckende Sinn, als der gesetzliche Feiertag am 10. April 1933 durch die Nationalsozialisten gestiftet wurde. Heute aber bekommen wir lediglich einen Feiertag, um das Scheitern des Bündnisses für Arbeit versüßt zu bekommen von den Vertretern des plutokratischen Systemkartells.

Jahr um Jahr missbraucht die BRD den 1. Mai um den Arbeitern ein Ventil zu bieten, deren sozialen Problemdruck abzulassen. Den Problemdruck zu beseitigen aber, versagen die Etablierten auf ganzer Linie. Am 2. Mai bereits geht’s dann wieder weiter mit einer katastrophalen Politik der Reichtumspflege. Eine Steuerpolitik für Bonzen und Millionäre, und eine Rentenpolitik die zum Sterben einlädt.

Sozialstaat BRD: Millionen Deutsche sind arbeitlos!

Sozialstaatsdemontage, staatliche Deregulierung und Globalismus zeigen die Wirkungen eines entfesselten Marktes auf. Die Marktwirtschaft wird ihrem grundrechtlichen Anspruch sozial zu sein, nicht mehr gerecht. Produktionsverlagerung, sowie ein als Druckmittel missbrauchtes Millionenheer fremdrassiger Billiglohn-Arbeiter, macht eine neue Armut unter den Deutschen wieder zur Realität. Was einst Heimat war, verkommt zur kapitalistischen Maschinerie, geölt vom Blut der Arbeiter. Industrielle Rekordgewinne nie gewesenen Ausmaßes werden erzielt, bei gleichzeitigem Abbau von Arbeitsplätzen.

Ein bedrohliches Wachstum an den Rändern der Gesellschaft, fordert eine Zerreißprobe der Gemeinschaft heraus. Klassengegensätze werden zur traurigen Realität einer kapitalistischen Ellbogengesellschaft. Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer und vor allem immer mehr. In vielen Städten, insbesondere in Mitteldeutschland, zeigt sich die Unfähigkeit der Systempolitiker die Menschen mit der vorhandenen Arbeit zusammenzuführen. Wo blühende Landschaften hätten entstehen sollen, wurden ausgetretene Pfade des Westens gen Osten verlängert.

Mit dem Ausverkauf des Tafelsilbers unter dem Deckmantel Privatisierung, gibt die Bundesrepublik ihre Bankrotterklärung ab. Die Politik verkommt zum Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt. Fremde Interessen stehen im Vordergrund, und der kleine Mann bezahlt die Zeche. Kritik und Unmut von unten, werden dann, in unserem jeden Tag bedenklich freier werdenden Staat lediglich als Störungen empfunden. Doch ohne Druck von Unten, wird Oben nichts geschehen!

Hierin liegt unsere Aufgabe als die Vertreter der noch schweigenden Mehrheit. Wir Nationalisten vertreten als Kraft der sozialen Erneuerung die Rechte des kleinen Mannes. Arbeit für Millionen, statt Profite für Millionäre haben wir uns deshalb auch auf unsere Fahnen geschrieben.

Das Versagen wild gewordener internationaler Finanzmärkte in der Umverteilungs-Politik, bedarf einer grundlegenden Korrektur, durch das Prinzip der nationalen Solidarität. Der Klassenkampf hat das deutsche Volk in zwei Teile zerrissen und es so unfähig gemacht, Gemeinschaft zu werden. Der Klassenkampf muss durch die Beseitigung seiner Grundlagen und Ursachen bekämpft werden.

Die soziale Frage ist daher für uns nicht nur die Frage nach der wirtschaftlichen Besserstellung unseres Volkes, sondern größer und umfassender: die Frage nach der Verständigungsfähigkeit der Volksgenossen untereinander, die eine Hebung, Förderung und Mehrung aller sittlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Güter der gesamten Nation und jedes Einzelnen bedeutet. Daher auch unsere Forderungen: Deutsches Geld für deutsche Aufgaben, und Arbeitsplätze zuerst für Deutsche. Ein Volk ist so reich, wie es seine Arbeit zu organisieren vermag. Bei einer faktischen Aussperrung fünf Millionen Arbeitsuchender aus dem Arbeitsmarkt aber, beraubt man ein Volk des Anspruches auf Entfaltung der schöpferischen Fähigkeiten.

Das Volk blutet, das System verwaltet, das Kapital kassiert! In Deutschland muss wieder von Deutschen für Deutsche Politik gemacht werden. Es gibt den Standort Deutschland, nur die etablierten Politiker sind nicht wettbewerbsfähig. Darum sollte das Volk die Politiker austauschen, ehe die Politiker das Volk austauschen. Mit neokonservativer Formflickerei ist Deutschland aber nicht aus der Krise zu führen. Radikale Probleme, bedürfen radikaler Lösungen!

Gerade in der heutigen Zeit ist der 1. Mai, der Feiertag der Arbeitnehmer, von hoher Bedeutung als Symbol des Protestes gegen die Machenschaften von Staat und Arbeitgeberseite. Seit Jahren sehen wir uns dem zunehmenden Abbau von Arbeitnehmerrechten, immer weiter steigender Belastung am Arbeitsplatz, Steuer- und Abgabenwucher, sozialem Kahlschlag (Hartz IV) und einer einseitigen Regierungspolitik zugunsten der Reichen gegenüber.

Die Armen immer ärmer, die Reichen immer reicher!

Millionen Menschen sind auf Sozialleistungen angewiesen. Viele von ihnen, weil sie arbeitslos sind, und andere, weil sie von ihren Hungerlöhnen nicht überleben könnten. Deutschland ist mittlerweile eines der wichtigsten Billiglohnländer in der westlichen Welt. Tritt man heute nach der Schulzeit ins Arbeitsleben ein, kann man davon ausgehen, im Alter eine auf Sozialhilfeniveau liegende Armutsrente zu bekommen. Löhne und Sozialleistungen werden gekürzt – alles, weil angeblich kein Geld vorhanden ist.

Gleichzeitig macht man den oberen Zehntausend und den Großkonzernen ein Steuergeschenk nach dem anderen. Öffentliches Eigentum wird privatisiert, das ganze Leben wirtschaftlichen Nutzungsinteressen unterworfen. Die Lasten der Finanz- und Wirtschaftskrise wälzt man auf die Arbeitnehmer ab, siehe die Rettungspakete für Banken oder die Hilfsmaßnahmen für Griechenland.

Der Krieg in Afghanistan, die finanzielle Unterstützung von Millionen Ausländern und die allgegenwärtige Unfähigkeit der Politik verschlingen immer weitere Milliarden.

Gegen diese Heuchelei ist Protest bitter nötig. Dass Widerstand möglich ist, zeigen die Massenproteste in Frankreich, Griechenland und anderswo. Das alles wäre eine Aufgabe für den Deutschen Gewerkschaftsbund und die politische Linke!

Doch was macht der DGB? Gewerkschaftsfunktionäre bis hinunter auf die Betriebsratsebene üben sich in regelrechter Kumpanei mit Kapital und Politik. DGB-Vertreter waren an der Ausarbeitung der Hartz-Gesetze beteiligt. Beim Stellenabbau erfolgt nur zu oft ein Kuhhandel zwischen DGB-Betriebsräten und der Arbeitgeberseite. Befristet Beschäftigte, Leiharbeitnehmer und Arbeitslose haben keine Lobby im DGB. Muckt die Basis in ihrer Verzweiflung auf und organisiert selbsttätig Proteste und Streiks, so fällt ihr der eigene Betriebsrat in den Rücken.

Und was machen die etablierten Parteien? Die SPD entfällt spätestens seit der Regierung Schröders mit ihrer Agenda 2010 und ihren Hartz-Gesetzen als Kraft des sozialen Protestes. Die Grünen sind zur Interessenvertretung des degenerierten Gutmenschentums verkommen; mittlerweile verdienen ihre Anhänger besser als die der FDP. Die LINKE führt zwar den antikapitalistischen Protest im Munde, aber wo sie regiert, zieht sie am gleichen Strang wie die anderen Parteien auch. So ist die LINKE daran beteiligt, in Berlin die städtische Wohnungsbaugesellschaft an den amerikanischen Finanzinvestor Cerberus zu verschleudern.

Nur mit einer Systemalternative können wir die Etablierten aus ihren Parlamentssesseln hinaus, und von ihren Futtertrögen hinfort jagen und einen sozialen Neuanfang wagen. Sozialismus, Antikapitalismus und Nationalismus sind untrennbar miteinander verbunden und finden ihren politischen Ausdruck in unserer nationalen Bewegung. Aus diesem Grunde werden wir am 1. Mai 2011 in Bremen marschieren; um für die Rechte des deutschen Arbeiters einzutreten. Der 1. Mai gehört nicht den Gewerkschaften und nicht den Linken, sondern schon immer uns. Wir werden die Hoffnungsträger der Millionen sein, wenn sie vor den Trümmerhaufen einer kapitalistischen Nachkriegspolitik stehen. Das herrschende System muss weg! Wir sind das Volk!

Unsere Forderungen zum 1. Mai sind daher:

– Arbeit muss ein Grundrecht sein, gleichzeitig aber auch eine Pflicht für jeden Deutschen!

– Wir fordern eine gemeinschaftsverpflichtende Privatwirtschaft!

– Einschränkung der Kapitalmacht bei Aktiengesellschaften; Stopp der Privatisierung!

– Wir benötigen keine Arbeitgeberverbände, keine Gewerkschaften – stattdessen: betrieblicher Interessenausgleich mit überbetrieblichen Kontrollinstrumenten.

– kleine und mittelständische Unternehmen müssen – mit klaren Verpflichtungen für die Allgemeinheit – die Möglichkeit bekommen, über zinslose Darlehen Investitionen vorzunehmen, ohne in eine unkalkulierbare Schuldenfalle zu treiben.

– Wir fordern einen massiven Ausbau der Infrastruktur sowie eine Förderung der Bildungseinrichtungen mit Material und Personal

– Massive Förderung von Berufseinsteigern durch Stipendien, Bafög oder Berufsausbildungsbeihilfe!

– Gleiche Löhne für gleiche Arbeit! Die Ungerechtigkeit der Zahlung unterschiedlicher Löhne in West- und Mitteldeutschland muss beendet werden. Zwischen den Verdiensten in West- und Mitteldeutschland besteht noch immer ein deutlicher Unterschied.

– Die Lohnnebenkosten sind zu senken, durch die Ausgliederung sachfremder Leistungen aus den Sozialversicherungssystemen! Arbeit wird so billiger. Neue Arbeitsplätze werden geschaffen, was wiederum zu einer Senkung der Arbeitskosten führt. Eine positive Spirale kommt in Gang.

Unser Volk leidet unter dem Kapitalismus, und wenn ein Volk leidet, muss gehandelt werden!

Handeln wir am 1. Mai 2011 in Bremen –

für die Unterdrückten, gegen die Ausbeuter!

Quelle: fn-bremen.org

 

 

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