Arbeitertum

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Knüppeln bis zum Erbrechen

FOCUS | Die Deutschen arbeiten immer länger. Bis zur Rente mit 67 ist es zwar noch ein Weilchen hin. Doch die Zeiten, in denen man sich möglichst früh in den Ruhestand verabschiedete, sind vorbei. Vor allem die Männer bleiben immer länger im Job.

Die Menschen in Deutschland gehen immer später in Rente. Nach einer Studie im Auftrag der Regierung sei das Renteneinstiegsalter seit dem Jahr 2002 um zwölf Monate gestiegen, berichtet die „Süddeutschen Zeitung“ am Mittwoch. Inzwischen beginne der Ruhestand im Schnitt mit 63 Jahren. Der Anteil der Menschen, die auch nach ihrem 60. Geburtstag einer Arbeit nachgingen, sei auf 33 Prozent gestiegen.

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Die Erhöhung des Renteneintrittsalter unter gleichzeitiger Abspeckung der Rentenbeiträge selbst ist Königsdisziplin des Liberalismus, die insbesondere dazu dienen soll, gute und bewährte Fachkräfte möglichst lang an das skalvenmäßige Verhältnis Arbeiter-Unternehmer binden soll. So ist es also Standard, wenn das Renteneintrittsalter steigt, während die Arbeitslosenrate hochschießt. Dies mag auf den ersten Blick unlogisch erscheinen, denn warum sollten bei offenkundigem Arbeitsplätzemangel die Gesamtzeit zu arbeiten für Einzelne erhöhrt werden, ist aber ganz gängige kapitalistische Praxis, die – wie oben schon angedeutet, einem eiskalten Kalkül entspringt.

Nun sucht man verzweifelt nach Arbeitsmöglichkeiten für über 60-Jährige; zu irgendwas müssen die Greise doch noch in der Lage sein, in jedem Fall wird sich das System potentielle Akkumulierungspüppchen auch über 60 noch warm halten.

Bedenkt man dabei, daß jene, die ihr Leben lang für die kapitalistische Maschine geschuftet haben, kaum etwas von staatlicher Seite – die sie im Gegenzug aber stets fleißig und naiv-ehrlich vollgepumpt haben – dafür zurückbekommen, dann kann einem bei der Renteneintrittsalter-Debatte nur noch die Galle emporsteigen, tritt hier doch wieder eine Heuchelei der Volksvertreterei zutage, die nicht nur charakteristisch für unsere Bundesregierung, sondern für alle liberalistischen Staatsregierungen überhaupt ist.

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