Arbeitertum

Für eine klassenlose Gesellschaft | Gegen die imperiale Weltordnung | Für Volkstümlichkeit und Tradition

Die BRD ist Schlusslicht bei der Lohnentwicklung in der EU

Laut dem Statistischen Bundesamt haben sich in keinem anderen EU-Land die Löhne so negativ entwickelt wie in der BRD. So seien die Bruttolöhne in Deutschland zwar seit dem Jahr 2000 um 21,8 Prozent gestiegen, im EU-Durchschnitt aber betrug die Lohnsteigerung rund 36 Prozent. 2009 stiegen in Deutschland die Bruttolöhne gar nur um magere 0,5 Prozent an. Nicht eingerechnet war bei diesen Statistik die Inflationsrate, sodass von einem deutlichen Kaufkraftverlust in den letzten Jahren auszugehen ist. Auch bei den Lohnnebenkosten, zu denen die Beiträge zur Sozialversicherung und Altersvorsorge gehören, weist Deutschland den geringsten Anstieg auf. Sie legten um 9,3 Prozent zu, im EU-Schnitt dagegen um 38,5 Prozent und im Euro-Währungsgebiet um 32,7 Prozent.

Gleichzeitig steigt aber die „Produktivität“ der Arbeit um über 20 Prozent zu. In den Betrieben führt dies zu einem wachsenden Arbeits- und Leistungsdruck auf die lohnabhängig Beschäftigten. Ursächlich für diese katastrophale Lohnentwicklung in der Bundesrepublik ist der Siegeszug des neoliberalen Kapitalismus, der auf eine Ausweitung des Niedriglohnsektors und sklavenähnliche Beschäftigungsverhältnisse, wie etwa Leiharbeit, setzt.

Dagegen bildet sich nun unter den Arbeitern zusehends Protest! Die Stahlarbeiter fordern völlig zurecht Lohnerhöhungen von 6 Prozent. Dabei muss sich dieser Arbeitskampf auf alle Branchen ausweiten, da die deutschen Arbeiter flächendeckend mit massiven Lohnkürzungen belastet wurden. Gerade in der kapitalistischen Wirtschafts- und Finanzkrise sollen Arbeiter und Arbeitslose für eben jene Krise des kapitalistischen System bezahlen, während die Oberschichten geschont werden. Die sich nun abzeichnenden Klassenkämpfe werden eine deutliche Antwort auf die Angriffe der Bundesregierung auf Arbeiter, Arbeitslose und Unterschichten zu geben haben.

Dabei wird auf die Gewerkschaften in der BRD kein Verlass sein. Sie haben in der Vergangenheit immer wieder zu Lohnverzicht aufgerufen und tragen eine erhebliche Mitschuld für den Siegeszug prekärer Beschäftigungsverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt!

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