Arbeitertum

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Walter Ulbricht: Zehn Gebote der sozialistischen Moral und Ethik

Folgende „Gebote der sozialistischen Moral und Ethik“ wurden von Walter Ulbricht auf dem Parteitag der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) im Juli 1958 verkündet:

1. Du sollst Dich stets für die internationale Solidarität der Arbeiterklasse und aller Werktätigen sowie für die unverbrüchliche Verbundenheit aller sozialistischen Länder einsetzen.
2. Du sollst Dein Vaterland lieben und stets bereit sein, Deine ganze Kraft und Fähigkeit für die Verteidigung der Arbeiter-und-Bauern-Macht einzusetzen.
3. Du sollst helfen, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu beseitigen.


4. Du sollst gute Taten für den Sozialismus vollbringen, denn der Sozialismus führt zu einem besseren Leben für alle Werktätigen.
5. Du sollst beim Aufbau des Sozialismus im Geiste der gegenseitigen Hilfe und der kameradschaftlichen Zusammenarbeit handeln, das Kollektiv achten und seine Kritik beherzigen.
6. Du sollst das Volkseigentum schützen und mehren.
7. Du sollst stets nach Verbesserung Deiner Leistungen streben, sparsam sein und die sozialistische Arbeitsdisziplin festigen.
8. Du sollst Deine Kinder im Geiste des Friedens und des Sozialismus zu allseitig gebildeten, charakterfesten und körperlich gestählten Menschen erziehen.
9. Du sollst sauber und anständig leben und Deine Familie achten.
10. Du sollst Solidarität mit den um ihre nationale Befreiung kämpfenden und den ihre nationale Unabhängigkeit verteidigenden Völkern üben.

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10 Antworten zu “Walter Ulbricht: Zehn Gebote der sozialistischen Moral und Ethik

  1. BlackHole August 24, 2010 um 3:11 pm

    Dieser Mann hat mit seiner Politik, mit seiner Verachtung dem Volk gegenüber, wenigstens gegen 9 der 10 Gebote verstossen.

  2. sozrev August 24, 2010 um 4:40 pm

    Das würde dann doch bei aller Kritik an der DDR durchaus einer Untermauerung bedürfen.

    Hier geht es auch gar nicht um eine Lobeshymne auf Ulbricht und die DDR, aber dann durchaus darum das die DDR nicht zur Westlichen Wertegemeinschaft gehörte (WWG), und bei aller Kritik das Überleben unseres Volkes dort nicht gefährdet war. Auch war der Arbeiter und Kleinbürger in der DDR sozial abgesichert (Recht auf Arbeit, usw).

    Deutsche Kultur und Geschichte wurden mehr in Ehren gehalten als in der BRD, es gab noch eine preußische Tradition, usw.

    Darum zeigen Umfragen auch das in Mitteldeutschland 60 Prozent der Deutschen die Idee des Sozialismus durchaus Bejahen. Fehler und Fehlentwicklungen sind zu analysieren, ohne aber denn einzigen sozialistischen Versuch auf deutschen Boden total zu verdammen.

    • blacksun87 August 24, 2010 um 10:28 pm

      Ja so sehe ich das auch.

      Die BRD ist tödlich fürs Volk… DDR hätte sich niemals dem anschließen sollen!

      Ich bin kein Ossi um das sagen zu können.

  3. Neuschwabenland August 24, 2010 um 9:47 pm

    @Soz

    Seh ich genauso. Beim nächsten Versuch wirds besser, wenn der Deutsche Sozialismus von Moskau keine Vorgaben bekommt.

  4. Altrumas August 25, 2010 um 8:44 am

    @ sozrev

    Wenn es nicht um eine „Lobeshymne auf die DDR“ geht um was bitteschön dann?

    Dann wenigstens doch um eine „Lobeshymne auf Teilsaspekte der DDR“. Oder liege ich da falsch?

    Was daran neu sein soll verstehe ich im übrigen auch nicht. Schon der KDS feierte die DDR als das „bessere“, „deutschere“ Deutschland ab.

    „Gebot“ Nr. 7 ist ja das Beste 😉

    Der einzige Unterschied zur neoliberalen Arbeitspropaganda besteht darin das man einfach das Adjektiv „sozialistisch“ davor gesetzt hat.

    • Lex Luger August 25, 2010 um 10:15 am

      Sieh es doch einfach mal als Wink mit dem Zaunpfahl, daß der Sozialismus in sich lange nicht antinational sein muss. Ich persönlich halte es auch für zu platt, die DDR als bisher einzigen sozialistischen Versuch auf deutschem Boden rigoros zu verteufeln. Sozrev sagt das einzig Richtige: Aus den Erfahrungen lernen und weiter machen!

      Übrigens: Sozialisten, die nicht mehr in der Lage sind, reale Arbeit von in der Theorie behandelter Arbeit zu unterscheiden – so ist bspw. auch mein Belehrungsversuch hier ARBEIT -, sind kaum mehr als solche zu bezeichnen. Und jene Sozialisten, die tatsächlich kritisieren, daß der Arbeiter mit Disziplin seinen Sozialismus aufbaut, sollten sich vielleicht mal gründlich darüber Gedanken machen, was sie überhaupt möchten. Wertkritik usw. mag ja schön und gut sein, ein Kamernosse sagte mir mal, es sei ein sehr reichhaltiger Steinbruch, aus dem man viel mitnehmen kann. Sobald es aber an den Begriff der Arbeit geht, wird es unlogisch und unsinnig, weil auch im Sozialismus nunmal gearbeitet werden muss.

      Das Leben ist kein Wunschkonzert, auch nicht im Sozialismus.

  5. Neuschwabenland August 25, 2010 um 12:39 pm

    Im Sozialismus bewegt sich das Leben zwischen „Faulheit und Arbeit“ – so der Titel einer Wochenendbeilage der „Jungen Welt“.

    • Lex Luger August 25, 2010 um 12:51 pm

      Faulheit wäre das falsche Wort. Neben notwendiger Arbeitspflicht gibt es ja auch massenhaft Arbeit, die auf freiwilliger und zwangloser Basis geschieht. Faulheit ist ein Kaugummibegriff: Jemand, der stundenlang im Bett liegt und dabei vielleicht gern liest, wird bei einigen Arbeitsfetischisten durchaus als Faulpelz gelten, für mich ist er dies aber keineswegs. Faul sind nur jene, die sich vor Notwendigkeiten drücken, weil sie sich der Anstrengung nicht aussetzen wollen. Wie soll der Sozialismus funktionieren, wenn notwendige Arbeiten nicht erledigt werden?

  6. Neuschwabenland August 25, 2010 um 5:39 pm

    @LL

    Faulheit u n d Arbeit heißt auf jeden Fall, daß gearbeitet werden muß !!! Jeder nach seinen gesundheitlichen Möglichkeiten und seinen Fähigkeiten, Begabungen.
    Ehrenamtliche Arbeit ist ehrenwert, soll es auch weiterhin geben, sollte aber nicht groß ausgedehnt werden in den ökonomischen Bereich. Am Ende arbeiten Erwerbslose, die vom Staat alimentiert werden ehrenamtlich, stützen den Klassenstaat; machen Arbeitsplätze anderer kaputt. Beispielsweise bei den Tafeln arbeiten ehrenamtlich Leute. Würde man dies ausdehnen, würden Verkäuferinnen in Supermärkten ihren Arbeitsplatz verlieren. Das wäre nicht gut. Deshalb müssen Supermarktketten in sozialistisches Eigentum überführt werden. Tafeln wird man im Sozialismus nicht mehr brauchen, weil der Staat für Grundnahrungsmittel Preise festsetzen kann.

  7. Neuschwabenland August 26, 2010 um 1:37 pm

    Walter Ulbricht: „… körperlich gestählten Menschen .. .“

    Das hätte man in der HJ nicht besser formulieren können. Die Schulministerin Margot Honnecker war ja in jungen Jahren im BDM. Später war sie dann bei der Antifa.

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