Arbeitertum

Für eine klassenlose Gesellschaft | Gegen die imperiale Weltordnung | Für Volkstümlichkeit und Tradition

Wer Wahrheiten verbreitet … kann nur ein Vergewaltiger sein!

Wenn man sich mit den Hoheiten der freien westlichen Welt anlegt, muss man sich auf Einiges einstellen. Julian Assange, Gründer von WikiLeaks, wusste das. Dennoch veröffentlichten er und seine Mitarbeiter auf der Plattform, die vom Aufbau her Wikipedia ähnelt, einen Haufen us-amerikanischer Geheimdokumente, die sich im Wesentlichen um den Afghanistan-Feldzug drehen. Ziel sei die völlige Aufklärung über den Krieg gegen die Taliban und seine Hintergründe. Auch zukünftig wird die Plattform geheime Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich machen: Von 15.000 weiteren Exemplaren sprach Assange auf einer Konferenz in Stockholm.

Schnell wurden die Eliten des Imperium Wests aufmerksam auf die Plattform. Zwar ist den Verantwortlichen hinter den Kulissen das Internet mit seiner stetig wachsenden Blogging-Gesellschaft schon lange ein Dorn im Auge, doch ein „Geheimdokumente-Wikipedia“ geht dann wirklich zu weit. Schließlich sieht der US-amerikanische Staat, genauso wie es alle Staaten tun würden, sein eingemeißeltes Monopol auf Information in Gefahr.

Immer dann also, wenn von Privatpersonen, quasi „Zivilisten“, heiße Informationen veröffentlicht werden, muss damit gerechnet werden, daß die zuständigen Eliten dagegen angehen werden – insbesondere dann, wenn diese Informationen mitunter so wahrheitslastig sind, daß sie entschieden an der aufgebauten Staatsfassade meißeln würden.

Nun, da das US-Verteidigungsministerium bereits davor warnte, solcherlei Dokumente zu veröffentlichen, und dabei die Gefährdung von Menschenleben in den Vordergrund schob, sollte der Informationskampf Oben gegen Unten noch weit perfidere Züge annehmen. Nachdem also die angebliche Sorge, Taliban-Rebellen könnten mit Hilfe von Wikileaks die Identitäten vermeintlicher afghanischer Helfer von US-Truppen herausfinden, nicht hinreichend abschreckend wirkte, sollen nun andere, subversivere Geschütze ausgefahren werden. Welche Waffe macht sich letztendlich besser als die böswillige Verleumdung?

Das Ende vom Lied: Assange wurde in Schweden unter den Verdacht der Vergewaltigung gestellt. Gerade jetzt, wo sich Assange und Wikileaks einen Namen macht, scheinen sich urplötzlich Vergewaltigungsopfer aus dem Nichts doch dazu entschlossen zu haben, ihren Peiniger anzuzeigen. Daß dies allerdings wenig glaubwürdig ist, sollte für jedermann verständlich sein. Zwei Frauen behaupten nun, Assange habe sie vergewaltigt – Haftbefehl wurde bereits erteilt. Assange selbst wies alle Vorwürfe gegen sich zurück.

Wer hier nicht misstrauisch wird, dem sind alle Sinne irgendwann einmal verloren gegangen. Ganz offenbar handelt es sich beim Fall Assange um einen klassischen Versuch des Rufmords: Denn völlig egal, ob die Schuld bewiesen wird, oder nicht – und dabei können die Anschuldigungen noch so absurd,  kann die Gegenbeweislast noch so erdrückend sein -: In den Köpfen vieler Menschen wird sich die Mär vom vergewaltigten Informations-Dissidenten Julian Assange hartnäckig halten. Und mehr sollte durch diese Schmutzkampagne wohl auch nicht erreicht werden.

Assange selbst war vorbereit und verkündete in einer Mail an die Schwedische Tageszeitung Aftonbladet, daß sie bereits vor schmutzigen Tricks gewarnt worden seien.

Somit ist immerhin davon auszugehen, daß Assange sich auch von dieser billigen Hetze nicht einschüchtern lassen wird. Die Lektüre von Wikileaks ist allen politisch Interessierten unbedingt zu empfehlen. Solange die Dateien noch im Netz sind – was keine Selbstverständlichkeit ist -, sollten wir sie auch nutzen.

Siehe auch:
Tasgesschau
Wikileaks

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