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SPIEGEL-Online: Neun von zehn Deutschen fordern neue Wirtschaftsordnung

Die Krise scheint überwunden, doch sie hat die Einstellung der Deutschen nachhaltig verändert: Eine große Mehrheit sieht den Kapitalismus laut einer Umfrage inzwischen äußerst skeptisch – und sehnt sich nach einer neuen Wirtschaftsordnung.

Hamburg – Es sind bemerkenswerte Zahlen: 88 Prozent der Deutschen wünschen sich eine „neue Wirtschaftsordnung“. Der Kapitalismus sorge weder für einen „sozialen Ausgleich in der Gesellschaft“ noch für den „Schutz der Umwelt“ oder einen „sorgfältigen Umgang mit den Ressourcen“. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ergeben, aus der die „Zeit“ zitiert.

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Siehe auch:
Spiegel.de

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4 Antworten zu “SPIEGEL-Online: Neun von zehn Deutschen fordern neue Wirtschaftsordnung

  1. blacksun87 August 20, 2010 um 12:01 pm

    Gut so muss man nutzen!

    • blacksun87 August 20, 2010 um 12:30 pm

      Kein Wunder jetzt fordern Wirtschaftsverbände auch noch das wir weniger Urlaub im Jahr haben sollen!!

      http://magazine.web.de/de/themen/beruf/karriere/11022712-Weniger-Urlaub-fuer-Arbeitnehmer.html

  2. Frank August 20, 2010 um 1:26 pm

    Lex:

    „Eine große Mehrheit sieht den Kapitalismus laut einer Umfrage inzwischen äußerst skeptisch – und sehnt sich nach einer neuen Wirtschaftsordnung.“

    Liebe Herrschaften, stellt doch mal bitte den Leuten in eurer unmittelbaren Umgebung die Frage: „Was ist Kapitalismus?“ Ich sage euch voraus, dass kein einziger eurer Bekannten den Kapitalismus auch nur annähernd definieren kann. Das ist ungefähr so, als wenn ein Blinder die Farbe seiner Schuhe kritisiert und eine andere haben möchte. Und ohne euch gleich verschrecken zu wollen, möchte ich sogar bezweifeln, dass eure Definition einer Analyse standhalten würde.

    Ich kenne jedenfalls keinen Bundesbürger, der die Definition des Kapitalismus halbwegs hinbekommt. Und die Qualität dessen, was sich der brave Bundesbürger dann in dieser „Umfrage“ als Alternative vorstellt, kann sich jeder dann selber ausmalen.

    Ich bin gerne zu einem Diskurs zum Kapitalismus und zu seinen Alternativen bereit. Ausgangspunkt muss aber eine Definition sein. Und diese Bringeschuld hat nun einmal Lex, der das Thema eröffnet hat. Ich bin gespannt.

    Bis dahin,
    Frank

  3. Lex Luger August 20, 2010 um 2:19 pm

    @ Frank

    Der Beitrag ist direkt kopiert vom SPIEGEL.

    Das unpolitische Volk wird den Kapitalismus als ein System verstehen, in welchem Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden. Ein System, in dem Lohndrückung oder Arbeitslosigkeit zum Alltag gehört.

    Das Volk wird den Kapitalismus insbesondere an seiner Symptomatik erkennen. Und unterschätze nicht die Bildung des Volkes! Du glaubst doch wohl selbst nicht, daß du hier in irgendeiner Art und Weise „spezielles Wissen“ mit dir trägst und es ist sehr wohl davon auszugehen, daß die allermeisten Gymnasiasten dir relativ genau sagen können, was Kapitalismus ist. Wie dem auch sei – meine Bekannten jedenfalls sind oftmals aus akademischem Umfeld, daher weiß man dort ebenfalls sehr gut, was Kapitalismus ist. Es gibt zwar immer wieder Personen, die das Wissen ob dieser Wirtschaftsform zu einer Art „Geheimwissen“ verklären wollen, dem ist aber nicht so.

    Um also auf die Umfrage zurück zu kommen: Du befindest dich völlig auf dem Holzweg. Wenn das Volk sich derartig äußert, kann es nur maßlose Überheblichkeit sein, ihm Unwissen vorzuwerfen. Das Volk erhebt auch gar nicht den Anspruch, eine sonstwie geartete Kapitalismusanalyse vorzulegen. Es hat uns allen lediglich mitgeteilt, daß der Kapitalismus abzulehnen ist. Warum? Weil wir unter ihm leiden.

    >>Ich kenne jedenfalls keinen Bundesbürger, der die Definition des Kapitalismus halbwegs hinbekommt. Und die Qualität dessen, was sich der brave Bundesbürger dann in dieser „Umfrage“ als Alternative vorstellt, kann sich jeder dann selber ausmalen.

    Es geht nicht um Alternativen, sondern nur um dieses System. Was sonst funktioniert, wissen wir natürlich noch nicht, wohl aber, was n i c h t funktioniert.

    >>Und ohne euch gleich verschrecken zu wollen, möchte ich sogar bezweifeln, dass eure Definition einer Analyse standhalten würde.

    Die wohl umfassenste Analyse hat Karl Marx bereits geliefert. Es gibt auch nach wie vor zeitgetreue Lektüre, die sich mit diesem Grundsatzwerk befasst. Zu empfehlen wäre da Michael Heinrichs Einführung in die politische Ökonomie. Da wir die Kapitalismusanalyse von Marx – insbesondere bei dir, der ja den Eindruck erweckt, er wisse ganz genau bescheid, offenbar mit schlagkräftigen Analysen im Petto 😉 – als bekannt voraussetzen, belassen wir es dabei.

    Schau dich sonst doch auch mal auf arbeitertum um, es gibt genügend Artikel zum Thema Kapitalismus.

    Liebe Grüße

    PS: Ich bin in überhaupt keiner Schuld. Ich antworte dir, weil ich es den Diskurs für wichtig halte. Ich würde dich für die Zukunft jedoch bitten, zu versuchen, nicht Diskutant und Moderator zugleich zu sein.

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