Arbeitertum

Für eine klassenlose Gesellschaft | Gegen die imperiale Weltordnung | Für Volkstümlichkeit und Tradition

Die sozialistische Wirtschaftsordnung – Ein Entwurf für einen Gildensozialismus

Die Wirtschaft ist sozialistisch-demokratisch aufgebaut. Sie liegt in Händen der Werktätigen; der Arbeiter, der Bauern und der Intelligenz, und baut sich auf dem Bündnis dieser drei Gruppen auf, die das Volk, also die Sozialistische Nation bilden. Die Macht der Arbeiter und Bauern in der Wirtschaft wird durch Räte, das sozialistische Eigentum an Produktionsmitteln und die demokratische Planung und Leitung der Wirtschaft gewährleistet und ausgeführt. Zur Stärkung der Macht der Arbeiter und Bauern im Staate werden Betriebe und Landgüter mit den zugehörigen Volksratsausschüssen assoziiert. Arbeit ist Pflicht für jeden Bürger.

Das Privateigentum an den gesellschaftlichen Produktionsmitteln, den Banken, den Medien, der Infrastruktur und der heimatlichen Muttererde wird aufgehoben.
Die Banken werden aufgelöst und zu einer einheitlichen Deutschen Nationalbank vereinigt, die dem Finanzausschuss des Nationalrates untersteht.
Die Medien unterstehen der Deutschen Kulturkammer.
Der Nahverkehr untersteht den Kommunen, der Fernverkehr den Ländern.
Die Muttererde ist an die arme Bauernschaft zu verteilen, die sie bebauen. Das Eigentum jedoch bleibt beim Volke, es ist für Deutsche und Nichtdeutsche unveräußerlich.
Die gesellschaftlichen Produktionsmittel sind an Kleinbetriebe aufzuteilen, wenn dies nicht möglich ist, sind sie durch die Werktätigen zu verwalten. Mehrere Betriebe eines Produktionsbereichs können zu Kombinaten vereinigt werden.

Die Angelegenheiten eines volkseigenen Betriebes entscheidet die Betriebsversammlung, die einer Abteilung die Abteilungsversammlung.
Betriebs- und Abteilungsversammlung besteht aus der Vollversammlung der Arbeiter eines Betriebes bzw. einer Abteilung.
Jeder Rat wählt einen 1. Direktor, der gleichzeitig den Vorsitzenden des Rates darstellt. Er ist jederzeit abruf- und abwählbar.
Bei größeren Betrieben und Kombinaten wird ein Generaldirektor von der gesamten Belegschaft gewählt, dem ein Arbeiterrat zur Seite steht. Ein Kombinat wird von dem Generaldirektorium geleitet. Die Versammlungen und Räte legen Arbeitslöhne für die Arbeiter fest und tragen Verantwortung für die Würde der Arbeit im Betrieb für jeden einzelnen Arbeiter. Des Weiteren sind sie zuständig für die Selbstentfaltung und kreative Selbstverwirklichung der Arbeiter, die Abschaffung der Arbeitsteilung im Betrieb, außerdem für die Produktionsplanung.

Das Direktorium besteht aus dem 1. Direktor der Abteilung, des Betriebs oder des Kombinats, der vom Arbeiterversammlung gewählt wird (s. o.), des Weiteren aus den Fachdirektoren, die der Direktor bestimmt und von dem Arbeiterrat bestätigt werden müssen.
Es wird alle drei Jahre gewählt, außerdem dann, wenn über die Hälfte der Arbeiter eine Auflösung beschließt.
Das Direktorium muss zweimal jährlich Rechenschaft bei der nächst höheren Direktion oder dem entsprechenden Wirtschaftsministerium der Republik ablegen. Wenn diese es wünschen, muss das Direktorium auch dem Wirtschaftsausschuss des Landes oder dem örtlichen Wirtschaftsausschuss des Bezirks, des Amtes, der Kommune, der Subkommune, des Stadtbezirks oder des Stadtteils Rechenschaft ablegen.

Die Betriebe der werktätigen Warenproduzenten, Dienstleistenden und Intelligenz werden auf Stadt- oder Amtsebene, bei Bedarf auch auf höherer, und nach dem Berufsstand zu Gilden zusammengeschlossen. Die individuellen Produktionsmittel verbleiben im Eigentum der Gildenmitgleider.
Mitglied der Gilde ist jeder Arbeiter und Mitarbeiter in derselben, jedes Mitglied muss in die Gilde eigene Leistung einbringen.
Die Mitglieder einer Gilde bilden einen Rat, der den Vorstand wählt. Wichtige Entscheidungen werden vom Rat selbst entschieden. Filialbetriebe gelten als eigenständiger Betrieb innerhalb der Gilde.

Das Parzelleneigentum wird auf Dorf- oder Amtsebene zu Gemeinen Bauernschaften zusammengeschlossen.

Die Bauernräte sind wie die Arbeiterräte aufgebaut. Die Bauern haben das alleinige Entscheidungsrecht über ihren Besitz, größere Handlungen der Bauern werden vom Bauernrat der entsprechenden Ebene beraten und können von diesem abgelehnt werden. Der Besitzer eines solchen Teils einer Gemeinen Bauernschaft ist berechtigt, eine Anordnung des Rates zu verweigern.

Jeder Bürger der Deutschen Volksrepublik ist berechtigt, sich bei einer Gilde oder einer Gemeinen Bauernschaft zu bewerben, um einen neuen Betrieb innerhalb der Genossenschaft aufzubauen. Der Antrag wird vom örtlichen Gilden- bzw. Bauernrat beraten. Wird er angenommen, werden finanzielle Mittel bereitgestellt, die die Form eines zinslosen Kredits haben.

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2 Antworten zu “Die sozialistische Wirtschaftsordnung – Ein Entwurf für einen Gildensozialismus

  1. Frank August 22, 2010 um 10:17 am

    „Das Privateigentum an den … Produktionsmitteln, den Banken, den Medien, der Infrastruktur und der heimatlichen Muttererde wird aufgehoben.“

    Bis hierhin ok. Doch nun wird`s mehr als schwammig:

    „Die gesellschaftlichen Produktionsmittel sind in Kleinbetriebe aufzuteilen“

    Das ist doch Unsinn! „Gesellschaftliche“ Betriebe müssen auch gesamtgesellschaftlich produzieren. Sie in „Kleinbetriebe“ aufzuteilen hieße, das Rad der Geschichte um mindestens 200 Jahre zurückzudrehen – hin zur Manufaktur. Habt Ihr das wirklich vor?

    „Mehrere Betriebe eines Produktionsbereichs können zu Kombinaten vereinigt werden.“

    Nanu! Eben sollten sie noch auseinander gerissen werden, nun wieder zusammengelegt – wo ist der Sinn?

    „Die Angelegenheiten eines volkseigenen Betriebes entscheidet die Betriebsversammlung“

    Welche „Angelegenheiten“ schweben euch denn da vor? Doch nicht ernsthaft die Produktion? In einem volkseigenen Betrieb muss selbstverständlich das Volk entscheiden. Dass die Betriebsversammlung hier ein gewichtiges Wort mitzureden hat, liegt auf der Hand. Doch die Entscheidung über die Produktion obliegt dem ganzen Volk, der ganzen Gesellschaft, und muss Teil eines großen, die ganze Gesellschaft einbeziehenden Planes sein.

    „Jeder Rat wählt einen 1. Direktor …. “

    Liebe Leute, überlasst doch bitte solche Details derjenigen Arbeitergeneration, die auch das Kapital von der politischen Macht verdrängt und die Produktionsmittel vergesellschaftet hat. Angesichts dieser kolossalen Leistung, die eine unglaubliche Organisiertheit, Bewusstheit und revolutionäre Kraftanstrengung erfordert, erblassen eure heutigen „guten Ratschläge aus längst vergangenen Tagen“ nur ins Lächerliche – glaubt es mir bitte! Unsere Aufgabe ist es nun als Letztes, solche Details, die unsere Vorstellungen bei Weitem übersteigen, zu erarbeiten.

    Wir sollten die Zeit daher nutzen, uns lieber Gedanken zu machen, wie wir eine revolutionäre Partei auf die Beine stellen, die Masse der Arbeiter gewinnen – und vor allem: wie wir das Kapital nieder schlagen, also wie die Revolution konkret auszusehen hat. Gibt es denn dazu keine Beiträge?

    viele Grüße,
    Frank

    • Lex Luger August 22, 2010 um 10:36 am

      Ich krieg langsam zuviel, lieber Frank. Ich kann es nicht haben, wenn man sich versucht, sich auf anderer Leuts Plattformen auszutoben. Es handelt sich bei dem Artikel um einen willkürlichen Gesellschaftsentwurf, der einem subjektivem Verstand entsprungen ist. Du schießt gerade mit Kanonen auf Spatzen.

      Dir geht es offenbar gar nicht darum, die Arbeiterklasse (dein Volk sowieso schon gar nicht) zu befreien. Du bist einer jener Schreibtisch-Sozialisten, die sich schon lange im Limbus der Grundsatztheorie verloren haben, nur noch in Buchstaben-Kategorien denken können, sich dazu berufen fühlen, höchst subjektive Texte und Gedanken rhetorisch und pseudointellektuell auseinanderzupflücken – kurz: ein typischer Linker? 🙂

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