Arbeitertum

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Gastbeitrag: Zur Begeisterung für „Deutschland“

Von Patriotischer Internationalist.

Alle zwei Jahre wieder flammen zu einer Männerfußballmeisterschaft Schwarz, Rot und Gold über Deutschland. Man kauft schwarz-rot-goldene Flaggen, schwarz-rot-goldene Kunstblumenkränze und lässt sich Fingernägel, Frisuren und Hautpartien schwarz-rot-gold anmalen. Nicht zu vergessen natürlich: der reichliche Alkoholkonsum, der zu solchen Zeiten von 2 Uhr nachmittags bis spät in die Nacht exzessiv genossen wird.

Ob Automarken oder Grillguterzeuger, McDonalds oder C&A, überall sieht man schwarz-rot-goldenen Patriotismus und Siegesgewissheit. Genauso regelmäßig bangt man aus diversen linken Kreisen um einen neu  entstehenden Nationalismus. Diesen sei gesagt: Diese Angst ist vollkommen unberechtigt.

Denn das, was die „Fans“ feiern, ist nicht Deutschland.
Das, was gefeiert wird ist der Kader des DFB, der – dieses Jahr in Südafrika – auf dem Rasen in schwarz-weißen Hemden herumrennt, und versucht, mit dem Fuß einen luftgefüllten Lederfetzen, der in China von Kindern zu einem Ball zusammengenäht worden ist, in ein Netz zwischen drei Metallstangen zu befördern.

Ist Deutschland wirklich Tore, Bier, und Vuvuzuela, definiert durch die Begeisterung für Sportler, das also, was die Bot-und-Spiele-Fußball-WM-Proleten dafür halten? Oder das, was manche „Nationalisten“ dafür halten; das Werk von „großen Männern“ wie Karl dem Großen, Bismarck, oder Hitler, definiert durch eine Rasse? Oder das, was die Antinationalisten dafür halten; ein künstliches Konstrukt zur Festigung der Macht der Bourgeoisie, definiert durch Reisepässe?

Nach dem ersten Verständnis symbolisierte die Deutsche Flagge die deutsche Nationalmannschaft, nach dem zweiten deutsche Machthaber, nach dem dritten Kapitalismus und Unterdrückung. So ähnelt die Begeisterung für „Deutschland“, wie sie aktuell anzutreffen ist, keineswegs wenig der Begeisterung für Bismarck und seinem kleindeutschen Reich, für den Krieg 1914, den Hitlerstaat und für die Wirtschaftsmacht BRD. Sie könnte heute ein Grundstein für die Begeisterung für den Krieg gegen den Iran sein, für die Totalüberwachung der Bundesrepublik, für Sozialabbau zugunsten der Wirtschaft.

Das wird dann mit den gängigen Argumenten „Nationale Sicherheit“, „Deutschland wird am Hindukusch verteidigt“, und natürlich der über allen stehende „Wirtschaftsstandort Deutschland“ begründet – selbstverständlich zeigen sich unsere Volksabtreter mit der deutschen Flagge im Hintergrund.

Ist ein solches Deutschland – kann ein solches Deutschland – ob nach erstem, zweiten oder dritten Verständnis sei egal – überhaupt noch das Vaterland für einen Arbeiter, einen Arbietslosengeld-Empfänger oder einen existenzbedrohten Mittelständler sein? Ist es nicht tatsächlich viel mehr das Vaterland der Bourgeoisie, der Mächtigen, der herrschenden Klasse?

Die Antwort lautet ganz klar: JA!

Doch das ist nicht unser Deutschland.

Dieses Deutschland trägt zu Unrecht die schwarz-rot-goldene Fahne.

Dieses Deutschland ist eine Kolonie der USA, ein Verwaltungsbezirk der Weltfinanz, ein Standort für die Großindustrie, seine Politiker sind Marionetten, sein Volk sind Sklaven.
Dieses Deutschland ist kein Staat.
Dieses Deutschland repräsentiert keine Deutsche Nation.

An diesem Deutschland wollen oder können weder die liberalen etablierten Parteien etwas ändern, noch die antinationale Linke, noch die „nationale“ Rechte. Sie alle halten am Repräsentativstaat und der bürgerlichen Gesellschaftsordnung fest, die die Grundlagen für Globalisierung und somit für die Knechtung der Völker sind.

Nein, das ist nicht unser Deutschland.

Unser Deutschland – und hier beanspruchen wir dieses Prädikat – das wahre Deutschland ist wahrhaft national und wahrhaft demokratisch definiert, nach der eigentlichsten Begriffsbedeutung: Deutschland ist das Land der Deutschen. Das Land der Deutschen ist aber nicht nur das Land, was von Deutschen bewohnt, sondern das Land, was von Deutschen beherrscht wird. Das wahre Deutschland ist ein von allen Deutschen in direkter allgemeiner Volksherrschaft auf allen Gebieten und Ebenen gestaltetes Vaterland, das nach dem Selbstbestimmungsrecht der Völker alle Deutschen umfasst.

Deutschland ist weder Tore und Gegröle, noch Bismarck und Hitler, noch Konstrukt, noch Rasse, noch Unterdrückung.

Deutschland, das ist jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau.

Deutschland ist ein Kollektiv, und, wie Holger Meins sagt, „Das Kollektiv ist jeder“!

Hinter der deutschen Fahne stehen also auch nicht Sportler und Machtpersonen.
Hinter dieser Fahne steht das freie Volk, diese Flagge symbolisiert die Menschen, die gleichberechtigt die deutsche Nation bilden.

Es ist in der heutigen Zeit mehr als angeraten, dass sich die Deutschen der über 160 Jahre alten Bedeutung der schwarz-rot-goldenen Flagge wieder bewusst werden, als die Flagge im Namen der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit getragen worden ist. Das WM-Gastgeberland Südafrika war nur eines von vielen Beispielen, wie der vereinte Wille eines Volkes die herrschenden Verhältnisse stürzen kann, wie Unterdrückung und Ausbeutung überwunden werden können.

Das Deutsche Volk muss sich ebenso einen, und sich in die Reihe der kämpfenden Völker einreihen, dass aus der Wohnung der Unterdrückten und dem Herrschaftsgebiet der Unterdrücker das DEUTSCHLAND DER DEUTSCHEN ersteht.

Erhebe dich Volk, und der Sturm bricht los!

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