Arbeitertum

Für eine klassenlose Gesellschaft | Gegen die imperiale Weltordnung | Für Volkstümlichkeit und Tradition

Die Deutschland AG ist bunt!

Von Jürgen Schwab.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft gewann gestern ihr erstes Gruppenspiel gegen Australien mit 4 : 0. Unabhängig der Ergebnisse stellen sich deutsche Nationalisten zunehmend die Frage, ob deutsche Fußballanhänger überhaupt noch einer deutschen Nationalmannschaft zujubeln? Schließlich wirkt der Kader bei der aktuellen Weltmeisterschaft zunehmend multirassisch. Und zwar vielfältiger als man dies noch in seiner in Westdeutschland verbrachten Kindheit gewohnt war: also vom ziemlich nordischen Sepp Meier über den dinarischen Franz Beckenbauer bis hin zum ostischen Gerd Müller („kleines dickes Müller“). Mittlerweile lassen die Augenstellung Özils und die Hautfarbe Cacaus erkennen, daß Deutschland auch in dieser Hinsicht längst in der Westlichen Wertegemeinschaft angekommen ist. Manche im deutschen Nationalen Widerstand sprechen sich schon dafür aus, künftig Italien und Spanien die Daumen zu drücken, weil die noch europäischer wirken als die deutsche Nationalmannschaft.

Deutsche Nationalmannschaft? Ist es nicht vielmehr so, daß schon längst die nationalen Emotionen, beispielsweise die Konkurrenz der Nationen im Sport, der Logik des Marktes unterworfen sind? Da können sich manche in der Sendung „Wünsch Dir was!“ noch so sehr eine deutsche Marktwirtschaft ohne Neger und Türken wünschen, dies hat allerdings mit der Wirklichkeit und mit den gesellschaftlichen Kräften nichts zu tun.

Siehe: http://www.fahnentraeger.com/index.php?option=com_content&view=article&id=372:marktwirtschaft-ohne-neger-&catid=28&Itemid=88

In Wirklichkeit ist die sogenannte Fußballnationalmannschaft längst integraler Bestandteil der „Deutschland AG“. Diese ist auf wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet, und auf sonst nichts. Auch die einzelnen Spieler handeln so. Mesut Özil beispielsweise ist sicherlich immer noch türkischer Patriot, beim Abspielen der deutschen Nationalhymne vor dem Spiel soll er Koransuren murmeln. Aber irgendwie ist ihm das Geld wichtiger als Herkunft und Religion. Schließlich wäre er mit der türkischen Nationalmannschaft gar nicht bei dieser WM in Südafrika dabei. Indem er für die Deutschland AG spielt, kann er seinen Marktwert als Fußballer erhöhen. Sämtliche Vereinsbosse und Manager schauen sich diese WM an, werden sicherlich auch auf den sehr talentierten Özil mehr als ein Auge werfen.

Der „Antirassismus“ des DFB …

Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=DIRCLbsIeb8

… speist sich im wesentlichen aus wirtschaftlichen Interessen. Schließlich ist der Hauptsponsor des DFB die Daimler AG, die ihre Autos nicht zuletzt mit türkischen und anderen ausländischen Arbeitern produziert. Insofern sollten diejenigen im Nationalen Widerstand, die regelmäßig ihren Gebetsteppich vor dem „guten deutschen produzierenden Kapital“ ausrollen, sich einmal fragen, in wie fern ihre eigene Ideologie einen Beitrag zu „Multikulti“ leistet?

Trotz aller Vermischungstendenzen gibt’s noch kulturbewusste deutsche (Ex-) Fußballer. Während die Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika unlängst Berichten widersprochen hatten, daß im Organisationskomitee (OK) wegen des Lärms in den Stadien über ein Vuvuzela-Verbot nachgedacht werde, sagte OK-Sprecher Rich Mkhondo: „Vuvuzelas sind ein kulturelles Phänomen für unser Land und für den Fußball“.

Siehe: http://www.focus.de/sport/fussball/wm-2010/vuvuzelas-verwirrung-um-die-nervende-troete_aid_518889.html

Dem widersprach neulich in einem deutschen Fernsehprogramm Günter Netzer, der mit Humor deutlich machte, daß wenigstens er noch eurozentrisch veranlagt ist, weshalb ihn dieser monotone Tröten-Lärm nervt.

Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=g4G6qXWahS4

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

Siehe auch:
http://sachedesvolkes.wordpress.com/

Advertisements

Eine Antwort zu “Die Deutschland AG ist bunt!

  1. Sache des Volkes Juni 17, 2010 um 12:32 pm

    In manchen natioalen Foren wird bereits über ein Vuvuzela-Verbot diskutiert. Ich plädiere für ein europaweites Vuvuzela-Verbot. Konzerne wie Esso usw., die solche Tröten in Umlauf bringen, damit Geld verdienen, sollten sofort enteignet werden (andere auch, aber die besonders). Was die Afrikanische Fußballunion macht, ist deren Sache, dort treten wir nicht als Kolonialherren auf. Die europäischen Fernsehzuschauer sollen eben die Lautstärke runterstellen. Mir ging es darum, die Richtigkeit des deutschen Spruchs „Andere Länder (und Kulturkreise), andere Sitten“ herauszustellen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: