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Springerpresse fordert Israel zu Terroranschlägen auf

Man ist ja aus der Springerpresse und vor allem der Tageszeitung „Welt“ so einiges gewöhnt. Ein neuer Beitrag von Michael Stürmer dürfte aber ein ganz besonderes Höhepunkt sein. Unter der arg irreführenden Überschrift „Israels Blokade-Strategie war verfehlt“ fordert der BRD-Konservative Professor und Ex-Berater von Helmut Kohl öffentlich und publizistisch nichts anderes, als dass Israel offensiv zu staatsterroristischen Akten übergehen soll. Dies geschieht zwar bereits seit Jahr und Tag, dies aber so öffentlich von einem Vertreter der westlichen Wertegemeinschaft zu hören ist schon etwas besonderes. Der rechtskonservative Historiker Stürmer, der in den 80er Jahren im sogenannten Historikerstreit als Pseudo-Nationalkonservativer auftrat, kritisiert auf seine ganz eigene Weise die israelische Regierung in Hinsicht auf das kürzliche Massaker an den Helfern der Free-Gaza-Flotte.

Die israelische Politik hätte das doch schon mal besser hin bekommen, so der Historiker. Der Mossad hätte Israels Gegner doch schon wesentlich effektiver und für die Öffentlichkeit geräuschloser liquidiert. Stürmer führt dabei auch ein explizites Beispiel an: Vor 22 Jahren hatten israelische „Froschmänner“ im Hafen von Limasoll- auf der Insel Zypern – ein Schiff mit mehr als 130 Palästinensern in die Luft gesprengt. Hauptverantwortlicher für diese terroristische Aktion war damals ein gewisser Stabschef mit Namen Ehud Barak, der heutige Verteidigungsminister Israels. Stürmer klärt die Leser noch darüber auf, dass es damals keine Toten gegeben habe, was ihn aber nicht unbedingt mit Freude zu erfüllen scheint. Heute sei aber die Taktik und Strategie Israels völlig verfehlt gewesen, ein PR-Disaster für den Zionisten-Staat. Israel sei in eine Falle getappt, so Stürmer.

Laut Michael Stürmer hätte Israel also ruhig die Schiffe samt Besatzung in die Luft sprengen sollen, vorausgesetzt das ganze wäre nicht Israel in der Öffentlichkeit anzulasten. Dass nun aber einer der Freunde Israels und der gesamten westlichen Wertegemeinschaft derart die Maske fallen lässt, kann man diesem gar nicht hoch genug anrechnen.

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