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NWSN-Nord: Aygül Özkan und die Sozialreaktion (ergänzt)

Quelle: NWSN-Nord

Migrantenverbände, Multikultifetischisten und das türkische Außenministerium frohlockten, als die Deutsch-Türkin Aygül Özkan (CDU) zur niedersächsischen Sozialministerin ernannt wurde – war Özkan doch die erste muslimische Ministerin in Deutschland. Dass die Union besser das „christlich“ aus ihrem Parteinamen streichen sollte, wurde schon oft genug angemerkt. Özkans Forderungen nach der Entfernung von Kruzifixen (warum nicht auch der Kopftücher?)* aus Klassenzimmern dürften Freunden einer in Deutschland im Gegensatz zu normalen modernen Staaten nach wie vor nicht vollzogenen Trennung von Kirche und Staat immerhin diskussionswürdig erscheinen.

Nunmehr wurde jedoch bekannt, dass Özkan in ihrer Zeit als Managerin des Postdienstleisters TNT der übelsten Sozialreaktion huldigte und als Sozialministerin untragbar ist. TNT schloss unter ihrer Regie Arbeitsverträge am Rande der Legalität ab. Im Jahr 2008 haben TNT-Beschäftigte beispielsweise lediglich einen Stundenlohn von 7,50 Euro erhalten, zudem lag der Jahresurlaub mit 20 bis 22 Tagen selbst unter dem eines Leiharbeitnehmers – und jenseits der Kriterien des Bundesurlaubsgesetzes. Derartige Praktiken bei TNT geisterten seit mehr als zwei Jahren durch die deutschen Medien, also wird die CDU wohl gewusst haben, wen sie da zur Sozialministerin erhob.

Weitere Schmankerl in Özkans Vertragspolitik waren die Klausel, „Mehrarbeit von bis zu zehn Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit“ sei bereits mit dem kargen Bruttolohn abgegolten. Zudem wurde die Arbeitsvorbereitungszeit mit Feinsortierung und Zählung nicht einmal bezahlt. Özkan ist studierte Wirtschaftsjuristin und handelte als solche in vollem Bewusstsein gesetzeswidrig, denn ihr muss bekannt gewesen sein, dass seinerzeit ein Postmindestlohn von 9,80 Euro galt.

Özkans zweifelhafte Qualitäten ermöglichten es ihr, in den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten (ATU) – wenn hier mal kein Interessenkonflikt mit der Rolle als Sozialministerin vorliegt! -, der Wirtschaftsdeputation und des Integrationsbeirates der Hansestadt Hamburg sowie der Deutsch-Türkischen Juristenvereinigung aufzusteigen.

Die Tarifverträge schloss die personifizierte Sozialreaktion mit Migrationshintergrund übrigens mit einem Ableger der arbeitsgerichtlich übel beleumundeten Christlichen Gewerkschaften ab. Hierbei handelte es sich um die Christliche Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation, die in ihren sechs Landesverbänden keine 15.000 Mitglieder hat und ruhigen Gewissens als wirtschaftsfriedliche und arbeitgeberfreundliche Phantomgewerkschaft bezeichnet werden darf.

*Hier ist eine kleine Ergänzung notwendig. Özkans Feldzug richtete sich sowohl gegen christliche Symbolik als auch gegen muslimische Bräuche, wie etwa das Tragen des Kopftuchs in Schulen. An und für sich Ziele, denen wir durchaus wohlwollend gegenüber stehen würden, würden sie nicht von misstrauisch zu beäugenden Gestalten wie dieser ominösen „Türkin für Deutschland“ geäußert werden. Der Gedanke, daß es sich bei der Hinzuziehung der Kopftücher  in ihre Überlegungen bloß um ein taktisches Manöver handelte, um die eigentliche Intention – die Stärkung des Islams und somit der türkischen Minderheiten – zu verschleiern, ist hierbei mehr als angebracht. Daß es sogut wie keine  türkischen bzw. muslimischen Lehrerinnen in der gesamten Republik gibt – Kreuze dafür aber umso mehr -, bekräftigt die Vermutung. -arbeitertum

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Eine Antwort zu “NWSN-Nord: Aygül Özkan und die Sozialreaktion (ergänzt)

  1. sozrev Mai 8, 2010 um 4:43 am

    Ich halte das Abhängen von christlichen Symbolen aus deutschen, europäischen und sonstigen Klassenzimmern für eine fatale Entwicklung. Das hat sowohl etwas damit zu tun das hier versucht wird die christliche Identität des Abendlandes zu untergraben, als auch damit das religiöse Werte den Globalisierern ein Dorn im Auge sind. Es handelt sich also sehr wohl um einen neuen Kulturkampf gegen religiöse Werte und Überzeugungen an sich -–dies betrifft sowohl den Kampf gegen das Christentum, als auch gegen den Islam.

    Die Frau Özkan handelt auch selbst nicht im türkischen Interesse, da sie sich für einen EU-Beitritt der Türkei stark macht. Dies werden echte türkische Nationalisten, aber auch sogenannte „Islamisten“ im nationalen Interesse der Türkei ablehnen. Erdogan selbst fungiert trotz zeitweiliger Kritik an Israel und dem Westen in Wahrheit als einer der besten Verbündeten der USA und der Westlichen Wertegemeinschaft im islamischen Kulturraum.

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