Arbeitertum

Für eine klassenlose Gesellschaft | Gegen die imperiale Weltordnung | Für Volkstümlichkeit und Tradition

NWSN: 1. Mai 2010 – Sommer, Sonne, Sozialismus!

Das sich national- und sozialrevolutionär positionierende Netzwerk Sozialistische Nation (NWSN) führte zum Arbeiterkampftag des 1. Mai in mehreren norddeutschen Städten dezentrale Flugblatt- und Transpiaktionen durch. Nachfolgend sowohl der Aktionsbericht der Gruppe als auch der Inhalt des verteilten Flugblatts:

Das Netzwerk Sozialistische Nation und die Sozialrevolutionäre Alternative Mitte reihten sich auch im Jahr 2010 in den Aktionsreigen des Kampftages der Werktätigen ein. Im Gegensatz zur letztjährigen Maiaktion im Klassenkampfblock und auf der Revolutionären Maidemo in Berlin entschieden wir uns im Vorfeld für die Durchführung dezentraler Aktivitäten. Diese ermöglichen ohnehin mehr Flexibilität und Publikumskontakt als ein Wanderkessel oder selbstverliebte Krawalldemos.

Inhaltlich ging es darum, gegenüber der sozialreaktionären Politik der bürgerlichen Parteien den revolutionären, kämpferischen und sozialistischen Charakter des Maifeiertages zu betonen und sich klar vom opportunistischen Kurs des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der SPD, der Grünen und der selbsternannten LINKEN abzugrenzen, ohne dabei in sinnentleerte Randale á la Kreuzberg zu verfallen oder wie nicht wenige im nationalen Spektrum längst vergangenen Zeiten hinterher zu jammern und mit Konzepten von 1933 die Probleme von 2010 bekämpfen zu wollen.

Mit regionalen Schwerpunkten in Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt wurden – teilweise am Rande von Gewerkschaftskundgebungen – bei strahlendem Sonnenschein Tausende von Flugblättern unter das Volk gebracht, um auf die Fehlentwicklungen sowohl der Politik als auch der Opposition gegen eben diese aufmerksam zu machen.

Zu den Fehlentwicklungen gehört unter anderem diejenige, dass die breite Masse nur noch zum Objekt politischer Machtinteressen geworden ist. Das gilt auch und gerade für das linke politische Spektrum, das in seiner Selbstverliebtheit nur noch für die eigene Klientel agiert und zu nicht geringen Teilen das eigene Volk, die Masse der Arbeitnehmerschaft, am liebsten gleich abschaffen möchte, anstatt sich im antikapitalistischen Kampf für dessen Interessen einzusetzen. Die Antwort auf die Entmündigung der Massen durch Bundes- und Landespolitik, durch die Parteimaschinerien und die Gewerkschaftsbürokratie heißt: Selbstorganisation! Hierzu gehört auch, die eigene Trägheit und den eigenen Tellerrand zu überwinden und am 1. Mai gemeinsam phantasievoll und kreativ auf die Straße zu gehen.

Diverse Konfrontationen mit der Polizei vermochten nicht, uns abzuschrecken. Transpi- und Klebeaktionen rundeten das Bild ab und sorgten für eine flächendeckende Präsenz unserer Propaganda.

WIDERSTAND STATT SOZIALPARTNERSCHAFT!!!

1. MAI 2011 – WIR KOMMEN WIEDER!!!

Netzwerk Sozialistische Nation www.nwsn.info
Sozialrevolutionäre Alternative Mitte www.sozrev-m.info
Der Fahnenträger www.fahnentraeger.com
Arbeitertum www.arbeitertum.wordpress.com

HOLT EUCH DEN 1. MAI ZURÜCK!

Gerade in der heutigen Zeit ist der 1. Mai, der Feiertag der Arbeitnehmer, von hoher Bedeutung als Symbol des Protestes gegen die Machenschaften von Staat und Arbeitgeberseite. Seit Jahren sehen wir uns dem zunehmenden Abbau von Arbeitnehmerrechten, immer weiter steigender Belastung am Arbeitsplatz, Steuer- und Abgabenwucher, sozialem Kahlschlag (Hartz IV) und einer einseitigen Regierungspolitik zugunsten der Reichen gegenüber.

Millionen Menschen sind auf Sozialleistungen angewiesen. Viele von ihnen, weil sie arbeitslos sind, und andere, weil sie von ihren Hungerlöhnen nicht überleben könnten. Deutschland ist mittlerweile eines der wichtigsten Billiglohnländer in der westlichen Welt. Tritt man heute nach der Schulzeit ins Arbeitsleben ein, kann man davon ausgehen, im Alter eine auf Sozialhilfeniveau liegende Armutsrente zu bekommen. Löhne und Sozialleistungen werden gekürzt – alles, weil angeblich kein Geld vorhanden ist.

Gleichzeitig macht man den oberen Zehntausend und den Großkonzernen ein Steuergeschenk nach dem anderen. Öffentliches Eigentum wird privatisiert, das ganze Leben wirtschaftlichen Nutzungsinteressen unterworfen. Die Lasten der Finanz- und Wirtschaftskrise wälzt man auf die Arbeitnehmer ab, siehe die Rettungspakete für Banken oder die Hilfsmaßnahmen für Griechenland. Der Krieg in Afghanistan, die Aufrüstung der Bundeswehr und die allgegenwärtige Unfähigkeit der Politik verschlingen immer weitere Milliarden.

Gegen diese Heuchelei ist Protest bitter nötig. Dass Widerstand möglich ist, zeigen die Massenproteste in Frankreich, Griechenland und anderswo. Das alles wäre eine Aufgabe für den Deutschen Gewerkschaftsbund und die politische Linke!

Doch was macht der DGB? Gewerkschaftsfunktionäre bis hinunter auf die Betriebsratsebene üben sich in regelrechter Kumpanei mit Kapital und Politik. DGB-Vertreter waren an der Ausarbeitung der Hartz-Gesetze beteiligt. Beim Stellenabbau erfolgt nur zu oft ein Kuhhandel zwischen DGB-Betriebsräten und der Arbeitgeberseite. Befristet Beschäftigte, Leiharbeitnehmer und Arbeitslose haben keine Lobby im DGB. Muckt die Basis in ihrer Verzweiflung auf und organisiert selbsttätig Proteste und Streiks, so fällt ihr der eigene Betriebsrat in den Rücken. Gegen kritische Gewerkschaftsaktivisten werden Ausschlussverfahren eingeleitet, so aktuell in Berlin und Baden-Württemberg.

Und was machen die Parteien? Die SPD entfällt spätestens seit der Regierung Schröder mit ihrer Agenda 2010 und ihren Hartz-Gesetzen als Kraft des sozialen Protestes. Die Grünen sind zur Interessenvertretung des Kulturbürgertums verkommen; mittlerweile verdienen ihre Anhänger besser als die der FDP. Die LINKE führt zwar den antikapitalistischen Protest im Munde, aber wo sie regiert, zieht sie am gleichen Strang wie die anderen Parteien auch. So ist die LINKE daran beteiligt, in Berlin die städtische Wohnungsbaugesellschaft an den amerikanischen Finanzinvestor Cerberus zu verschleudern.

Nachhaltiger Protest kann nur von unten kommen. Das heißt, er muss von uns selbst kommen. Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass irgendwer sich zum Anwalt unserer Interessen aufschwingt. Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Organisiert Euch selbst!

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