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Erneut deutsche Soldaten für die Freiheit am Hindukusch gefallen

Wir berichteten ja bereits mehrmals über das leidige Thema Afghanistankrieg. Grundaussage unsererseits war immer, daß der Einsatz der deutschen Truppen durch die Politik niederträchtiger gar nicht umschrieben werden kann. Es würde um Wiederaufbau, Schaffung von Infrastruktur und um Sicherung des Friedens gehen. Es wäre kein Krieg, allenfalls ein „bewaffneter Konflikt“. Wir kennen diese halbgaren Lügen. Spätestens jetzt sollte dem Gehirngewaschensten auffallen: Die Bundeswehr befindet sich im Krieg!

Erst heute wurden wieder 4 deutsche Soldaten bei einem taktisch gut durchgeführtem Hinterhalt durch Raketenbeschuss getötet. Abermals spielte sich das Gefecht in Kundus ab, einem stark umkämpften Gebiet mit hoher Widerstandsaktivität auf Seiten der Taliban. Weitere 5 Soldaten wurden schwer verletzt. Ob sie sich in Lebensgefahr befinden, ist nicht bekannt.

Im Zuge des Gefechts lieferten sich afghanische Überläufer, deutsche und andere Besatzertruppen Kämpfe mit bis zu 400 Taliban – und da soll noch irgendeine geistig gesunde Person behaupten, es handle sich keineswegs um einen klassischen Krieg.

Die Politkaste der BRD hat sich natürlich sofort zu Wort gemeldet. Unsere Kanzlerin Merkel mimte die Betroffene, obschon ihre Unterwürfigkeit gegenüber Amerika den Soldaten in der Wüste ganz sicher nicht behilflich ist. Abstrus schwafelte Steinmeier daher: Der Angriff sei feige und hinterhältig gewesen – wir fragen uns allen Ernstes, ob es im Krieg irgendeine Regel gibt, die vorschreibe, man dürfe in bestimmten Situationen den Überraschungsmoment – ein grundlegender Faktor jeglicher Kriegsführung – nicht für sich nutzen, da man sonst feige wäre. Dieses banale Emotionalisieren und Personalisieren des Krieges reiht sich am Ende nahtlos in die ansonsten daherschwadronierte Definition vom Konflikt ein.

Einzig die Linkspartei fordert nun noch wehementer einen Abzug aus Afghanistan. Obwohl wir wissen, daß die Linke ebenfalls den wahren Imperialismus der westlichen Welt nicht wahrnehmen möchte, erkennen wir diese Forderung an und reihen uns ein: Deutsche Soldaten raus aus Afghanistan!

Siehe auch:
Neues von der Front
Mehr Geld für die Bundeswehr – mehr Geld für was eigentlich?!

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