Arbeitertum

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Der eine stöhnt, der andere jubelt: Entwicklungshilfe von deutscher Seite stark zurückgegangen

Bekanntlich ist des einen Freud‘ des anderen Leid – und wenn die Grünen ganz besonders traurig sind, dann empfinden wir unsere Ohren beim Grinsen als störend und lästig. Anlass für die salonlinke Empörung ist die angeblich mangelnde Entwicklungshilfe, die von deutschen Steuergeldern für Entwicklungsländer aufgebracht wird. Laut einem Bericht der OECD sei die deutsche Entwicklungshilfe auf 0,4 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung zurückgegangen – 0,11 Prozent weniger, als vorerst international vereinbart. Im vergangenen Jahr schenkte der Staat etwa 8,83 Milliarden Euro an erarbeiteten Steuergeldern verschiedenen Entwicklungsländern, wobei es sich sogar um einen Rückgang von 12 Prozent handelt. Deutschland liegt somit hinter den USA und Frankreich, dicht gefolgt von Großbritannien.

Unsere Eliten debattieren nun darüber, wie man die Entwicklungshilfen bis zum Jahre 2015 bis auf 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistungen anheben kann – unter anderem mit von der Partie: Entwicklungsminister Dirk Niebel. Jener Dirk Niebel, der sich offenbar keine großen Gedanken mehr darüber macht, woher die von ihm ständig irgendwo eingeplanten Steuergelder überhaupt kommen. Zuletzt wollte er Steuergelder zu Schmiergeldern für abtrünnige Taliban umwandeln, nun kündigt sein völlig unsinniges und den Deutschen nichts nützendes Ministerium an, die Entwicklungsgelder dieses Jahr auf 256 Millionen Euro zu erhöhen. Dies sei – so Niebel in seiner gewohnt selbstgefälligen, leicht stumpfen Art – ein klares Signal der Schwarz-Gelben Regierung, wie wichtig die internationale Entwicklungshilfe für sie wäre.

Den besten der Bessermenschen reicht das nicht. SPD und Grüne springen im Dreieck, fühlen sich als Anwalt der armen Länder und verlangen mehr Geldgeschenke zu Entwicklungszwecken, die natürlich weder Grüne noch SPD, sondern der deutsche Arbeiter bezahlen muss.

Während die Behörden Arbeitslose schon ihrer Heimat verweisen wollen und Einsparungen in der Sozialpolitik mittlerweile trauriger Alltag sind, haben gewisse Backpfeifengesichter der etablierten Politik offenbar nach wie vor nichts besseres zu tun, als ihr minderwertiges Ego durch das Mimen vom besseren Menschen mit gestälztem Grinsen anzureichern.

Natürlich müssen wir zu Zeiten von Massenarbeitslosigkeit, Hungerlöhnen, 1-Euro-Jobs und Kinderarmut selbstverständlich an unsere Brüder und Schwestern (zumindest im Geiste, so das Herz will) in der dritten Welt denken – schließlich haben wir ja keine eigenen Probleme.

Lassen wir diese Meldung der Kultur willen mit diesen weisen Worten ausklingen:
„Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott! Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!“
– Theodor Körner

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