Arbeitertum

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Immer wieder der Iran

Es gibt – und wer hätte das gedacht – wieder Neuigkeiten bezüglich der Iranproblematik, die gewissermaßen von der Westlichen Welt – allen vorran die USA – vom Zaune gebrochen wurde, weil Ahmadinedschads Iranische Republik sich nicht den schmutzigen Spielregeln von USA und Handlangern beugen möchte und konsequent an der eigenen Selbstständigkeit und Souveränität festhält. Der universalistische Imperialismus der sogenannten Westlichen Wertegemeinschaft steht diesem nationalen Bestreben mit Entschiedenheit entgegen, weshalb nun wieder aufs Neue die Propgandatrommel kräftig angerührt wird.

Wieder einmal lautet die Anklage: Bau an der Bombe. Jeder ehrliche und insbesondere von der West-Propganda nicht indoktrinierte Beobachter müsste bereits hier bemerken, wie unausgewogen die jeweiligen Befugnisse in Sachen Waffenbesitz zu sein scheinen. So ist der Besitz der Atombombe bei den meisten Industriestaaten (unter anderem auch Israel) Gang und Gäbe.

Davon abgesehen, gibt es keinerlei Beweise, daß der Iran die Bombe bauen will und das ganze Schauspiel erinnert allzu stark an das propagandistisch-demagagogische Affentheater, welches von USA-Seiten zuvor mit dem Irak und dem plötzlich bösen Saddam Hussein veranstaltet wurde.

Wie dem auch sei, haben westlich gesinnte Organisationen wie die IAEA (Internationale Atomenergiebehörde) mal wieder festgestellt, daß der Iran die Bombe bereits baut. Was das nun genau für Informationen sein sollen, die der IAEA da vorliegen, bleibt dem allgemeinen Interessenten gänzlich verborgen – als kleiner Wink dient lediglich die Feststellung, daß Teheran öffentlich verkündete, sein Uran auf 20 Prozent anzureichern – was bekanntermaßen etwa 60 Prozent zu wenig für den Bau der Bombe ist.

Dennoch üben sich bekannte West-Protagonisten bereits in Empörung und Besorgnis. Auf ein Neues fordert etwa die Bundesregierung Sanktionen gegen den Iran, Forderungen, denen es an gebetsmühlenartigen Phrasen und monotonen Floskeln ganz gewiss nicht mangelt. Der deutsche Regierungssprecher Ulrich Wilhelm äußert sich dazu folgendermaßen:

Die fortwährende Missachtung der IAEA, der Resolutionen der Vereinten Nationen und die Fortführung einer gefährlichen Nuklearpolitik Teherans zwingen die Weltgemeinschaft dazu, in New York den Weg weiterer umfassender Sanktionen gegen das Regime in Teheran zu gehen.

Diese paar Worte bringen den gemeinen Polit-Konsens der „Weltgemeinschaft“ schön zur Geltung – man bedient sich hier einer Polemik, die man vielleicht nach drei Bieren am Stammtisch erwarten würde, nicht aber bei einer Erklärung eines deutschen Regierungssprechers. Bemerkenswert ist aber, daß die Bundesregierung uns quasi versichert, es würde keine militärischen Lösungen geben, während hitzige Stimmen aus Israel und den USA bereits ganz andere Klänge anstimmten und den bevorstehenden Krieg mehr oder weniger öffentlich ankündigten.

Die tatsächlich auf Spekulationen beruhenden Anschuldigungen gegen den Iran werden übrigens von selbigem zurückgewiesen. Die Unterlagen seien gefälscht und manipuliert und unterlagen nicht der Geheimhaltung, erklärte   der iranische Botschafter Ali Asgar Soltanije. Russland fordert derweil, daß der Iran die Vorwürfe entkräftigt. Dies wird sich allerdings, in Anbetracht der ständig neu aufkommenden „Beweise“ und „Informationen“, die, insofern gegen den Iran gerichtet, von allen West-Regierungen mit Kusshand aufgelesen werden, als recht schwierig erweisen. Im Klartext kann der Iran am Ende nur als Verlierer dastehen – sowohl moralisch als auch, früher oder später, militärisch.

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